Mittwoch, 18. Oktober 2017

18. Oktober: Noch einmal Mond und Planeten

Heute hat sich der Saharastaub von gestern weitgehend verflüchtigt, zum Horizont hingab es eine einigermaßen freie Sicht. Trotzdem war es spannend, würde man die schmale, nur noch zu drei Prozent beleuchtete Mondsichel heute noch einmal sehen können?

Zunächst entdeckte ich nur die Venus, doch der Mond war heute früh nicht weit von ihr entfernt und war dann durch die Bäume hindurch doch noch gut zu erkennen.

Hier ein Foto von heute früh:

Mondsichel und Venus hinter dem Baum, Mars weiter oben und rechts, 18.10.2017, 6:53 Uhr

Erneut kann man beim Mond das Erdlicht gut erkennen. Die Venus steht etwa drei Grad rechts vom Mond und ein Grad oberhalb von ihm. Mars ist deutlich weiter oben. Dicht unterhalb von Mars kann man, in nur einem Monddurchmesser Abstand, den Stern Zavija (beta Virgo) mit einer Helligkeit von 3,3mag erkennen. Wenn das schöne Wetter anhält, kann man morgen und übermorgen gut beobachten, wie sich die Position von Mars relativ zu diesem Stern ändern wird.

Hier noch ein Foto des Mondes, aufgenommen durch mein Spektiv mit 25facher Vergrößerung: 
Mondsichel am 18.10.2017 um 7 Uhr
Die Mondsichel ist nur noch zu drei Prozent beleuchtet, Einzelheite sind auf diesem Bild mehr zu erahnen als zu erkennen.

Morgen, am Donnerstag, den 19.10.2017 ist Neumond. Dieser findet exakt um 21:12 Uhr statt, vom Moment des Fotos sind also noch gut 38 Stunden bis dahin. Eine noch schmalere Mondsichel zu fotografieren wird mit meinen Mittel kaum möglich sein. Morgen früh zur gleichen Zeit wäre der Mond nur noch zu einem Prozent beleuchtet, mathematisch würde er um 7:09 Uhr aufgehen, das wären nur noch 47 Minuten vor Sonnenaufgang, bzw. 14 Stunden bis zum exakten Neumondzeitpunkt. Bis der Mond über die Egge gestiegen ist, so dass ich ihn theoretisch sehen könnte, ist die Morgendämmerung schon so weit fortgeschritten, das man dann den zu erwartenden "Hauch" von Mondsichel doch nicht mehr erkennen kann.

Dienstag, 17. Oktober 2017

17. Oktober: Saharastaub dämpft Sonnenstrahlen

Heute ist der Himmel schon bald nach den ersten Morgenstunden merkwürdig eingetrübt. Zunächst dachte ich an Morgendunst, als die Sonne sehr rötlich immer höher stieg. Doch irgendwie schien sie nicht die Kraft zu haben, diesen "Nebel" wegzupusten. Und in der Tat war es kein Nebel, was heute den Blick auf die Sonne trübte, es war Saharastaub und Staub von den aktuellen Waldbränden in Portugal!

Auch am Abend ging die Sonne wieder sehr rötlich gefärbt unter:

Sonne kurz vor dem Untergang am 17.10.2017 um 18 Uhr

Lag der Ertrag meiner Sonnenkollektoren vorgestern noch bei 43 kWh und gestern bei 36 kWh, waren es heute nur noch 17 kWh.

Mehr Informationen zu diesem Wetterphänomen gibt es beim Wetterkanal.

Eine aktuelle Vorhersagekarte für Saharastaub in Europa findet man auf der griechischen SKIRON-Webseite.

Saharastaub-Ereignisse werden besonders oft im Frühjahr und im Herbst gemessen. Hier hat insbesondere das Schweizer Amt für Meterologie langjährige Erfahrung mit seiner Meßstation am Jungfraujoch

17. Oktober: Der Mond bei Mars und Venus

Auch heute früh war es wieder klar, vielleicht die längste Schönwetterperiode dieses Herbst und Sommers?

Der Mond ist jetzt deutlich an den Mars und die Venus heran gekommen. Heute früh stand er knapp oberhalb des Mars. Die Venus versucht, sich auf dem nachfolgenden Bild noch hinter dem Baum zu verstecken:

Blick nach Osten am Morgen des 17. Oktober 2017

Auf dem obigen Foto kann man beim Mond deutlich das "Erdlicht" erkennen. Mit bloßem Auge ist es nicht ganz so auffällig, in einem Fernglas jedoch sofort zu ekennen. Auch die Nachtseite, also die dunkle Seite des Mondes ist nicht vollkommen dunkel, sondern leicht aufgehellt. Denn überall dort, wo wir hinschauen können kann man natürlich auch umgekehrt uns sehen. Und so scheint über dem dunklen Nacht-Teil des Mondes unsere Erde zu stehen. Diese erscheint am Mondhimmel etwa viermal größer als der Mond am Erdhimmel. Und bringt dadurch natürlcih auch etwas Licht in die ansonsten stockfinstere Mondnacht, das "Erdlicht" eben. Hier einmal auf einem etwas länger belichtetem Mondfoto:

Auch im Erdlicht lassen sich auf der Mondoberfläche verschiedene Gebiete unterscheiden.

Und hier noch ein weiteres Bild der heute früh nur noch zu 7 Prozent beleuchteten Mondsichel:

Mondsichel am 17. Oktober um 6:30 Uhr

Montag, 16. Oktober 2017

16. Oktober 2017: Mond am Morgenhimmel

Auch heute war die Nacht wieder klar. Die immer schmaler werdende Mondsichel leuchtete wieder sehr schön am Morgenhimmel. Unverkennbar stand sie heute früh deutlich niedriger und östlicher als noch gestern um diese Zeit. Morgen früh wird sie sich noch weiter an Mars und Venus angenähert haben, aber ob dann der Himmel immer noch klar ist?

Mond und Venus (hinter dem Baum links von der Mitte). Mars unterhalb der Bildmitte ist zwar deutlich lichtschwächer als die Venus, aber trotzdem besser zu erkennen.

Mondsichel am 16. Oktober 2017 um 6:30 Uhr

Sonntag, 15. Oktober 2017

16. - 22. Oktober: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche haben wir Neumond, die Nächte eignen sich gut zur "deep-sky"-Beobachtung, wenn denn das Wetter mitspielt. Von den großen Planeten ist Saturn am Abend bis gegen 21 Uhr zu beobachten. Er zeigt zur Zeit seine größtmögliche Ringöffnung von knapp 27° Grad.  Die Venus ist Eiterhin heller Morgenstern, sie geht jedoch erst gegen 6 Uhr auf. Auch Mars kann am Morgenhimmel gefunden werden. Die ISS ist in dieser Woche nicht am Nachthimmel zu beobachten.

Am Montag, den 16. Oktober,  geht die Sonne um 7:51 Uhr auf und um 18:29 Uhr unter, der helle Tag ist also 27 Minuten kürzer als noch vor einer Woche. Um 19:30 Uhr hält Heinz-Bernd Eggenstein an der Sternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus einen Vortrag über veränderliche Sterne: "Veränderliche - den Pulsschlag ferner Sonnen messen".

Am Dienstag, den 17. Oktober, zeigt der abnehmende Mond maximale Libration, Krater Grimaldi steht nah am Rand. Die nur noch zu 7 Prozent beleuchtete schmale Mondsichel geht um 5 Uhr kurz vor Mars und Venus im Osten auf.

Am Mittwoch, den 18. Oktober, geht am frühen Morgen der Mond etwa zeitgleich gegen 6 Uhr zusammen mit der Venus auf, sie stehen nur ca. 3 Grad voneinander entfernt. Mars steht heute früh nur einen Vollmonddurchmesser (30' Bogenminuten) entfernt vom Stern beta in der Jungfrau (3,8mag). Und Kleinplanet Massalia (10,0mag) geht nur in 5' Bogenminuten Abstand an Stern 140 Tour (6,9mag) vorüber.

Am Donnerstag, den 19. Oktober, ist exakt um 21:12 Uhr Neumond. Uranus (6,0mag) steht heute in Opposition zur Sonne und ist die ganze Nacht über zu beobachten. Mit dem bloßen Auge ist er jedoch nur an besonders dunklen Stellen mit ausgezeichnetem Nachthimmel zu sehen, bei uns wird man sicherlich ein Fernglas brauchen.

Am Freitag, den 20. Oktober, finden nach meiner Recherche in den verschiedenen astronomischen Jahrbüchern so gar keine besonderen Ereignisse statt. Da können wir dann einfach mal den Nachthimmel so genießen.

Am Samstag, den 21. Oktober, ist die schmale Mondsichel (nur 2 Prozent sind beleuchtet) wohl noch nicht in der Abenddämmerung zu finden, sie geht um 19:30 Uhr unter.

Am Sonntag, den 22. Oktober, zeigt der veränderliche Stern Algol um 1:52 Uhr ein Helligkeitsminimum. Am Abend geht die jetzt zu 6 Prozent beleuchtete Mondsichel um 20:02 Uhr unter, tief im Südwesten könnte sie nach Sonnenuntergang gefunden werden.

15. Oktober: Der abnehmende Mond, Venus, Mars und ein Löwe

Auch heute früh war der Himmel wieder klar, deshalb leich noch einmal ein Foto des abnehmenden Mondes. Aufgenommen um 6:33 Uhr:

Mondsichel am 15. Oktober um 6:30 Uhr
Und hier noch ein Bild aus meinem Dachfenster heraus Richtung Osten fotografiert. Bei einer Belichtungszeit von einer Sekunde ist der Mond natürlich stark überbelichtet. Dafür kann man aber die Venus erkennen, die gerade aufgegangen unten durch den Baum in der Mitte scheint und auch der Mars, etwas weiter rechts, gerade oberhalb dieses Baumes ist zu sehen. Die hellen Sterne des Sternbilds Löwe lassen sich links neben und unterhalb des Mondes ebenfalls gut erkennen. Der kleine Streifen rechts neben dem Mond stammt von einem Flugzeug.

Morgenhimmel Richtung Osten, mit Venus, Mars, dem Löwen, Mond und Flugzeug

Samstag, 14. Oktober 2017

14. Oktober: Der Mond am Morgenhimmel

heute früh, bevor ich frische Brötchen vom Bäcker holte, habe ich schnell noch einmal unseren Mond fotografiert. Die abnehmende Sichel strahlte wunderschön in der Morgendämmerung vom Himmel.

In der Mitte dicht am Terminator, der Tag/Nacht-Grenze auf dem Mond kann man sehr gut den großen Krater Kopernikus erkennen. Darüber sind noch ein paar Bergspitzen erkenen die gerade noch von der untergehenden Sonne beleuchtet werden.

Der Mond am 14.10.2017 gegen 7 Uhr früh.

Auf der nachfolgenden Aufnahme ist der Mond überbelichtet. Dadurch kann man jedoch auf der rechten Seite des Fotos noch zwei Sterne des Sternbilds Krebs erkennen.  Der linke der beiden Sterne (63 Cnc) wurde bis kurz vor 6 Uhr noch vom Mond bedeckt, da habe ich jedoch noch selig geschlafen.

Der Mond mit zwei Sternen im Sternbild Krebs (rechts oben)
Die beiden Sterne im Krebs haben eine Helligkeit von 5,2mag bzw. 5,8mag, sind also in dunklen Nächten durchaus noch mit dem bloßen Auge zu sehen. Sie stehen ungefähr 150 Lichtjahre von uns entfernt.

Dienstag, 10. Oktober 2017

16. Oktober: Vortrag "Veränderliche - den Pulsschlag ferner Sonnen messen"

Am Montag, den 16. Oktober, gibt es wieder einen Vortrag an der Volkssternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus. Mein Freund Heinz-Bernd Eggenstein referiert über veränderliche Sterne. In der Ankündigung der Sternwarte heisst es dazu:

Während uns die Objekte des Sonnensystems ständig neue Konstellationen und Erscheinungen bieten, galten „Fixsterne“ lange als Inbegriff ewiger Beständigkeit. Doch beobachtet man Sterne über einen längeren Zeitraum, erkennt man bei vielen überraschend vielfältige Veränderungen ihrer Helligkeit.

Diese können sich in Sekundenbruchteilen oder ausgedehnt über mehrere Jahrzehnte abspielen. Sie können regelmäßig oder unregelmäßig sein, schwach oder stark ausgeprägt. Ebenso vielfältig sind die astrophysikalischen Vorgänge, die diese Veränderungen verursachen. Das Beobachten veränderlicher Sterne ist ein spannender und im wahrsten Sinne des Wortes abwechslungsreicher Zweig der Astronomie, der sich zunehmender Beliebtheit bei Amateuren erfreut und sogar einen nützlichen Beitrag der Sternfreunde zur professionellen Wissenschaft liefern kann.

