Sonntag, 10. Dezember 2017

11. - 17. Dezember: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche zieht sich der Mond auch vom Morgenhimmel zurück. Die Nächte eignen sich gut zur Beobachtung lichtschwacher Objekte am Himmel. Von den hellen Planeten sind zur Zeit nur Mars (ab ca. 4:30 Uhr) und Jupiter (ab ca. 5:30 Uhr) im Am Morgenhimmel vor Sonnenaufgang im Südosten zu finden. Abends sind nur mit einem kleinen Fernrohr Uranus und Neptun im Süden bzw. Südwesten zu finden. Die ISS kann bei abendlichen Überflügen gesichtet werden.

Am Montag, den 11. Dezember, geht die Sonne um 8:22 Uhr auf und um 16:14 Uhr unter. Der helle Tag dauert jetzt weniger als acht Stunden. Der abnehmende Mond zeigt in den Morgenstunden maximale Libration in Länge, der Krater Grimaldi steht nah am Rand. Die ISS fliegt abends zwischen 18:11 Uhr und 18:16 Uhr in maximal 53° Grad Höhe über unseren Südost-Himmel hinweg. Um 18:37 Uhr gibt es im Südsüdosten (Azimut 160° Grad) in 33° Grad Höhe einen mit -7mag sehr hellen Iridiumflare zu bestaunen. Um 19:30 Uhr halte ich an der Sternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus einen Vortrag zum Winterhimmel für Einsteiger in die Astronomie.

Am Dienstag, den 12. Dezember, kann man in der Frühe, ab 6:42 Uhr, den Schatten von Jupitermond Io über die Planetenscheibe wandern sehen. Die ISS fliegt abends zwischen 17:19 Uhr und 17:26 Uhr in maximal 70° Grad Höhe über unseren Süd-Himmel hinweg. Heute haben wir übrigens den Tag mit dem frühesten Sonnenuntergang im Jahr, um 16:14 Uhr geht die Sonne heute unter. Trotzdem ist dies nicht der kürzeste Tag des Jahres, den haben wir erst am 21. Dezember, zur Wintersonnenwende. Das liegt daran, dass der Sonnenaufgang um 8:23 Uhr noch nicht der späteste des Jahres ist, an Silvester geht die Sonne erst um 8:32 Uhr auf.

Am Mittwoch, den 13. Dezember, ist das Maximum des Geminiden-Meteorstroms. Da der Mond erst am Donnerstagfrüh nach 4:00 Uhr aufgeht, er steht nicht weit von Jupiter entfernt, kann man vielleicht einige Sternschnuppen sehen. Die ISS fliegt abends zwischen 18:04 Uhr und 18:09 Uhr in maximal 32° Grad Höhe über unseren Südwest-Himmel hinweg. Um 17:18 Uhr gibt es in Südsüdwest (Azimut 210° Grad) in nur 16° Grad Höhe einen mit -6mag sehr hellen Iridiumflare zu sehen.

Am Donnerstag, den 14. Dezember, zeigt der Mond in der Frühe maximale Libration in Breite, so dass wir auf seinen Südpol schauen können. Er steht heute früh ca. 6° Grad nordwestlich von Jupiter und 7° Grad östlich vom Mars. Die ISS fliegt abends zwischen 17:11 Uhr und 17:19 Uhr in maximal 47° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg.

Am Freitag, den 15. Dezember, geht die nur noch zu 8 Prozent beleuchtete Mondsichel erst um ca. 5:25 Uhr über der Egge auf. Die ISS fliegt abends zwischen 17:56 Uhr und 18:02 Uhr in maximal nur noch 20° Grad Höhe über unseren Himmel hinweg.

Am Samstag, den 16. Dezember, geht morgens Kleinplanet Vesta (7,9mag) nur 8' Bogenminuten nördlich am Stern Xi Librae (5,6mag) vorüber. Die schmale nur zu 4 Prozent beleuchtete Mondsichel kann ab ca. 6:30 Uhr wohl letztmalig vor Neumond (am Montagmorgen) gesehen werden. Die ISS fliegt abends zwischen 17:03 Uhr und 17:11 Uhr in maximal 29° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg. Um 17:50 Uhr gibt es in Westnordwest (Azimut 293° Grad) in 16° Grad Höhe einen sehr hellen Iridiumflare von 6mag zu sehen.