Die nötige Ausrüstung für einen praktischen Einstieg in diese Thematik haben viele, die sich mit der Fotografie beschäftigen, ohnehin zu Hause: Bereits mit einem einfachen Stativ, einer Spiegelreflexkamera und einem Teleobjektiv kann man Messungen an Sternen vornehmen, die man anschließend mit kostenlos erhältlicher Software auswerten kann. Daher eignet sich dieses Thema auch gut für den praktischen Physik- und Astronomie-Unterricht an Schulen.


Der Eintritt kommt wie immer der Arbeit der Volkssternwarte zugute. 

Sonntag, 8. Oktober 2017

9. - 15. Oktober 2017: der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche zieht sich der Mond vom Abendhimmel zurück, die Möglichkeiten auch schwächere "deep-sky"-Objekte am Himmel zu beobachten werden wieder besser. Von den großem Planeten kann Saturn am frühen Abend noch beobachtet werden, die Venus ist strahlender Morgenstern, Auch der deutlich lichtschwächere Mars (1,8mag) kann am Morgenhimmel gefunden werden. Mit einem Fernglas können die Planeten  Uranus und Neptun fast die ganze Nacht über gefunden werden. Die ISS kann bei abendlichen Überflügen beobachtet werden.

Am Montag, den 9. Oktober, geht die Sonne um 7:39 Uhr auf und um 18:44 Uhr unter, der helle Tag ist jetzt also nur noch knapp 11 Stunden lang. Zwischen 20:23 Uhr und 20:27 Uhr fliegt die ISS von Westen kommend in maximal  48° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg, in südöstlicher Richtung verschwindet sie dann im Erdschatten. Der abnehmende Mond geht um 21:18 Uhr auf, er ist jedoch noch zu 79 Prozent beleuchtet. Er steht im Sternbild Stier nahe bei Aldebaran.

Am Dienstag, den 10. Oktober, geht der Mond um 22:04 Uhr auf, er steht oberhalb des Sternbilds Orion. Die ISS kann zwischen 19:31 Uhr und 19:37 Uhr bei ihrem Überflug beobachtet werden. beim Aufstieg im Westen fliegt sie um 19:32:30 Uhr exakt vor dem hellen Stern Arkturus im Sternbild Bootes (Bärenführer) vorüber. Um 20:27 Uhr kommt es in nördlicher Richtung (Azimut 10° Grad, Höhe 36° Grad) zu einem mit -5mag sehr hellem Iridiumflare.

Am Mittwoch, den 11. Oktober, geht der Mond erst um 23 Uhr auf, heute steht er bereits im Sternbild Zwillinge. Um 6:00 Uhr kommt es in SSW-Richtung (Azimut 196° Grad, Höhe 46° Grad), an der "Schulter" von Orion, zu einem mit -8mag extrem hellen Iridiumflare. Die ISS kann noch einmal zwischen 20:16 Uhr und 20:20 Uhr bei einem Überflug beobachtet werden, sie erreicht jedoch nur noch eine maximale Höhe von 30° Grad über dem Horizont. Um 20:21 Uhr kommt es noch einmal in nördlicher Richtung (Azimut 11° Grad, Höhe 37° Grad) zu einem extrem hellen Iridiumflare von -7mag.

Am Donnerstag, den 12. Oktober, erreicht der Mond exakt um 14:26 Uhr das Letzte Viertel, theoretisch geht er dann gerade unter, wird aber wegen des hellen Tageslichts nicht zu sehen sein. Abends geht er erst um Mitternacht auf. Die ISS fliegt zwischen 19:23 Uhr und 19:30 Uhr noch einmal in maximal 43° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg.

Am Freitag, den 13. Oktober, fliegt die ISS zwischen 20:07 Uhr und 20:12 in nur noch maximal 18° Grad Höhe über unseren Südwest-Horizont hinweg.

Am Samstag, den 14. Oktober, ist die ISS ein letztes Mal am Abendhimmel zwischen 19:15 Uhr und 19:23 Uhr tief über dem Horizont bei ihrem Überflug zu beobachten.

Am Sonntag, den 15. Oktober, geht die weiter abnehmende Mondsichel erst gegen 2:30 Uhr auf. Sie nähert sich Regulus, dem hellsten Stern des Löwen.


Donnerstag, 5. Oktober 2017

5. Oktober: Vollmond

Tagsüber hat es hier kräftig gestürmt,  das Landesgartenschaugelände musste geschlossen werden, weiter nördlich gab es in Deutschland sogar Ausnahmezustand und sogar Tote zu beklagen.

Doch nach dem Sturm kehrte Ruhe ein - und heute Abend ließ sich zeitweise sogar der Mond am Himmel blicken.

Hier zwei Fotos, entstanden kurz nach Mondaufgang, als er noch recht tief im Osten stand.

Vollmond am Donnerstag, den 5. Oktober

Blick Richtung Osten
Wie friedlich kann doch manchmal unsere Welt sein!

Sonntag, 1. Oktober 2017

2. - 8. Oktober 2017: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche haben wir Vollmond. Sein helles Licht überstrahlt viele schwächere Sterne am Nachthimmel. Von den großen Planeten ist die Venus im Osten als Morgenstern gut zu beobachten. Saturn kann am Abend noch bis gegen 21:30 Uhr tief im Westen gefunden werden. Die ISS kann bei abendlichen Überflügen beobachtet werden.

Am Montag, den 2. Oktober, zeigt der veränderliche Stern Algol im Perseus gleich nach Mitternacht um 0:11 Uhr ein Helligkeitsminimum. Die Venus (-4mag) geht nur 4 1/2' Bogenminutensüdlich an chi Leonis (4,7mag) vorüber. Die Sonne geht um 7:27 Uhr auf und um 19:00 Uhr unter, damit ist der helle Tag einmal mehr 27 Minuten kürzer als noch vor einer Woche. der Mond ist heute Abend bereits zu 90 Prozent beleuchtet. Um 19:11 Uhr gibt es im Sternbild "Kleiner Wagen" in der Nähe des Polarsterns einen mit -8mag sehr, sehr hellen Iridiumflare. Die ISS zieht zwischen 20:00 Uhr und 20:06 Uhr in maximal 63° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg.

Am Dienstag, den 3. Oktober, kommt es gegen 2:00 Uhr fast zu einer Sternbedeckung eines 7mag schwach leuchtenden Sternchens durch den Mond. Um 20:44 Uhr steigt die ISS schnell aus westlicher Richtung am Himmel hinauf und fliegt exakt durch den Zenit über unsere Stadt hinweg, um 20:49 Uhr verschwindet sie hoch am Himmel im Erdschatten. Um 21:11 Uhr gibt es genau in nördlicher Richtung in 22° Grad Höhe einen mit -7mag sehr hellen Iridiumflare.

Am Mittwoch, den 4. Oktober, kommt es gegen 0:20 Uhr zu einer Sternbedeckung eines mit 5mag  leuchtenden Sternchens (chi Aquarii) durch den Mond. Außerdem zeigt der Mond maximale Libration in Länge, das Mare Crisium steht nah am Rand. Der veränderliche Stern Algol zeigt heute um 20:11 Uhr erneut ein Helligkeitsminimum. Zwischen 19:52 Uhr und 19:58 Uhr fliegt die ISS sehr hoch(max. 82° Grad)  am Abendhimmel über uns hinweg, unterwegs kommt sie scheinbar den Sternen Wega in der Leier und Deneb im Schwan sehr nahe. Um 21:05 Uhr gibt es erneut genau in nördlicher Richtung in 24° Grad Höhe einen mit -6mag sehr hellen Iridiumflare.

Am Donnerstag, den 5. Oktober, ist exakt um 20:40 Uhr Vollmond. Am frühen Morgen zieht die Venus nur mit 22' Bogenminuten Abstand an Mars (1,8mag) vorbei. In nur etwas größerem Abstand (28' Bogenminuten) von ihr befindet sich sigma Leonis (4,1mag). Zwischen 20:36 Uhr und 20:41 Uhr fliegt die ISS ein weiteres Mal in dieser Woche (fast) genau über unsere Stadt hinweg.

Am Freitag, den 6. Oktober, fliegt die ISS zwischen 19:44 Uhr und 19:49 Uhr ein drittes Mal in dieser Woche exakt über unsere Stadt hinweg. Um 20:46 Uhr gibt es in nördlicher Richtung in 35° Grad Höhe einen mit -7mag sehr hellen Iridiumflare.

Am Samstag, den 7. Oktober, steht Mars im Aphel seiner Bahn um die Sonne, also am weitest entferntesten Punkt. Die ISS fliegt heute in maximal 72° Grad Höhe zwischen 20:28 Uhr und 20:32 Uhr über unseren Abendhimmel hinweg.

Am Sonntag, den 8. Oktober, zeigt der Mond maximale Libration in Breite, so dass wir seinen Nordpol sehen können. Er geht um 20:39 Uhr auf und ist noch zu 88 Prozent beleuchtet.  Der Sternschnuppenschwarm der Draconiden hat heute sein Maximum, wegen des hellen Mondes dürften aber nur wenige Sternschnuppen zu sehen sein. Die ISS fliegt heute zwischen 19:35 Uhr und 19:42 Uhr in maximal 85° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg.

Dienstag, 26. September 2017

26. September: der Mond am Abend

Der Himmel ist mal wieder reichlich bewölkt. Kurz vor Acht Uhr wollte ich gerne den Iridiumflare beim Polarstern beobachten, doch leider machten wir die Wolken einen Strich durch die Rechnung.

Doch vorhin konnte ich immerhin den tief stehenden Mond fotografieren. Eine etwas skurrile Situation, denn gleichzeitig hat es ein wenig geregnet. Vom Zimmerfenster aus hörte ih, wie die Regentropfen in den Garten fielen, doch gleichzeitg herrschte zum Südwesthorizont hin freie Sicht.

Hier mein Foto:

Mond am 26. September 2017

Sonntag, 24. September 2017

25. September - 1. Oktober: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche bestimmt der zunehmende Mond den Abendhimmel. Von den großen Planeten kann Saturn noch am Abendhimmel gefunden werden. Morgens vor Sonnenaufgang leuchtet die Venus hell im Südosten. Uranus und Neptun können beinahe die ganze Nacht über beobachtet werden, sind jedoch für das bloße Auge nicht sichtbar. Die ISS kann in dieser Woche bei Überflügen am Abendhimmel beobachtet werden. Außerdem kommt es in dieser Woche zu einer Serie heller Iridiumflares in der Nähe des Polarsterns.

Am Montag, den 25. September, geht die Sonne um 7:16 Uhr auf und um 19:16 Uhr unter. Die Länge des "Sonnentages" sinkt jetzt unter zwölf Stunden.Ihren höchsten Stand erreicht sie um 13:16 Uhr mit eine Höhe von 37° Grad über dem Südhorizont. Die zu 29 Prozent beleuchtete Mondsichel geht um 22:04 Uhr unter.  Um 19:30 Uhr hält mein Sternfreund Bernd Gährken an der Sternwarte in Schloß Neuhaus einen Vortrag über Polarlichter am Barbardunga.

Am Dienstag, den 26. September, geht der Mond, der in der Nähe von Saturn steht (Abstand weniger als 5° Grad), um 22:39 Uhr unter. Um 19:48 Uhr kommt es direkt beim Polarstern zu einem mit -5mag recht hellem Iridiumflare. Gegen 20:28 Uhr kann die ISS erstmalig ganz tief im Süden in maximal 15° Grad Höhe beim Überflug gesichtet werden.

Am Mittwoch, den 27. September, geht der Mond um 23:21 Uhr unter, er ist zu 47 Prozent beleuchtet. Um 21:12 Uhr kann die ISS kurz im Südwesten, oberhalb des Mondes beobachtet werden.

Am Donnerstag, den 28. September, erreicht der Mond um 4:54 Uhr das Erste Viertel, da steht er bei uns jedoch weit unter dem Horizont. Am Abend ist er bereits zu 57 Prozent beleuchtet und geht kurz nach Mitternacht unter. Zwischen 20:17 Uhr und 20:22 Uhr kann die ISS bei ihrem Überflug beobachtet werden, um 20:20 Uhr fliegt sie dabei ganz knapp über dem Mond hinweg. Bereits um 19:35 Uhr kommt es noch einmal direkt beim Polarstern zu einem mit -5mag recht hellem Iridiumflare.

Am Freitag, den 29. September, steht der zu zwei Drittel beleuchtete Mond zwischen den Sternbildern Schütze und Steinbock. Um 21:27 Uhr kommt es dabei am südlichen Mondrand zu einer Sternbedeckung eines 5,1mag hellen Sternchens. Die ISS steigt um 21:01 Uhr aus dem Westen kommend steil in den Himmel hinauf, um 21:05 Uhr verschwindet sie in 55° Grad Höhe ziemlich genau im Süden oberhalb des Sternbilds Adler im Erdschatten. Der Iridiumflare beim Polarstern tritt heute um 19:29 Uhr auf und ist ca. -3mag hell.

Am Samstag, den 30. September, kann am Abend gegen 19 Uhr der "goldene Henkel" am Mond beobachtet werden. Die ISS fliegt zwischen 20:09 Uhr und 20:15 Uhr über unseren Abendhimmel in maximal 41° Grad Höhe (deutlich oberhalb des Mondes) hinweg. Bereits um 19:23 Uhr gibt es heute erneut einen Iridiumflare in der Nähe des Polarsterns.

Am Sonntag, den 1. Oktober, ist der Mond am Abend bereits zu 83 Prozent beleuchtet. Die ISS steigt zwischen 20:53 Uhr und 20:57 Uhr aus dem Westen kommend bis auf 78° Grad Höhe hinauf, bevor sie im Sternbild Schwan im Erdschatten verschwindet.

Freitag, 22. September 2017

25. September: Vortrag Polarlichter am Barbardunga

Am Montag, den 25. September gibt es an der Sternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus (auf dem Dach des Gymnasium) um 19:30 Uhr wieder einmal einen interessanten Vortrag:

Polarlichter am Barbardunga


lautet der Titel des Vortrag von unserem Sternwarten-Mitglied Bernd Gährken, der inzwischen in Bayern lebt. Mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Astronomie und zahlreichen Engagements z.B. in der Volkssternwarte München, als Autor diverser Artikel und Vortragsredner auf Tagungen ist er in der Szene der Amateurastronomen wahrlich kein Unbekannter. In der Ankündigung der Sternwarte heisst es dazu:

Bernd Gährken berichtet in diesem Vortrag von einer außergewöhnlichen Reise nach Island. Die größte Vulkaninsel der Erde liegt knapp südlich des Polarkreises in einem Bereich, in dem sich die nordamerikanische und die eurasische Platte jährlich etwa zwei Zentimeter voneinander entfernen.

Der aktive Vulkanismus sorgt dabei mit ständigem Nachschub von geschmolzenem Gesteinsmaterial aus dem Erdinneren dafür, dass die Insel nicht auseinanderbricht. Die aktiven Vulkane in Island sind in etwa 30 Vulkansysteme eingeordnet. Anders als etwa auf Hawaii sind sie jedoch nicht permanent aktiv. Am 29. August 2014 brach der Bardarbunga nach 217 Jahren Pause erstmals wieder aus.

Wenige Tage nach Beginn des Schauspiels besuchte der Referent die Region um den Vulkan. Dabei hatte er das Glück, auf der durch den Golfstrom sehr regenreichen Insel klare Nächte zu erleben, in denen auch das Polarlicht sichtbar war. Ausgelöst durch elektrisch geladene Teilchen des Sonnenwinds, die auf den Stickstoff und Sauerstoff der irdischen Atmosphäre treffen, ist dieses Phänomen in hohen geografischen Breiten besonders eindrucksvoll zu sehen, während es in Mitteleuropa nur bei besonders hoher Sonnenaktivität auftritt.


Der Eintritt zu dieser Veranstaltung kommt wie immer der Arbeit der Sternwarte zugute.

Samstag, 16. September 2017

18. - 24. September: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche ist Herbstanfang, jetzt werden die Tage wieder kürzer als die Nächte. Merkur beendet in dieser Woche seine Morgensichtbarkeit. Die Venus strahlt ab etwa 5 Uhr als heller Morgenstern im Südosten. Ab ca. 6 Uhr kann im Südosten auch Mars gefunden werden. Jupiter steht zu dicht neben der Sonne und bleibt praktisch unsichtbar, Saturn geht am Abend bald nach 22 Uhr unter. Uranus und Neptun können mit einem Fernglas oder Fernrohr die ganze Nacht über beobachtet werden. In dieser Woche ist Neumond. Die Nächte eignen sich daher gut zur "deep-sky"-Beobachtung. Die ISS beendet in dieser Woche ihre morgendliche Sichtbarkeitsperiode.

Am Montag, den 18. September, geht die Sonne um 7:04 Uhr auf und um 19:32 Uhr unter. Der helle Tag dauert also nur noch etwas über 12 Stunden. Am Morgenhimmel (gegen 6 Uhr) stehen im Osten die helle Venus, eine nur noch zu 5 Prozent beleuchtete Mondsichel, der hellste Stern des Löwen, Regulus, sowie Mars und Merkur recht dicht beieinander. Der Mond und Regulus haben um 5:30 Uhr nur einen Abstand von 12 Bogenminuten, das ist etwas mehr als ein Drittel Monddurchmesser, von Afrika und Asien aus gesehen kommt es sogar zu einer Bedeckung. Der Abstand von Merkur zur Venus beträgt etwa 12° Grad. Zwischen 5:55 Uhr und 6:01 Uhr zieht auch noch die ISS im Süden kurz über den Himmel, in einer maximalen Höhe von 25° Grad, sie verschwindet jedoch weit entfernt von den Planeten bereits im Südosten unter dem Horizont.

Am Dienstag, den 19. September, ist die Mondsichel am Morgen wohl nicht mehr in der Morgendämmerung zu finden. Er geht ca. 6 Uhr auf, man braucht schon eine wirklich klare Sicht Richtung Südost, die Sichel ist aber nur noch zu 1 Prozent beleuchtet. Die ISS ist gegen 5:07 Uhr kurz im Südosten in der Nähe von Sirius knapp über dem Horizont zu sehen.

Am Mittwoch, den 20. September, ist Neumond, exakt um 7:30 Uhr. Die Venus zieht am Morgen in nur 27' Bogenminuten (ein Monddurchmesser) an Regulus vorüber. Gegen 5:49 Uhr ist die ISS ein letztes Mal tief im Süden zu sehen.

Am Donnerstag, den 21. September, geht die schmale Mondsichel um 20:14 Uhr unter, wahrscheinlich ist sie in der Abenddämmerung noch nicht wirklich zu finden.

Am Freitag, den 22. September, ist exakt um 22:02 Uhr "Herbstanfang", dann tritt die Sonne auf ihrer scheinbaren Bahn wieder über den Himmelsäquator in den Süden, so dass nördlich von uns die Tage wieder kürzer und südlich von uns die helle Zeit länger als bei uns sein wird. Die Mondsichel (zu 7 Prozent beleuchtet) geht um 20:40 Uhr unter, im dunklen Teil sollte das Erdlicht schimmernd zu sehen sein.

Am Samstag, den 23. September, geht der Mond um 21:05 Uhr unter. Vorher gibt es um 20:06 Uhr genau im Norden in 47° Grad Höhe gleich einen doppelten Iridiumflare:  der erste mit der außerordentlichen Helligkeit von -7mag um 20:05 Uhr und 52 Sekunden und von der zweite auch noch mit -5mag um 20:06 Uhr und 20 Sekunden.

Am Sonntag, den 24. September, geht der Mond um 21:33 Uhr unter. Bei Sonnenuntergang hat er nur eine Höhe von ca. 14° Grad im Südwesten. Heute ist übrigens Bundestagswahl. Bitte gehen Sie zur Wahl und unterstützen Sie Parteien, die sich für Wissenschaft und Forschung einsetzen. Eine bessere Zukunft für uns alle erreichen wir nicht durch Hass, Rassismus, Falschmeldungen oder Halbwahrheiten.

Sonntag, 10. September 2017

11. - 17. September: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche zieht sich der Mond vom Abendhimmel zurück. Von den großen Planeten ist Saturn am Abendbis ca. 23 Uhr noch im Südwesten zu finden. Die Venus ist strahlender Morgenstern (Aufgang ca. 4:30 Uhr) und mit etwas Glück und klarer Sicht nach Osten sind kurz vor Sonnenaufgang auch noch Merkur und Mars zu finden (Aufgang ca. 5:30 Uhr).

Am Montag, den 11. September, geht die Sonne um 6:53 Uhr auf und um 19:48 Uhr unter. der helle Tag dauert jetzt keine 13 Stunden mehr, wir nähern uns der nächsten Tag- und Nachtgleiche, dem Herbstanfang. Der Mond im Sternbild Stier geht um 22:39 Uhr auf, er ist noh zu 66 Prozent beleuchtet. Zwischen 5:36 Uhr und 5:42 Uhr fliegt die ISS fast genau über unere Stadt hinweg. Sie steigt im Westen auf, fliegt fast genau durch den Zenit (87° Grad Höhe) und fliegt dann im Osten in Richtung Venus dem Horizont entgegen. Um 22:30 Uhr zeigt der veränderliche Stern Algol wieder ein Helligkeitsminimum. An der Sternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus stellt mein Sternfreund Ferry Dörfel um 19:30 Uhr in der Reihe "Astronomie aktuell" die "Galaxien der lokalen Gruppe" vor.

Am Dienstag, den 12. September, geht der Mond um 23:20 Uhr auf. Die ISS erscheint am Morgen um 4:45 Uhr in ca. 78° Grad Höhe genau im Süden und fliegt dann schnell nach Osten, in die Morgendämerung hinein. Zwischen 6:18 Uhr und 6:25 Uhr kann sie am bereits hellen Morgenhimmel noch einmal beim Überflug in bis zu 82° Grad Höhe gesichtet werden.

Am Mittwoch, den 13. September, erreicht der Mond um 8:25 Uhr exakt das Letzte Viertel. Er steht dann bei uns 53° Grad hoch am Himmel. Am Abend geht er erst nach Mitternacht, also am Donnerstag auf. Die ISS fliegt zwischen 5:28 uhr und 5:34 Uhr noch einmal genau durch den Zenit über unsere Stadt hinweg. Um 21:08 Uhr kommt es genau im Norden in 29° Grad Höhe zu einem -4mag hellen iridiumflare.

Am Donnerstag, den 14. September, fliegt die ISS zwischen 6:11 Uhr und 6:18 Uhr in maximal 62° Grad Höhe (aber unterhalb des Mondes) über unseren Morgenhimmel hinweg. Merkur erreicht heute seinen größten Abstand zur Sonne, in dieser Woche hat er daher die beste Morgensichtbarkeit des Jahres.

Am Freitag, den 15. September, fliegt die ISS zwischen 5:20 Uhr und 5:26 Uhr über unseren Morgenhimmel, wieder kurz unterhalb des Mondes. Beim Mond kann am Morgen auf der dunklen Seite sicherlich auch wieder das "Erdlicht" beobachtet werden.

Am Samstag, den 16. September, fliegt die ISS zwischen 6:03 Uhr und 6:10 Uhr in nur noch maximal 42° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel hinweg.

Am Sonntag, den 17. September, geht die nur noch zu 10° Grad beleuchtete Mondsichel um 3:22 Uhr auf. Der Mond nähert sich jetzt der Venus. Um 5:13 Uhr tritt die ISS in ca. 52° Grad Höhe im Südwesten aus dem Erdschatten heraus und fliegt dann Richtung Osten über den Himmel.

Donnerstag, 7. September 2017

11. September Sternwarte schloß Neuhaus: "Die Galaxien der lokalen Gruppe"

Am 11. September stellt mein Sternfreund Ferry Dörfel an der Sternwarte Schloß Neuhaus in Paderborn um 19:30 Uhr in der Reihe "Astronomie aktuell" nicht nur die Sternbilder des Herbstes vor, sondern insbesondere auch die "Galaxien der lokalen Gruppe". Auf der Webseite der Sternwarte heisst es dazu:

Die hellen Sommertage sind vorbei und die Nächte werden immer länger und dunkler, da die Sonne jetzt tiefer unter den Horizont sinkt. Als interessierter „Sterngucker“ kann man daher wieder häufiger in den gestirnten Himmel schauen.

Die bekannten Herbststernbilder von Kassiopeia über Andromeda und Pegasus bis Walfisch bilden die Andromeda-Gruppe und dominieren den Himmelsanblick. In der Andromeda findet sich ein spindelförmiges Nebelfleckchen. Es ist der Andromeda-Nebel, das entfernteste Objekt im All, das noch mit bloßem Auge sichtbar ist. Dabei handelt es sich um eine ferne Sterneninsel, ähnlich unserer eigenen Milchstraße. Gemeinsam mit einigen anderen Galaxien zählen beide zur „lokalen Gruppe“.

Der Referent nimmt die Zuhörer mit auf eine Reise von Millionen Lichtjahren und stellt die bekannten Mitglieder der lokalen Gruppe vor. Er erläutert, wie Galaxien entstehen und warum sie unterschiedlich groß und auch sehr verschieden im Aussehen sind.


Der Eintritt der Veranstaltung kommt wie immer der Arbeit der Sternwarte zugute. 