Am Sonntag, den 17. Dezember, 3. Advent, geht am Morgen gegen 6 Uhr Kleinplanet Vesta (7,9mag) in nur 16' Bogenminuten Abstand am Stern 17 Librae (6,4mag) vorbei. Der Mond geht theoretisch um 7:14 Uhr auf, in der Morgendämemrung kan seine nur noch zu 1 Prozent beleuchtete Sichel aber wohl genauso wenig wie Merkur oder die Venus gefunden werden. Um 17:35 Uhr gibt es nocheinmal an fast der gleichen Stelle wie gestern (Azimut 290° Grad, Höhe 20° Grad) einen Iridiumflare der Helligkeit von -6mag. Die ISS kann vielleicht ein letztes Mal gegen 17:49 Uhr tief in nur 11° Grad Höhe beim Überflug im Südwesten gesehen werden.

Freitag, 8. Dezember 2017

8. Dezember: Ein Blick zum Mond

Heute war ich früh raus, denn - wie immer Freitags im Advent - treffen sich hier in Bad Lippspringe Menschen schon um 6 Uhr früh Menschen zu einer kleinen Adventsandacht und einem anschließenden gemeinsamen Frühstück. In der Andacht ging es diesmal auch um unsere Sehnsucht nach den Sternen. Und als kleines "give-away" bekamen am Ende alle auch noch etwas Sternenstaub geschenkt.

Und als ob der liebe Gott unsere Andacht mitverfolgt hätte, rissen am frühen Morgen sogar die Wolken etwas auf und zumindest der helle Mond war am Himmel noch gut zu sehen:

Mond am 8.11.2017 um 8:13 Uhr.
Sterne waren um 8 Uhr natürlich nicht mehr zu sehen, nur unsere eigene Sonne zeigte sich dann einigemale nach ihrem Aufgang.

Heute Abend wird der Mond den Stern Regulus im Löwen bedecken, doch inzwischen ist es schon wieder völlig bewölkt, zwischendurch regnet und graupelt es, vielleicht fällt heute Nacht sogar noch Schnee. Keine guten Aussichten für uns Hobbyastronomen.

Dienstag, 5. Dezember 2017

11. Dezember: Astronomie aktuell: Himmelsbeobachtung für Einsteiger

Am Montag, den 11. Dezember 2017, halte ich um 19:30 Uhr an der Sternwarte Paderborn Schloß Neuhaus wieder einmal selbst einen Vortrag. Diesmal geht es um den wunderschönen Sternhimmel im Winter und was man da so alles - gerade als Einsteiger in die Astronomie - so beobachtenkann.

Auf der Webseite der Sternwarte heißt es dazu:

Im Winter sind die Nächte lang und dunkel. Zu keiner anderen Jahreszeit trifft man am Himmel auf so viele helle Sterne, auffällige Sternbilder und lohnenswerte Beobachtungsobjekte. Die prächtigen Wintersternbilder mit dem Himmelsjäger Orion, der mit dem Großen und dem Kleinen Hund dem Stier nachjagt, laden ein zur ausgiebigen Betrachtung des Nachthimmels.

Viele interessante Objekte, vom „kosmischen Kreißsaal“ über wunderschöne Sternhaufen bis hin zum Überrest eines im Jahr 1054 als Supernova vergangenen Sterns, stehen dabei im Visier von Amateurastronomen. So mancher Sternfreund wünscht sich da zu Weihnachten ein Fernglas oder gar ein Teleskop. Aber mit welchen Hilfsmitteln sind zum Beispiel die für das bloße Auge unsichtbaren Planeten Uranus und Neptun am besten aufzuspüren? Wie weit kann man wohl mit einem Fernglas schauen? Wie viele Galaxien, Nebel und Sternhaufen kann man damit mehr sehen als mit dem bloßen Auge? Worauf sollte man beim Kauf eines Feldstechers oder Fernrohrs achten?

Auf all diese Fragen geht der Referent in seinem Vortrag ausführlich ein, warnt vor falschen Versprechungen und weist auch auf zuweilen „versteckte Nebenkosten“ hin.


Hoffentlich kann ich dieses Versprechen auch zu ihrer Zufriedenheit einlösen. Ich freue mich, wenn Sie zu diesem Vortrag kommen und bin gespannt auf ihre Fragen.

Der Eintritt von 4 Euro kommt wie immer der Arbeit der Sternwarte zu Gute.

Sonntag, 3. Dezember 2017

4. - 10. Dezember: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche nimmt der Mond langsam ab und zieht sich zum Ende der Woche hin vom Abendhimmel zurück. Von den hellen Planeten sind Mars (ab ca. 4:30 Uhr) und Jupiter (ab ca. 5:45 Uhr) am Morgenhimmel zu sehen. Am Abendhimmel kann man nur mit optischen Hilfsmitteln nach Uranus und Neptun suchen. Die ISS kann bei abendlichen Überflügen gesichtet werden.