Sonntag, 3. September 2017

4. - 10. September 2017: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche bestimmt der Vollmond den nachthimmel, sein helles Strahlen lässt viele schwächere Sterne am Himmel nicht hervortreten. Die Venus ist heller Morgenstern, sie geht gegen 4:00 Uhr im Osten auf . Mars und Merkur können villeicht bei klarer Sicht am Morgen gegen 6 Uhr im Osten gefunden werden, sie stehen dann jedoch nur 3 bis 6 Grad über dem Horizont. Saturn kann am Abend bis gegen 23 Uhr noch im Südwesten gefunden werden. Uranus und Neptun sind für Fernrohrbesitzer praktisch die ganze Nacht über zu beobachten. Die Internationale Raumstation (ISS) kann bei morgendlichen Überflügen gesichtet werden.

Am Montag, den 4. September, geht die Sonne um 6:42 Uhr auf und um 20:04 Uhr unter, der helle Tag ist damit 27 Minuten kürzer als noch vor einer Woche. Der Mond ist bereits fast voll, er ist zu 98 Prozent beleuchtet. Die ISS fliegt zwischen 5:15 Uhr und 5:20 uhr im Südosten tief am Himmel (unterhalb von Orion) vorüber.

Am Dienstag, den 5. September, steht Neptun in Opposition zur Sonne. Der Planet ist nur 7,8mag hell, daher für das bloße Auge nicht sichtbar. Mit einem guten Fernglas oder einer Kamera, die nachts länger belichten kann, ist er jedch im Sternbild Wassermann aufspürbar. Zwischen 5:58 Uhr und 6:06 Uhr fliegt die ISS am südöstlichen Himmel entlang, sie fliegt dabei mitten durch den "Gürtel" des Orions.

Am Mittwoch, den 6. September, ist um 9:03 Uhr Vollmond, dann steht bei uns der Mond jedoch bereits unter dem Horizont. Wir haben dadurch aber praktisch zwei Vollmondnächte. Außerdem zeigt er maximale Libration in Länge, das Mare Crisium ist nah am Rand. Außerdem geht am frühen Morgen Kleinplanet Flora (10,3mag) nur 2' Bogenminuten südlich an SAO 94920 (7,0mag) vorüber, allerdingsd auch nur eine Sache fürs Fernrohr. Die ISS ist zwischen 5:08 Uhr und 5:14 Uhr tief am südöstlichen Himmel in maximal 21° Grad Höhe bei ihrem Überflug zu sehen.

Am Donnerstag, den 7. September, kann man vielleicht schon mal am frühen Morgen nach Merkur Ausschau halten, seine Sichtbarkeit verbessert sich in den kommenden Tagen jedoch noch etwas. Zwischen 5:51 Uhr und 5:58 Uhr fliegt die ISS heute bereits oberhalb von Orion von West nach Ost über unseren Morgenhimmel, knapp unterhalb der Venus fliegt sie dann auch noch an Merkur und Mars vorbei.

Am Freitag, den 8. September, geht gegen 1:30 Uhr Kleinplanet Pallas (8,9mag) nur 10' Bogenminuten östlich an Zeta Eridani(4,9mag) vorüber, und am Abend gegen 21 Uhr geht Kleinplanet Julia (9,0mag) 9' Bogenminuten nördlich an Zeta Pegasi (3,6mag) vorüber. Exakt um 5:00 uhr fliegt die ISS genau im Süden in 30° Grad Höhe aus dem Erdschatten heraus und ist noch weitere 6 Minuten im Südosten bei ihrem Überflug zu sehen.

Am Samstag, den 9. September, erreicht der veränderliche Stern beta Persei (Algol) um 1:41 Uhr ein helligkeitminimum (3,4mag). Kleinplanet Pallas geht heute um 2 Uhr nur 5' Bogenminuten östlich an 14 Eridani (6,2mag) vorüber. Zwischen 5:43 Uhr und 5:48 Uhr fliegt die ISS in maximal 72° Grad Höhe an unserem Südhimmel entlang und verfehlt dabei nur ganz knapp die Venus.

Am Sonntag, den 10. September, zeigt der Mond am Abend maximale Libration in Breite, so dass wir auf seinen Nordpol schauen können. Er geht um 22:05 Uhr auf und ist immer noh zu 71 Prozent beleuchtet. Die ISS tritt um 4:52 Uhr oberhalb des Mond im Süden aus dem Erdschatten heraus und fliegt dann scnell nach Osten, der aufgehenden Sonne entgegen.

3. September: Der Mond am Abend

In der Nacht von Samstag zu Sonntag habe ich einmal wieder unseren Mond fotografiert. Er war zu 88 Prozent beleuchtet, es geht auf den Vollmond zu.

Am linken Rand, am Terminator, sind deutlich Krater und Mare zu erkennen. Auch kann man heute schon sehen, dass das Mare Crisium auf der rechten Seite relativ dicht am Rand steht, wir haben also auch wieder eine starke Libration.

Hier das Bild:

Mond am 2.9.2017 um 22:10 GMT, bzw. 3.9.17 um 0:10 Uhr MESZ

Im unteren bereciht, etwas nach links, fällt Krater Tycho deutlich auf, von ihm ausgehend ziehen sich "Strahlen" in mehrere Richtungen fast über die ganze sichtbare Mondoberfläche zu ziehen. Ein zeichen dafür, dass Tycho ein verhältnismäßig junger Krater auf dem Mond ist.

Von Tycho aus gesehen noch etwas weizter nach links fällt ein Krater auf, der so gar nicht kreisförmig aussieht, der eher lang gezogen, wie ein Schuhabdruck erscheint. Dieser Krater wurde nach dem deutschen Astronomen Julius Schiller benannt.

Sonntag, 27. August 2017

28. August - 3. September 2017: Der Himmel über Bad Lippspringe

Der zunehmende Mond bestimmt in dieser Woche mehr und mehr den Nachthimmel. Von den großen Planeten ist Jupiter nur noch kurz nach Sonnenuntergang im Westen zu sehen, Saturn kann noch bis Mitternacht beobachtet werden. Die Venus geht als Morgenstern kurz vor 4 Uhr im Osten auf. Mit einem kleinen Fernrohr kann man die Planeten Uranus und Neptun praktisch die ganze Nacht über beobachten. Die ISS ist in dieser Woche nicht bei nächtlichen Überflügen zu beobachten

Am Montag, den 28. August, geht die Sonne um 6:31 Uhr auf und um 20:20 Uhr unter. Der helle Tag ist jetzt kürzer als 14 Stunden, wir nähern uns langsam dem Herbstanfang. Der Mond ist am Abend zu sehen, er ist zu 45 Prozent beleuchtet und zeigt maximale Libration in Breite, d.h. wir können auf seinen Südpol schauen. Er geht um 23:33 Uhr unter.

Am Dienstag, den 29. August, erreicht der Mond um 10:13 Uhr das Erste Viertel. Er steht heute im Sternbild Skorpion, also nur wenig über dem Horizont. Er nähert sich dem Planeten Saturn und geht erst nach Mitternacht unter.

Am Mittwoch, den 30. August, steht der Mond bereits 3 1/2 Hrad nordöstlich von Saturn. Er ist bereits zu 64 Prozent beleuchtet und erreicht nur eine maximale Höhe von 18° Grad über dem Horizont.

Am Donnerstag, den 31. August, steht der Mond am Abend im Sternbild Schütze.

Am Freitag, den 1. September, geht Kleinplanet Julia (9,0mag) am frühen Morgen gegen 5 Uhr nur 5' Bogenminuten nördlich am Stern SAO 108204 (6,5mag) vorüber.
 
Am Samstag, den 2. September, kommt es um 22:47 Uhr zur Bedekung eines 7mag schwachen Sternchens durch den Mond. Dieser ist dann bereits zu 88 Prozent beleuchtet, er geht erst am Sonntag, um 3:17 uhr unter.

Am Sonntag, den 3. September, steht die Venus in den frühen Morgenstunden nur eine Vollmondbreite entfernt vom delta Cancri (Krebs). Vielleicht kann heute früh zwischen 6:06 Uhr und 6:11 Uhr ein Überflug der ISS am Südosthimmel in maximal 19° Grad Höhe über dem Horizont beobachtet werden.

Samstag, 26. August 2017

21. August: Totale Sonnenfinsternis in den USA

Sonnenfinsternis am 21. August 2017 in den USA
Vom 20. Juli bis zum 24. August reiste ich knapp fünf Wochen durch den Nordwesten der USA und Kanada. Höhepunkt dieser Urlaubsreise war die Beobachtung der totalen Sonnenfinsternis im Grand Teton Nationalpark am Montag, den 21. August.

Hier ein Auszug aus meinem Reisetagebuch von diesem Tag:

Ja!!!!!! Es hat geklappt, es war überwältigend! Wir haben die Sonnenfinsternis in der wunderschönen Umgebung des Grand Teton Nationalpark in den USA erleben dürfen.

Es war ein tolles Erlebnis!

Die Nacht zuvor haben wir in einer Kabine am Old Faithfull Geysir im Yellowstone Nationalpark verbracht.

Früh aufstehen, um 4 Uhr weckte uns Laura "es sind schon mindestens vier Autos draußen losgefahren" - Und ja, ohne groß Waschen und Frühstück ging es auch für uns los, Richtung Süden.

Die Autoschlange aus dem Yellowstone Nationalpark raus in den Grand Teton hinein wurde immer länger.

Kurz vor 6 Uhr erreichten wir "Colter Bay", dort fanden wir zum Glück noch einen Parkplatz für das Auto. Es war noch frisch am Morgen, doch zum Glück hatte der Store schon auf und wir kauften uns als erstes einen Kaffee.

Dann ging es los, eine geeignete Viewing Area zu finden, doch das war einfach. Am Visitor Center vorbei auf eine Halbinsel in den See hinaus. Rechter Hand im Westen die tollen Berge der "Teton Range", vor uns der See, linker Hand im Osten ein wunderschöner Sonnenaufgang.

Noch waren leichte Wolken am Himmel, doch ich ahnte schon, mit höher steigender Sonne würden die schnell verschwinden.

Viele Leute machten es sich - trotz der Kälte - schon gemütlich. Campingtische und Decken wurden ausgebreitet.

Ich baute mein Spektiv auf, das war der Renner. Viele kleine und große Kinder durften durchschauen. "Wow! Amazing!" so viele verzückte Ausrufe, als die Menschen durch mein Spektiv sogar die vielen Sonnenflecken sehen konnten.

Und immer wieder "thank you for sharing!" So viel Dankbarkeit!

Und um 10:16:57 Uhr Ortszeit begann die großartige Finsternis...

Die Zeit verging wie im Fluge. Eine internationale Gemeinschaft hatte sich hier zusammen gefunden. Amerikaner aus allen möglichen Bundesstaaten, Japaner, Deutsche, Schweizer, Isländer, Franzosen....

Die Sonnensichel wurde immer schmaler, der Mond fraß die Sonne auf.

Dann wurden die Schatten immer schärfer, es wurde spürbar wieder kälter, Dämmerung setzte ein, ein merkwürdiges Zwielicht, wie es nur bei Sonnenfinsternissen kurz vor der Totalität möglich ist. Die Schwalben flogen tief zu ihren Nestern zurück, alles stand auf, und da, da rauschte der Schatten von der Bergseite heran, ein leuchtender Diamant am Himmel, dann die Korona, Sterne tauchen auf, man weiß gar nicht, was man als erstes machen sollte. Fotografieren? Schauen? Schauen!

Oh Augenblick, wie kann ich Dich festhalten?

Nach einer Minute und 47 Sekunden war bei uns die Totalität schon wieder vorbei, Bailey Beans und dann gleich wieder das helle Licht der Sonne.

Wir waren nicht genau auf der Zentrallinie, aber an einem wunderschönen Platz, mit Infrastruktur wie Kaffee und Toiletten, und vor allem mit wundervollen lieben Menschen zusammen.

Nach 1999 in Deutschland und 2001 in Sambia war dies die dritte totale Sonnenfinsternis in meinem Leben. Ich hoffe sehr, das es noch nicht die letzte gewesen sein wird. Am 8. April 2024 gibt es wieder eine in den USA. Und ein Jahr später auch wieder eine in Europa. Wer möchte mitkommen?

Sonntag, 20. August 2017

21. - 27. August: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche ist Neumond, der in den USA sogar eine totale Sonnenfinsternis verursacht. Anschließend kann der zunehmende Mond ab Mitte der Woche gut beobachtet werden. Von den Planeten ist die Venus nachwievor als Morgenstern sichtbar (Aufgang gegen 3:30 Uhr), Saturn kann am Abendhimmel bis gegen Mitternacht gefunden werden. Jupiter ist Freitag noch kurz in der Nähe des Mondes zu sehen.

Am Montag, den 21. August, geht die Sonne in Bad Lippspringe um 6:19 Uhr auf und um 20:35 Uhr unter. Um 20:30 Uhr ist Neumond. In den USA führt dies zu einer spektakulär zu beobachtenden totalen Sonnenfinsternis. In Bad Lippspringe ist davon jedoch nichts zu sehen. Im äußersten Nordwesten Deutschlands kann vielleicht bei Sonnenuntergang gesehen werden, das der Mond die Sonnenscheibe zu einem Prozent verfinstert.

Am Dienstag, den 22. August, steht am Abend bei Saturn der Mond Tethys in östlicher, der Mond Titan in westlicher Elongation.

Am Mittwoch, den 23. August, kann die schmale, nur zu 5 Prozent beleuchtete Mondsichel wohl erstmals nach Neumond wieder gesichtet werden, sie geht um 21:28 Uhr unter.

Am Donnerstag, den 24. August, geht der Mond um 21:52 Uhr unter. In seinem dunklen Teil könnte das Erdlicht zu sehen sein. Auch zeigt er wieder einmal maximale Libration in Länge, das Mare Crisium ist fern vom Mondrand.

Am Freitag, den 25. August, hat der Mond Jupiter überholt (Abstand ca. 3° Grad) und geht um 22:15 Uhr unter, er ist zu 15 Prozent beleuchtet.

Am Samstag, den 26. August, geht der Mond um 22:39 Uhr unter. In der Frühe kann vielleicht ab 5:30 Uhr vor Sonnenaufgang das Zodiakallicht beobachtet werden

Am Sonntag, den 27. August, geht der zu 39 Prozent beleuchtete Mond im Sternbild Waage um 23:05 Uhr unter.




Sonntag, 13. August 2017

14. - 20. August: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche zieht sich der Mond langsam vom Nachthimmel zurück und gibt wieder den Blick auf lichtschwächere Objekte frei. Die Venus als Morgenstern geht nach 3:00 Uhr auf und Saturn vor 1:00 Uhr unter.

Am Montag, den 14. August, geht die Sonne um 6:08 Uhr auf und um 20:50 Uhr unter. Der helle Tag ist also um 24 Minuten kürzer als noch vor einer Woche. Der abnehmende Mond geht erst direkt nach Mitternacht auf.

Am Dienstag, den 15. August, erreicht der Mond um 3:15 Uhr das Letzte Viertel, er steht im Sternbild Stier. Um 4:53 Uhr wird der Stern 5 Tauri (4,3mag) vonn der hellen Seite des Mondes bedeckt.

Am Mittwoch, den 16. August, zieht der Mond in den frühen Stunden des Morgens über die Hyaden hinweg. Bedeckt wird dabei um ca. 4:50 Uhr) auch der Doppelstern Theta tauri (3,6mag), beide Komponenten trete kurz vor 5 Uhr wieder am dunklen Mondrand hervor. Mit dem Feldstecher für Frühaufsteher sicherlich ein spektakuläres Ereignis. Von 8:53 Uhr bis 9:51 Uhr wird sogar der helle Stern Aldebaran bedeckt, am Taghimmel ist dieses Ereignis jedoch nur sehr schwer zu beobachten.

Am Donnerstag, den 17. August, zeigt der veränderliche Stern Algol im Perseus um 3:12 Uhr ein helligkeitsminimum. Kleinplanet Ceres (8,9mag)  geht gegen 5 Uhr nur 5' Bogenminuten nödlich an SAO 79065 (6,9mag) vorüber.

Am Freitag, den 18. August, geht der nur noch zu 17 Prozent beleuchtete Mond um 2:14 Uhr auf.  Am Abend geht Saturnmond Titan südlich am Ringplaneten vorbei.

Am Samstag, den 19. August, geht der Mond um 3:16 Uhr auf, er steht 3° Grad südlich, unterhalb der Venus.

Am Sonntag, den 20. August, geht die schmale nur noch zu 4 Prozent beleuchtete Mondsichel um 4:26 Uhr auf, ca. 39 Stundenvor Neumond. Am Abend steht Saturnmond Tethys wieder einmal in östlicher Elongation.

Sonntag, 6. August 2017

7. - 13. August: Der Sternenhimmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche kommt es gleich zu zwei astronomischen Highlights: eine Mondfinsternis und zum Maximum der Perseiden, den "Tränen des Laurentius". Die Venus leuchtet als Morgenstern (Aufgang nach 3 Uhr), Saturn steht abends im Südwesten, er geht nach 1:00 Uhr unter und mit etwas Glück kann man nach Sonnenuntergang auch noch einen Abschiedsblick auf den bereits tief im Westen stehenden Jupiter werfen.

Am Montag, den 7. August, geht die Sonne um 5:57 Uhr auf und um 21:03 Uhr unter. Im Laufe der Woche verkürzt sich der helle Tag auf unter 16 Stunden.

Am Abend kommt es zu einer partiellen Mondfinsternis, die von uns aus gesehen jedoch ein echtes "Randereignis" ist. Der Mond geht bei uns um 20:53 Uhr auf, da liegt die größte Verfinsterung bereits eine halbe Stunde zurück. Um 21:18 Uhr tritt der Mond aus dem Kernschatten bereits heraus, dann steht er bei uns gerade mal 2,5° Grad über dem Horizont. Eine klare Sicht Richtung Südosten ist also unbedingt erforderlich. Um diese Finsternis ideal zu beobachten, müsste man schon nach Indien reisen.

Am Dienstag, den 8. August, sind am Abend nur die Jupitermonde Io, Ganymede und Callisto rechts, also westlich vom Planeten zu sehen.

Am Mittwoch, den 9. August, kann man noch einmal alle vier Jupitermonde sehen.

Am Donnerstag, den 10. August, geht in der Frühe um 5 Uhr Kleinplanet Ceres (8,9mag) nur 3' Bogenminuten südlich am Stern SAO 78855 (6,8mag) vorüber. Am Abend geht Kleinplanet Iris (9,0mag) 16' Bogenminuten nördlich an gamma Arietis (4,0mag) vorüber.

Am Freitag, den 11. August, zeigt der Mond maximale Libration in Breite, der Krater Grimaldi steht fern ab vom Rand.

Am Samstag, den 12. August, geht Jupiter in 39' Bogenminuten Abstand (etwas mehr als ein Vollmonddurchmesser) an theta Virginia (4,4mag) vorüber. Der abnehmende Mond (immer noch zu 80 Prozent beleuchtet)  geht um kurz nach 23 Uhr auf. Sein helles Licht wird sicherlich viele Persien überstrahlen. Wer dennoch auf "Sternschnuppenjagd" gehen möchte, sollte versuchen, den hellen Mond aus seinem Gesichtsfeld zu verbannen.

 Am Sonntag, den 13. August, erreicht der Sternschnuppenstrom der Perseiden sein Maximum. (gegen 2 Uhr). Am Abend kommt es bald nach Mitternacht zu einer Sternbedeckung durch den Mond.

Sonntag, 30. Juli 2017

31. Juli - 6. August: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche geht es auf den Vollmond zu, der helle Mond überstrahlt leicht die Dunkelheit der Nacht. Von den großen Planeten ist Jupiter nur noch kurz nach Sonnenuntergang, bis ca. 23 Uhr im Westen zu finden. Saturn steht abends schon südwestlich und geht bereits deutlich vor 2 Uhr unter, die Venus als Morgenstern geht etwa ab 3:00 Uhr auf.

Am Montag, den 31. Juli, geht die Sonne um 5:46 Uhr auf und um 21:15 Uhr unter. Der helle Tag ist damit 21 Minuten kürzer als noch vor einer Woche, man merkt jetzt schon, dass die Nächte wieder länger werden. Der Mond zeigt abends maximale Libration in Breite, wir können auf seinen Südpol schauen.

Am Dienstag, den 1. August, ist bis 22:13 Uhr noch der Schatten von Jupitermond Europa auf der Planetenscheibe zu sehen. Der zu knapp 80 Prozent beleuchtete Mond nähert sich Saturn.

Am Mittwoch, den 2. August, zeigt am Abend der Mond den "goldenen Henkel", der im Fernglas gut zu erkennen ist. Um 23:12 Uhr kommt es zu einer Sternbedeckung, 29 Ophiuchi (6,4mag) wird bedeckt.

Am Donnerstag, den 3. August, ist der Mond am Abend bereits an Saturn vorbeigezogen. Bei Jupiter wird ab 21:38 Uhr Mond Ganymed vom Planeten bedeckt.

Am Freitag, den 4. August, stehen am Abend die Saturnmonde Dione und Tethys in westlicher Elongation.

Am Samstag, den 5. August, steht am Abend Saturnmond Tethys in östlicher Elongation.

Am Sonntag, den 6. August, steht am Abend Saturnmond Titan in westlicher Elongation. Jupitermond Io zieht bis 22:26 Uhr vor der Planetenscheibe vorüber.

Sonntag, 23. Juli 2017

24. - 30. Juli: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche nimmt der Mond wieder zu, seine schmale Sichel kann abends dicht über dem Horizont im Westen gefunden werden. Von den großen Planeten leuchtet Jupiter am Abend noch im Südwesten, geht aber schon vor Mitternacht unter. Saturn ist bis ca. 2:30 Uhr zu beobachten, Die Venus als Morgenstern geht um ca. 3 Uhr auf. Mit etwas Glück und klarer Sicht zum Westhorizont kann diese Woche auch Merkur gegen 22 Uhr gefunden werden. Die ISS kann bei vielen Überflügen, zum Teil genau über unserer Stadt hinweg, wieder gut beobachtet werden.

Am Montag, den 24. Juli, geht die Sonne um 5:36 Uhr auf und um 21:26 Uhr unter. Der helle Tag ist jetzt kürzer als 16 Stunden, und nachts wird es endlich auch wieder astronomisch dunkel, da die Sonne mindestens 18° Grad unter den Horizont sinkt. Saturnmond Dione steht in westlicher Elongation. Die ISS ist heute viermal zu beobachten, drei Überflüge finden am frühen Morgen statt, um 1:03 Uhr,  2:39 Uhr und 4:15 Uhr. Ein weiterer Überflug am Abend zwischen 22:31 Uhr und 22:37 Uhr, hier erreicht die ISS im Süden eine Höhe von 25° Grad über dem Horizont.

Am Dienstag, den 25. Juli, kommt es am Abend (21:45 Uhr) zu einer engen Begegnung von Merkur und Regulus, dem hellsten Stern des Löwen. Der Abstand beträgt ca. 2 Vollmonddurchmesser. Wegweiser kann die schmale zu 8 Prozent beleuchtete Mondsichel sein, die nur wenige Grade entfernt östlich von beiden steht. Besser kann man dieses Ereignis im Mittelmeerraum beobachten, dort stehen Merkur und Regulus einige Grade höher über dem Horizont. Auch heute ist die ISS viermal zu sehen. Um 0:10 Uhr in 73°  Grad Höhe, um 1:47 Uhr in 85° Grad Höhe, um 3:23 Uhr und am Abend zwischen 23:15 Uhr und 23:21 Uhr in maximal 56° Grad Höhe.

Am Mittwoch, den 26. Juli, stehen am Abend bei Jupiter zwei Monde links, zwei Monde rechts. Der zunehmende, zu 15 Prozent beleuchtete Mond, geht um 23:02 Uhr unter. Am Morgen kann die ISS heute 0;54 Uhr direkt im Zenit über unserer Stadt beobachtet werden, dann noch einmal um 2:29 Uhr ihr in westlicher Richtung, am Abend dann um 22:26 Uhr in Südsüdost in 41° Grad Höhe und noch einmal bei einem Überflug rund um Mitternacht: um 23:59 Uhr steigt sie im Westen hoch, fliegt um 0:02 Uhr direkt über unserer Stadt (87° Grad Höhe) bis sie um 0:05 Uhr im Osten verschwindet.

Am Donnerstag, den 27. Juli, nähert sich der Mond langsam Jupiter und geht um 23:27 Uhr unter. Der Mond zeigt maximale Libration in Länge, das MareCrisium ist fern vom Rand. Jupitermond Ganymede wird ab 22:38 Uhr durch Jupiters Schatten verfinstert. In der Frühe fliegt die ISS um 1:37 Uhr über unseren Südhimmel hinweg, am Abend um 23:10 Uhr erreicht sie 78° Grad Höhe im Süden.

Am Freitag, den 28. Juli, steht der Mond am Abend etwas nördlich von Jupiter und geht um 23:50 Uhr unter. Alle vier gallischen Jupitermonde stehen auf der linken, östlichen Seite. Um 0:46 Uhr erreicht die ISS im Süden eine Höhe von 81° Grad, am Abend ist dann um 23:54 Uhr ein weiterer Überflug genau über unserer Stadt angesagt.

Am Samstag, den 29. Juli, geht der Mond erst kurz nach Mitternacht unter. Um 22:10 Uhr kommt es am oberen Mondrand zu einer Bedeckung des Sternchens 88 Virginia (6,6mag). Neben einem Überflug um 1:28 Uhr in nur 20° Grad Höhe ist am Abend noch einmal ein Überflug genau über unserer Stadt um 23:01 Uhr angesagt.

Am Sonntag, den 30. Juli, erreicht der Mond exakt um 17:23 Uhr das Erste Viertel. Ab 22:26 Uhr wird Jupitermond Europa durch den Planeten bedeckt. Am Morgen ist die ISS um 0:37 Uhr in maximal 54° Grad Höhe zu sehen, am Abend gibt es einen Überflug um 22:09 Uhr in maximal 82° Grad und einen weiteren um 23:45 Uhr mit maximal 77° Grad Höhe.

Sonntag, 16. Juli 2017

17. -23. Juli: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche haben wir Neumond, die Nächte eignen sich daher gut auch zur Beobachtung lichtschwächerer Objekte, auch wenn es noch gar nicht richtig "astronomisch" dunkel wird, da die Sonne auch in dieser Woche noch keine 18 Grad unter den Horizont sinkt. Am Abend ist Jupiter noch kurz bis Mitternacht im Südwesten zu sehen. Saturn geht gegen 3 Uhr unter, und die Venus ist immer noch Morgenstern (Aufgang ca. 3 Uhr). Mit dem Fernglas kann man auch schon wieder nach Uranus (Aufgang 0:30 Uhr) und Neptun (Aufgang 23:15 Uhr) Ausschau halten, die beide in der zweiten Nachthälfte über dem Horizont stehen. Die ISS ist zunächst bei morgendlichen Überflügen zusehen, zum Wochenende kommen dann auch abendlich Überflüg hinzu.

Am Montag, den 17. Juli, geht die Sonne um 5:26 Uhr auf und um 21:35 Uhr unter. Jetzt ist der helle Tag schon 14 Minuten kürzer als noch vor einer Woche. In der Frühe um 4 Uhr geht Kleinplanet Pallas (9,7mag) nur 3' Bogenminuten nördlich an Stern SAO 110583 (6mag) vorüber. Die ISS kann in den frühen Morgenstunden gegen 2:22 Uhr im Südosten das erste Mal gesehen werden. Bei ihrem Überflug zwischen 3:53 Uhr und 4:00 Uhr fliegt sie aus dem Westen aufsteigend fast genau durch den Zenit (87° Grad Höhe) nach Osten der Sonne entgegen.

Am Dienstag, den 18. Juli, geht am Morgen der Mond um 1:29 Uhr auf. Die ISS fliegt einmal um 3:04 Uhr in 72° Grad Höhe und dann noch einmal um 4:40 Uhr in 82° Grad Höhe hoch über unseren Nacht- bzw. Morgenhimmel hinweg. Am Abend stehen bei Jupiter alle vier Monde auf der gleichen, westlichen (rechten) Seite. Saturnmond Tethys steht abends in westlicher Elongation.

Am Mittwoch, den 19. Juli, zeigt der Mond seinen Nordpol, wir haben wieder einmal maximale Libration in Breite. Er geht um 2:01 Uhr auf, ist nur noch zu 25 Prozent beleuchtet und nähert sich langsam den Hayden im Stier. Die ISS taucht das erste Mal um 2:11 Uhr aus dem Erdschatten in südlicher Richtung und in 50° Grad Höhe uf und fliegt dann schnell Richtung Osten, dem aufgehenden Mond entgegen. Bei einem zweiten Überflug ab 3:44 Uhr fliegt sie praktisch genau über unsere Stadt hinweg durch den Zenit. Heute Abend steht Saturnmond Tethys in östlicher Elongation.

Am Donnerstag, den 20. Juli, ist die ISS das erstemal um ca. 1:21 Uhr in Richtung Ostsüdost zu sehen. Bei einem zweiten Überflug um 2:55 Uhr fliegt sie wie gestern exakt über unsere Stadt hinweg, ein drittes Mal kann sie um 4:32 Uhr in maximal 62° Grad Höhe gesehen werden. Auch am Morgen steht die schmale Mondsichel (Aufgang 2:41 Uhr) in der Frühe zwischen Venus und Aldebaran. Am Abend stehen bei Jupiter zwei Monde rechts, zwei Monde links.

Am Freitag, den 21. Juli, kann die ISS um 0:29 Uhr kurz im Ostsüdosten gesehen werden, um 2:03 Uhr fliegt sie in über 80° Grad Höhe am Himmel entlang, um 3:39 uhr erreicht sie mit 78° Grad fast die gleiche Höhe. Außerdem geht in der Frühe Neptun (7,8mag) nur 12' Bogenminuten südlich an 81 Aquarien (6,4mag) vorüber. Der abnehmende Mond (Aufgang 3:29 Uhr) ist nur noch zu 8Prozent beleuchtet. Am Abend beginnt um 21:52 Uhr Jupitermond Io einen Durchgang vor der Planetenscheibe, ab 23:07 Uhr wandert Ios Schatten über den Planeten. Saturnmond Titan steht in westlicher Elongation.

Am Samstag, den 22. Juli, hat Jupiter abends zunächst nur drei Monde, Io wird bis 22:35 Uhr verfinstert. Die ISS ist am Morgen ab 1:10 Uhr in der Südost-Richtugn gut zu sehen, um 2:47 Uhr fliegt sie einmal mehr (fast, 87° Grad Höhe) durch den Zenit, zwischen 4:21 Uhr und 4:28 Uhr noch einmal in maximal 40° Grad am Morgenhimmel und dann  zwischen 22:40 Uhr und 22:46 Uhr ist sie ein weiteres Mal zu sehen, sie fliegt jedoch nur flach, in maximal 14° Grad Höhe, deutlich unterhalb von Saturn am Abendhimmel entlang.

Am Sonntag, den 23. Juli, ist (exakt um 11:46 Uhr) Neumond. Die ISS fliegt am Morgen zwischen 0:13 Uhr und 0:23 Uhr in maximal 50° Grad Höhe über den Himmel, zwischen 1:51 Uhr und 1:58 Uhr fliegt sie exakt über Bad Lippspringe hinweg, zwischen 3:28 Uhr und 3:36 Uhr erreicht sie noch eine Höhe von 57° Grad. Auch heute Abend zeigt Jupiter nur drei Monde, Europa wird verfinstert. Am Abend ist die ISS heute zwischen 23:23 Uhr und 23:31 Uhr in maximal 36° Grad Höhe zu sehen.

Samstag, 15. Juli 2017

14. Juli 2017: Ein Bild der Sonne

Gestern, am Freitag, den 14. Juli, habe ich von meinem Garten aus nach langer Zeit mal wieder ein Foto der Sonne gemacht.  Ein großer Fleck war seit ein paar Tagen auffällig zu sehen.

Hier mein Bild:

Sonne am 14. Juli 2017
Die leichte "Abdunkelung" im unteren, linken Teil des Bildes ist durch Wolken verursacht, die leider immer wieder über den Himmel zogen. Beim großen Fleck kann man deutlich zwischen dem dunklen Kerngebiet des Flecks und einer umgebenden etwas helleren Zone unterscheiden.

Das Gebiet um diesen Fleck hat die Nummerierung 2665 bekommen. Am Morgen des 14. Juli hat es aus diesem Gebiet einen langanhaltenden M2-Flare gegeben. Dieser Flare führte zu einer starken Abstrahlung von Sonnenmaterie ("cornal mass ejection", CME). Das könnte dazu führen, dass es in der Nacht vom 16. zum 17. Juli über Deutschland Polarlichter geben könnte. Aktuelle Informationen dazu gibt es im Polarlichtforum des AKM und auf der Webseite zur Polarlicht-Vorhersage.

Wenn man sich das Bild etwas genauer anschaut, kann man in der größeren Darstellung (mal auf das Bild klicken) etwas oberhalb des großen Flecks mit seiner Gruppe etwas nach links zur Mitte hin noch mehrere klitzekleine dunklere Punkte erkennen. Diese Region hat die Nummer 2666 bekommen, ob sich daraus noch richtige Flecken entwickeln bleibt jedoch abzuwarten.

Das Bild entstand übrigens mit einer Nikon P900 Kamera und selbst gebasteltem Objektiv-Sonnenfilter aus Baader-Sonnenfilterfolie der Stärke ND 5.0.

Sonntag, 9. Juli 2017

10. - 16. Juli: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche zieht sich der Mond wieder vom Abendhimmel zurück. Die Venus leuchtet ab ca. 3:00 Uhr als Morgenstern, Jupiter steht abends im Südwesten und ist bis kurz nach Mitternacht zu sehen, Saturn geht nach 3 Uhr unter. Die ISS ist wieder bei morgendlichen Überflügen zu beobachten.

Am Montag, den 10. Juli, geht die Sonne um 5:18 Uhr auf und um 21:41 Uhr unter. Der helle Tag ist jetzt also 11 Minuten kürzer als noch vor einer Woche. Heute steht Zwergplanet Pluto in Opposition zur Sonne. Er ist jedoch nur für größere Fernrohre suchtbar. Selbst mit dem größten Gerät der Sternwarte Paderborn ist er mit bloßem Auge nicht sichtbar, dafür wird es am Paderborner Himmel leider nicht mehr dunkel genug. Und relativ nah am noch fast vollen Mond hat man noch weniger Chancen.

Am Dienstag, den 11. Juli, fliegt die ISS von 4:18 Uhr bis 4:25 Uhr über unseren Morgenhimmel hinweg. Um 4:18 Uhr und 40 Sekunden fliegt sie ganz knapp oberhalb des Mondes entlang! Am Abend sollte man mal nach Saturns Monden Ausschau halten.Titan ist schon in kleineren Teleskopen sichtbar, Mond Rhea ist heute in westlicher Elongation. Der noch zu 93 Prozent beleuchtete Mond geht um 22:51 Uhr auf.

Am Mittwoch, den 12. Juli, taucht die ISS um 3:27 Uhr unterhalb des Mondes aus dem Erdschatten auf und fliegt dann schnell Richtung Osten der Sonne entgegen. Am Abend steht Rhea heute bereits im Norden von Saturn und wechselt dann die Seite. Der Mond geht um 23:20 Uhr auf.

Am Donnerstag, den 13. Juli, geht in den frühen Morgenstunden die Venus (-4,1mag) nur 15' Bogenminuten nördlich an epsilon Tauri (3,6mag) vorüber. Die ISS fliegt zwischen 4:10 Uhr und 4:17 Uhr am Morgenhimmel entlang. Mondaufgang ist um 23:46 Uhr.

Am Freitag, den 14. Juli, endet um 2:57 Uhr die Bedeckung des Stern chi Aqr (4,9mag) durch den Mond. Mit einem schnellen Aufzeichnungssystem kann man aus der Lichtkurve des Austritts am Mondrand den Durchmesser dieses "Roten Riesen" bestimmen, der Durchmesser des Sterns beträgt ungefähr das 140fache unserer Sonne! Die ISS taucht um 3:19 Uhr westlich  des Mondes aus dem Erdschatten auf und fliegt bis 3:25 Uhr über unseren Himmel hinweg. Am Abend endet um 22:08 ein Durchgang von Io vor der Jupiterscheibe, um 22:40 Uhr beginnt ein Durchgang von Mond Europa. Unser Mond geht erst nach Mitternacht um 0:11 Uhr auf.

Am Samstag, den 15. Juli, erreicht die ISS bei ihrem morgendlichen Überflug zwischen 4:01 Uhr und 4:09 Uhr schon eine beachtliche Höhe von 72° Grad über dem Horizont im Süden. In der Nacht zeigt der Mond maximale Libration in Länge, der Krater Grimaldi steht weit ab vom Rand. Der abnehmende Mond geht erst deutlich nach Mitternacht, um 0:35 Uhr am Sonntag, auf.

Am Sonntag, den 16. Juli, erreicht der Mond exakt um 21:26 Uhr das Letzte Viertel, dann steht er bei uns jedoch noch deutlich unter dem Horizont. Um 23:04 Uhr beginnt ein Durchgang von Ganymed vor der Jupiterscheibe. Die ISS fliegt am Morgen bereits zwischen 3:10 Uhr und 3:19 Uhr in maximal 56° Grad Höhe über unseren Nachthimmel hinweg.

Sonntag, 2. Juli 2017

3. - 9. Juli: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche haben wir Vollmond. Von den großen Planeten ist Jupiter abends noch im Südwesten zu sehen, geht jedoch schon gegen 1 Uhr unter, Saturn ist noch fast die ganze Nacht über zu sehen und Venus steigt bald nach 3 Uhr über die Egge als strahlender Morgenstern. Die ISS ist in dieser Woche bei nächtlichen Überflügen nicht zu beobachten. Noch sind die Nächte kurz, da fällt die Vorschau knapp aus.

Am Montag, den 3. Juli, geht die Sonne um 5:12 Uhr auf und um 21:46 Uhr unter. Der helle Tag wird also nur ganz langsam (9 Minuten im Vergleich zum letzten Montag) kürzer. Heute ist die Erde auf ihrer elliptischen Umlaufbahn um die Sonne übrigens am weitesten von ihr entfernt. Um 22:21 Uhr kommt es zu einer Sternbedeckung durch den Mond, das Sternchen ist mit 7,1mag jedoch recht lichtschwach, ohne guten Feldstecher geht da wohl gar nichts. An der Sternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus halte ich heute um 19:30 Uhr einen Vortrag zum Thema "Astronomie aktuell: Finsternisse am Rand".

Am Dienstag, den 4. Juli, zeigt der Mond maximale Libration in Breite, so dass wir diesmal seinen Südpol sehen können. Bei Jupiter stehen alle vier Monde auf der westlichen, rechten Seite.

Am Mittwoch, den 5. Juli, steht der Mond am Abend ca. 9° Grad nördlich von Antares, dem hellsten Stern im Skorpion. Bei Jupiter beginnt um 23:32 Uhr ein Durchgang von Mond Io vor der Planetenscheibe. Kleinplanet Hebe (9,3mag) geht nur 7' Bogenminuten südlich an Stern SAO 141665 (4,6mag) vorüber.

Am Donnerstag, den 6. Juli, steht der bereits zu 95 Prozent beleuchtete Mond in der Nähe von Saturn.

Am Freitag, den 7. Juli, endet ein Durchgang von Europa vor der Jupiterscheibe um 22:32 Uhr, ab 22:41 Uhr wandert dann der Schatten von Europa über die Planetenscheibe.

Am Samstag, den 8. Juli, erreicht der volle Sommermond nur eine maximale Höhe von 18° Grad über dem Horizont. Ist ja auch logisch: Der Vollmond steht der Sonne immer genau gegenüber. Steht die Sonne im Sommer hoch, muss der Vollmond niedrig ausfallen. Im Winter ist es umgekehrt.

Am Sonntag, den 9. Juli, erreicht der Mond um 6:07 Uhr seine exakte Vollmondposition.

Montag, 26. Juni 2017

3. Juli: Vortrag Astronomie aktuell: Finsternisse am Rand

Am Montag, den 3. Juli, darf ich wieder an der Sternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus einen Vortrag halten. In der Reihe "Astronomie aktuell" geht es um die astronomischen Ereignisse im Sommer. Auf der Webseite der Sternwarte heisst es dazu:

Im August 2017 kommt es zu jeweils einer Mond- und Sonnenfinsternis. Während die partielle Mondfinsternis vom 7. August zumindest teilweise von Deutschland aus sichtbar ist, bleibt die totale Sonnenfinsternis vom 21. August für uns unsichtbar. Die Totalitätszone zieht sich jedoch quer über die USA und lädt zu einer Reise in das „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ ein.

Wolfgang Dzieran zeigt in seinem Vortrag auf, von welchen Urlaubsorten aus man wahrscheinlich die beste Sicht auf beide Finsternisse haben wird. Dabei erklärt er anschaulich, wie sich der Sternenhimmel mal mehr, mal weniger verändert, wenn man an unterschiedlichen Orten auf unserem Globus Urlaub macht.

Trotz kurzer Nächte lohnt es sich übrigens durchaus, in einer lauen Sommernacht einen Blick zum gestirnten Himmel zu werfen. Das auffällige Sommerdreieck, gebildet von den Hauptsternen der Sternbilder Schwan, Leier und Adler, dominiert die Szenerie. Nahe des Südhorizonts befindet sich im Schützen das Zentrum unserer Milchstraße. Verschiedene Gasnebel, Sternhaufen und interessante Doppelsterne bieten sich zur Beobachtung im Feldstecher oder Fernrohr an.


Der Eintritt von 4 Euro (ermäßigt 3 Euro) kommt wie immer der Arbeit der Sternwarte zugute. Ich freue mich schon auf Sie!

Sonntag, 25. Juni 2017

26. Juni - 2. Juli 2017: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche bestimmt der zunehmende Mond den Abendhimmel in den nachwievor sehr kurzen Nächten. Von den großen Planeten ist nach Sonnenuntergang Jupiter im Südwesten zu sehen, er geht bald nach 1:00 Uhr unter. Saturn ist praktisch die ganze Nacht über zu sehen und die Venus leuchtet als Morgenstern ab ca. 3:30 Uhr im Osten. Jetzt bginnt wieder die Zeit der "Leuchtenden Nachtwolken". Achten Sie mal darauf, ob sie nach Mitternacht in Richtung Norden helle, weiße Wolken am Himmel sehen. Das sind dann keine Cirren, die würden von der Sonne nicht mehr beleuchtet werden können, sondern ca. 90 km hoch in der Atmosphäre schwebende NLCs. Die ISS ist in dieser Woche bei nächtlichen Überflügen nicht zu sehen.

Am Montag, den 26. Juni, geht die Sonne um 5:07 Uhr auf und um 21:48 Uhr unter. Gegenüber Sommeranfang sind die hellen Tage bislang nur eine Minute kürzer geworden. Die zu 11 Prozent beleuchtete Mondsichel, in deren "dunklem" Teil das Erdlicht schimmert, geht um 23:31 Uhr unter. Kurz zuvor gibt es um 23:12 Uhr ziemlich genau im Westen (Azimut 279° Grad) in 26° Grad Höhe einen sehr hellen Iridiumflare von -7mag.

Am Dienstag, den 27. Juni, steht der Mond dicht bei Regulus, dem hellsten Stern des Löwen, der Abstand beträgt nur ca. 3° Grad, sechs Vollmonddurchmesser. Beide gehen gegen Mitternacht unter.

Am Mittwoch, den 28. Juni, geht der Mond erst nach Mitternacht unter. Er ist heute Abend zu ca. 39 Prozent beleuchtet. Bei Jupiter wandert Io am Abend vor der Planetenscheibe entlang, sein Schatten fällt ab 22:54 Uhr auf den Planeten. Da auch Europa ab 22:42 Uhr von Jupiter bedeckt wird, sind dann bis kurz vor Mitternacht nur die Monde Ganymed und Kallisto zu sehen. Um 23:09 Uhr gibt es noch einmal im Westen, an ähnlicher Stelle wie Montag), diesmal bei Az. 284° Grad, Höhe 23° Grad) erneut einen sehr hellen Iridiumflare von -6mag.

Am Donnerstag, den 29. Juni, zeigt der Mond maximale Libration in Länge, das Mare Crisium steht weit ab vom Mondrand.Um 22:21 Uhr endet eine Verfinsterung von Jupitermond Io.

Am Freitag, den 30. Juni, geht Kleinplanet Hygiea (9,2mag) nur 18' Bogenminuten nördlich an 24 sagittarii (5,7mag) vorüber. Der Mond nähert sich langsam Jupiter. Und auch heute Abend gibt es, exakt um 23:06 Uhr, wieder in westnordwestlicher Richtung (Az. 288° Grad, Höhe 20° Grad) einen mit -6mag sehr hellen Iridiumflare.

Am Samstag, den 1. Juli, erreicht der Mond um 2:51 Uhr das Erste Viertel, er ist jedoch schon eine gute Stunde vorher untergegangen.

Am Sonntag, den 2. Juli, erreicht Kleinplanet Juno (9,8mag) seine Oppositionsstellung zur Sonne und ist die ganze Nacht über im Sternbild Scutum (Schild), am "Schwanzende" des Adlers, zu sehen.

Sonntag, 18. Juni 2017

19. - 25. Juni: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche ist Sommeranfang, der längste Tag / die kürzeste Nacht des Jahres. Der Mond nimmt weiter ab, am Samstag ist Neumond, die Nächte eignen sich gut zur Beobachtung lichtschwächerer Objekte, wie z.B. die Milchstrasse, am Nachthimmel. Von den großen Planeten steht am Abend nach Sonnenuntergang Jupiter hoch im Süden, Saturn kann die ganze Nacht über beobachtet werden und die Venus als Morgenstern geht gegen 3:30 Uhr auf. Die ISS ist bei nächtlichen Überflügen nicht zu beobachten.

Am Montag, den 19. Juni, geht der abnehmende Mond um 2:30 Uhr auf, er ist nur noch zu 33 Prozent beleuchtet. Kleinplanet Harmonia (9,5mag) geht nur 12 ' Bogenminuten nördlich an Stern 12 Sagitarii (7,1mag) vorüber. Am Abend stehen bei Jupiter zwei Monde links, zwei Monde rechts.

Am Dienstag, den 20. Juni, beginnt um 22:31 Uhr eine Bedeckung des Jupitermonds Io, dann sind neben dem Planeten nur drei galileische Monde zu sehen. Am frühen Morgen kommt es um 4:15 Uhr zu einem spektakulären Iridium-Doppelflare. Die Satelliten Iridium 6 und Iridium 51 strahlen im Abstand von nur zehn Sekunden in 39° Grad Höhe bei 103° Grad Azimut (OSO), unterhalb des Sternbilds Andromeda, beide mit -7mag sehr hell auf.

Am Sommeranfang, Mittwoch, den 21. Juni, geht die Sonne um 5:06 Uhr auf und um 21:47 Uhr unter. Der längste Tag dauert bei uns als 16 Stunden und 41 Minuten. In meiner alten Heimatstadt Kiel geht die Sonne bereits um 4:45 Uhr auf und um 21:57 Uhr unter, dort dauert der längste Tag also eine gute halbe Stunde länger als bei uns. Der Sommer beginnt übrigens, wenn die Sonne auf ihrer Bahn ihre nördlichste Stellung erreicht, das ist in diesem Jahr um 6:24 Uhr der Fall. Ab heute Abend werden die Nächte jetzt wieder (zunächst nur langsam) von Tag zu Tag etwas länger. Am Abend sind bei Jupiter zunächst nur die Monde Io und Kallisto zu sehen, Ganymed wird bis 23:56 Uhr bedeckt, Europa zuerst bedeckt und dann verfinstert (bis 1:01 Uhr).

Am Donnerstag, den 22. Juni, stehen alle vier Jupitermonde am Abend auf der gleichen (linken), östlichen Seite des Planeten.

Am Freitag, den 23. Juni, stehen bei Jupiter wieder zwei Monde rechts, zwei Monde links.

Am Samstag, den 24. Juni, ist exakt um 4:31 Uhr Neumond. Bereits um ca. 3 Uhr geht Kleinplanet Juno (9,8mag) nur 7' Bogenminuten südlich an beta Scuti (4,5mag) vorbei.

Am Sonntag, den 25. Juni, begegnen sich auf der westlichen Jupiterseite die Monde Io und Ganymed recht eng. Die Sternwarte Paderborn Schloß Neuhaus ist heute von 14 bis 18 Uhr für den "Astrosommer", zur ungefährlichen beobachtung der Sonne und zur Besichtigung geöffnet.

Samstag, 17. Juni 2017

25. Juni: Astrosommer

Unter dem Titel „Astro-Sommer“ öffnet die Sternwarte an diesem Tag von 14 bis 18 Uhr ihre Pforten. Parallel zum „15. Tag des Paderborner Sports“ im Schloßpark Schloß Neuhaus besteht dann die Möglichkeit, einen Blick in die Welt der Astronomie zu werfen und bei gutem Wetter mit den großen computergesteuerten Teleskopen der Sternwarte zu beobachten. Im Fokus steht dabei unser Zentralgestirn, die Sonne. Geschützt vor dem gleißend hellen Licht des uns nächsten Sterns, können beispielsweise mit einem Spezialinstrument gewaltige solare Gasausbrüche verfolgt werden. Auch Sonnenflecken sind je nach Sonnenaktivität zu sehen.

Neben einem Besuch des Observatoriums besteht an diesem Tag auch die Möglichkeit, auf Informationsbildschirmen aktuelle Aufnahmen des Wettersatelliten MeteoSat zu sehen oder die Internationale Raumstation ISS auf ihrer Bahn um die Erde zu verfolgen. Eine Foto- und Teleskop-Ausstellung rundet das Angebot ab. Kompetente Mitarbeiter der Sternwarte beantworten gerne Fragen und vermitteln auf leicht verständliche Weise astronomische Informationen.


Der Eintritt kostet 2,50 Euro und kommt der Arbeit der Sternwarte zugute.

Sonntag, 11. Juni 2017

12. - 18. Juni: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche sind die Nächte kurz, die Sonne sinkt keine 15° Grad mehr unter den Horizont, Richtung Norden hin wird es gar nicht mehr richtig dunkel. Von den großen Planeten kann die Venus als Morgenstern beobachtet werden, sie geht ca. 3:30 Uhr auf. Saturn ist praktisch die ganze Nacht über zu sehen und Jupiter abends im Südwesten bis ca. 2 Uhr in der Frühe. Die ISS ist in dieser Woche an unserem Nachthimmel nicht zu beobachten.

Am Montag, den 12. Juni, geht die Sonne um 5:06 Uhr auf und um 21:44 Uhr unter, der helle Tag ist bei uns also länger als 16 1/2 Stunden. Am Abend kommt es ab 23:02 Uhr zu einem Durchgang von Europa vor der Jupiterscheibe, ab 23:25 Uhr dann auch von Io, so sind dann nur noch zwei Jupitermonde neben dem Planeten zu sehen. Nach Mitternacht wandern dann auch die Schatten der beiden Monde über den Planeten. An der Sternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus gibt es heute um 19:30 Uhr einen Vortrag "Einführung in die moderne Himmelskunde".

Am Dienstag, den 13. Juni, kommt es morgens um 3:10 Uhr  im Südosten (Azimut 135° Grad) in 52° Grad Höhe zu einem extrem hellen Iridiumflare von -8mag. Am Abend kann man bis Mitternacht "mondfrei" den Himmel beobachten. Um 23:53 Uhr kommt es im Sternbild "Haar der Berenike" im Westen (Azimut 253° Grad) in 40° Grad Höhe zu einem Iridiumflare von -3,4mag.

Am Mittwoch, den 14. Juni, endet um 22:27 Uhr eine Verfinsterung von Mond Europa durch den Jupiter, ab 22:40 Uhr wird dann Mond Ganymed verfinstert, die meiste Zeit können wir daher heute Abend nur drei Jupitermonde sehen.

Am Donnerstag, den 15. Juni, erreicht Saturn (exakt um 12:18 Uhr) seine Oppositionsstellung zur Sonne. Da er ihr danngenau gegenüber steht, ist der Ringplanet praktisch die ganze Nacht über zu sehen, bei Sonnenuntergang geht er im Osten auf und bei Sonnenaufgang im Westen unter.

Am Freitag, den 16. Juni,  kommt es um 1:17 Uhr am rechten (westlichen) Fuß des Sternbilds Herkules (Azimut 205° / Höhe 56° Grad) zu einem sehr hellen Iridiumflare von -6mag. In der Nacht zum Samstag erreicht Kleinplanet Hebe (9,2mag) seine Oppositionsstellung, dieser Kleinplanet steht deutlich höher als Saturn im Sternbild Schlangenträger.

Am Samstag, den 17. Juni, geht in den frühen Morgenstunden die Venus (-4,2mag) nur 4' Bogenminuten entfernt an 31 Arietis (5,7mag) vorüber. Wird sie diesen Sern durch ihre enorme Helligkeit überstrahlen oder lassen sich Planet und Stern im Fernglas gut nebeneinander beobachten? erreicht der Mond (exakt um 13:33 Uhr) das Letzte Viertel. Außerdem zeigt er heute maximale Libration in Länge, der Krater Grimaldi steht randfern. Um 23:38 Uhr kommt es noch einmal im Sternbild "Haar der Berenike" im Westen (Azimut 261° Grad) in 36° Grad Höhe zu einem Iridiumflare von -3,4 mag.

Am Sonntag, den 18. Juni, geht der nur noch zu 44 Prozent beleuchtete Mond um 2:05 Uhr im Osten auf, langsam nähert er sich der Venus. Ihr Aufgang findet heute jedoch erst eine gute Stunde später, um 3:12 Uhr statt.

Dienstag, 6. Juni 2017

12. Juni: Einführung in die moderne Himmelskunde

Am Montag, den 12. Juni, gibt es an der Sternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus einen weiteren interessanten Vortrag zu hören:

Einführung in die moderne Himmelskunde

 Seit Jahrtausenden ist das menschliche Bild vom Universum steten Veränderungen unterworfen. Galt zunächst unsere Erde als Zentrum des Alls, so setzten Kopernikus und Kepler im 16. bzw. 17. Jahrhundert das heliozentrische Weltbild mit unserer Sonne als Mittelpunkt durch.

Durch die Himmelserforschung mit Großteleskopen und Raumsonden hat sich jedoch vor allem seit Anfang des 20. Jahrhunderts ein neues Bild von der Astronomie ergeben. Die unvorstellbaren Ausmaße des Universums und die Winzigkeit unseres eigenen Sonnensystems im Vergleich hierzu wurden etwa erst offenbar, als es mit den ersten Großfernrohren gelang, den berühmten Andromedanebel in einzelne Sterne aufzulösen. Damit bewiesen die Astronomen, dass es sich bei dem seit dem Altertum bekannten Objekt um ein gewaltiges Sternensystem ähnlich unserer eigenen Milchstraße handelt.

Der Referent, Dr. Peter Stöver, beschreibt in seinem Vortrag mittels faszinierender Fotoaufnahmen das neue Bild von Universum. Er zeigt zudem auf, wie unser tieferes Verständnis des Alls durch moderne Großobservatorien und die wissenschaftliche Raumfahrt ermöglicht wurde.

So lautet der Ankündigungstext auf der Seite unserer Sternwarte. Der Eintritt von 4 Euro (mit Ermäßigung 3 Euro) kommt wie immer der Arbeit der Sternwarte zu Gute.

Sonntag, 4. Juni 2017

5. - 11. Juni: Der Himmel über Bad Lippspringe

Wir nähern uns dem astronomischen Sommeranfang, die Nächte werden immer kürzer. So ganz richtig "astronomisch" dunkel wird es bei uns nicht mehr, sinkt die Sonne doch nur noch 15° Grad unter den Horizont. Im nördlichen Norwegen, zum Beispiel in Tromsö, geht sie schon gar nicht mehr unter und scheint selbst zur Mitternacht. Bei uns ist zusätzlich in dieser Woche Vollmond, die eh schon hellen Nächten werde durch den Mond weiter aufgehellt. Von den hellen Planeten ist Jupiter quasi "Abendstern", er leuchtet hell im Süden und geht gegen 2:30 Uhr im Südwesten unter. Saturn ist bald die ganze Nacht über sehen, er geht bald nach 22 Uhr über der Egge im Südosten auf. Venus ist ab etwa 4 Uhr strahlender Morgenstern, ebenfalls im Osten. Die ISS ist nur noch bei wenigen abendlichen Überflügen zu sehen.

Am Montag, den 5. Juni, geht die Sonne um 5:09 Uhr auf und um 21:38 Uhr unter, der helle Tag dauert noch einmal rund 15 Minuten länger als noch vor einer Woche. Zwischen 22:43 Uhr und 22:49 Uhr fliegt die ISS in maximal 42° Grad Höhe oberhalb von Jupiter, Mond und Saturn über unseren Abendhimmel hinweg. Die Sternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus ist ab 19 Uhr zur Sonnenbeobachtung geöffnet. Später am Abend, ab ca. 22:52 Uhr kann man mit einem Fernrohr (ab ca. 10 cm Objektivdurchmesser und 200x Vergrößerung) auf Jupiter beobachten, wie die Schatten der Monde Io und Europa zeitgleich (bis etwa 0:50 Uhr Dienstag) über der Planetenscheibe entlang ziehen.

Am Dienstag, den 6. Juni, ist die ISS zwischen 23:28 Uhr und 23:30 Uhr kurz im Südwesten zu sehen, sie erreicht jedoch nur noch eine Höhe von 17° Grad über dem Horizont, bevor sie im Süden im Erdschatten verschwindet.

Am Mittwoch, den 7. Juni, ist die ISS zwischen 22:36 Uhr und 22:43 Uhr noch einmal tief am Abendhimmel zu sehen, sie fliegt unterhalb von Jupiter und Mond am Himmel entlang, bevor sie im gerade aufgehenden Sternbild Skorpion im Südosten im Erdschatten unsichtbar wird. Der Mond zeigt heute maximale Libration in Breite, so dass wir auch seinen Südpol sehen können.

Am Donnerstag, den 8. Juni, stehen am Abend alle vier Jupitermonde auf der östlichen Seite des Planeten.

Am Freitag, den 9. Juni, ist exakt um 15:10 Uhr Vollmond. Bei uns geht er jedoch erst um 21:19 Uhr auf. Dies ist die kürzeste Vollmondnacht des Jahres. Er nähert sich dann schon dem Saturn. Mit nur 20° Grad Höhe steht der volle Mond im Sommer jedoch nur wenigüber dem Horizont. Zwischen 22:28 Uhr und 22:32 Uhr kann die ISS vielleicht noch ein  letztes Mal bei ihrem Überflug tief über dem Horizont (maximale Höhe 15° Grad) gesehen werden.

Am Samstag, den 10. Juni, geht der Mond um 22:26 Uhr auf, er ist schon knapp an Saturn vorbeigezogen, der bereits eine gute halbe Stunde früher im Osten aufgeht.

Am Sonntag, den 11. Juni, stehen bei Jupiter heute Abend zwei Monde rechts, zwei Monde links.





Samstag, 27. Mai 2017

29. Mai - 4. Juni: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche nimmt der Mond zu, auch wenn er nicht sehr hoch über dem Horizont steht, bestimmt er doch mehr und mehr den Abendhimmel. Von den großen Planeten ist am Abend Jupiter unübersehbar hellster "Stern" am Himmel. Mars ist nur noch für Experten kurz nach Sonnenuntergang im Westen zu finden. Saturn geht bereits deutlich vor 23:00 Uhr im Südosten auf, die Venus als heller Morgenstern strahlt ab etwa 4:00 Uhr. Die ISS ist bei mehrmals in der Nacht bei ihren Überflügen zu beobachten. Da die hellen Iridiumflares in dieser Woche in den kurzen Nächten alle erst deutlich nach Mitternacht auftreten, verzichte ich diese Woche auf deren Erwähnung.

Am Montag, 29. Mai, geht die Sonne um 5:14 Uhr auf und um 21:31 Uhr unter, der helle Tag dauert noch einmal 17 Minuten länger als noch vor einer Woche. Der zunehmende Mond geht erst deutlich nach Mitternacht unter. Die ISS ist am Abend gleich zweimal gut zu beobachten: zwischen 22:21 Uhr und 22:28 Uhr erreicht sie eine Höhe von 71° Grad über dem Horizont und bei einem weiteren Überflug erreicht sie um Mitternacht mit 86° Grad Höhe fast den Zenit direkt über unseren Köpfen. Bei Jupiter stehen am Abend alle vier Monde auf der gleichen Seite. An der Sternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus gibt es heute Abend um 19:30 Uhr einen Vortrag über die "Externsteine als astronomisches Monument".

Am Dienstag, 30. Mai, geht Kleinplanet Hebe (9,4mag) in den Morgenstunden nur 5' Bogenminuten nördlich an Zeta Serpentis (4,6mag) vorüber. Die ISS fliegt zwischen 23:06 Uhr und 23:12 Uhr aus dem Westen kommend direkt über unsere Köpfe und unsere Stadt hinweg.

Am Mittwoch, 31. Mai, fliegt die ISS zwischen 22:14 Uhr und 22:21 Uhr ein weiteres Mal fast genau (87° Grad Höhe) über unsere Stadt hinweg, zwischen 23:50 Uhr und 23:57 Uhr erreicht sie noch einmal eine Höhe von 70° Grad über dem Horizont.

Am Donnerstag, den 1. Juni, erreicht der Mond exakt um 14:42 Uhr das Erste Viertel. Zwischen 22:58 Uhr und 23:10 Uhr ist die ISS in bis zu 83° Grad Höhe über unserer Stadt zu sehen. Um 19 Uhr findet wieder der Astrotreff an der Sternwarte des Evangelischen Gymnasium in Lippstadt statt. Treffpunkt: auf dem Parkplatz vor der Aula.

Am Freitag, den 2. Juni, fliegt die ISS zwischen 23:42 Uhr und 23:47 Uhr in maximal 47° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg.

Am Samstag, den 3. Juni, nähert sich der Mond dem Planeten Jupiter. Um 22:15 Uhr endet die Bedeckung des hellen Stern gamma Virginis (Porrima, 2,9mag), der Beginn dieser Bedeckung um 21:01 Uhr ist wegen der noch am Himmel stehenden Sonne sicher nicht zu beobachten. Um 22:29 Uhr bedeckt der Mond dann an seinem oberen dunklen Rand noch einen weiteren kleinen Stern von 6,1mag. Die ISS fliegt zwischen 22:50 Uhr und 22:57 Uhr in maximal 64° Grad hoch über beiden hinweg. In den Morgenstunden geht die Venus (-4,3mag)  nur 2° Grad südlich an Uranus (5,9mag) vorüber.

Am Pfingstsonntag, den 4. Juni, geht in den frühen Morgenstunden Planet Saturn (0,1mag) nur 4' Bogenminuten südlich an SAO 185584 (6,7mag) vorüber, dies Sternchen wirkt dann fast wie ein Saturnmond. Die ISS fliegt zwischen 23:34 Uhr und 23:39 Uhr in nur noch 29° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg. Saturnmond Titan steht heute in westlicher Elongation.