Am Montag, den 4. Dezember, geht die Sonne um 8:10 Uhr auf und um 16:18 Uhr unter. Der helle Tag ist also gerade noch etwas länger als acht Stunden. Der noch fast volle Mond geht um 17:33 Uhr im Osten auf. Die ISS ist zwischen 17:51 Uhr und 17:55 Uhr in maximal 59° Grad Höhe bei ihrem Überflug zu sehen. An der Sternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus findet heute ab 18:30 Uhr wieder der Kinderkurs Astronomie statt.

Am Dienstag, den 5. Dezember, geht derimmer noch zu 93 Prozent beleuchtete Mond um 18:33 Uhr auf. Die ISS ist bereits vorher zwischen 16:59 Uhr und 17:05 Uhr bei ihrem Überflug in maximal 39° Grad Höhe am Südhimmel zu sehen. Zwischen 18:34 Uhr und 18:38 uhr steigt sie noch einmal aus dem Westen kommend steil hinauf, verschwindet dann jedoch, bevor sie den Zenit genau über uns erreicht, im Erdschatten.

Am Mittwoch, den 6. Dezember, Nikolaustag, geht der Mond um 19:42 Uhr auf. Die ISS fliegt zwischen 17:42 Uhr und 17:48 Uhr hoch (80° Grad Höhe) über unsere Köpfe hinweg. Abends um 21:56 Uhr zeigt der veränderliche Stern Algol ein Helligkeitsminimum.

Am Donnerstag, den 7. Dezember, geht der Mond um 20:57 Uhr auf. Die ISS fliegt zwischen 16:50 Uhr und 16:57 Uhr ein erstes Mal in bis zu 63° Grad Höhe im Süden über unseren Abendhimmel hinweg. Bei einem zweiten Überflug genau über unserer Stadt steigt sie ab 18:26 Uhr aus dem Westen kommend steil auf und verschwindet um 18:30 Uhr genau über unseren Köpfen im Zenit im Erdschatten. Um 18:52 Uhr gibt es im Südosten (Azimut 151° Grad) in 33° Grad Höhe einen mit -7mag sehr hellem Iridiumflare.

Am Freitag, den 8. Dezember, geht der Mond um 22:13 Uhr auf, bis er über der Egge zu sehen ist, dürften aber - je nach Standort - noch gute zwanzig Minuten vergehen. Dadurch entgeht uns die Bedeckung des hellsten Stern im Löwen, die um 22:21 Uhr am hellen Mondrand erfolgt. Umso spektakulärer dürfte jedoch das Ende der Bedeckung, das Aufblitzen des Regulus am dunklen Mondrand gegen 23:12 Uhr sein. Die ISS steigt ab 17:34 Uhr im Westen auf, befindet sich um 17:38 Uhr exakt über unserer Stadt und verschwindet zwei Minuten später im Osten im Erdschatten.

Am Samstag, den 9. Dezember, geht der Mond erst kurz vor Mitternacht um 23:27 Uhr auf. Um 17:32 Uhr gibt es im Südwesten (Azimut 201° Grad) in 22° Grad Höhe einen mit -6mag recht hellen Iridiumflare. Die ISS steigt ab 18:18 Uhr im Westen auf und verschwindet um 18:23 Uhr im Südosten im Schatten der Erde. Um 18:45 Uhr zeigt Algol ein weiteres helkigkeitsminimum.

Am Sonntag, den 10. Dezember, erreicht der Mond um 8:51 Uhr das Letzte Viertel, da er dann noch im Südwesten mit 35° Grad relativ hoch am Himmel steht, kann er sicherlich auch noch am Taghimmel beobachtet werden, sofern keine Wolken da sind. Er geht am Abend erst nach Mitternacht auf. Zwischen 17:26 Uhr und 17:32 Uhr kann die ISS noch einmal bei einem Überflugfast genau (Höhe 86° Grad) über unserer Stadt bewundert werden.

Donnerstag, 30. November 2017

4. Dezember: Kinderkurs Astronomie

Am kommenden Montag wird der erfolgreiche Kinderkurs zur Astronomie an unserer Sternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus fortgesetzt.

Auf der Webseite der Sternwarte heisst es dazu:

Im November und Dezember 2017 bietet die Volkssternwarte Paderborn jungen „Sternguckern“ faszinierende Einblicke in die fantastische Welt der Astronomie & Raumfahrt. Die vierteilige Veranstaltungsreihe „Astronomie für Kinder“ von Sigrid Haak richtet sich gezielt an Acht- bis 14-jährige, die mehr über „Sonne, Mond & Sterne“ erfahren möchten. Alle Kursteile sind in sich abgeschlossen und können auch einzeln besucht werden.
Unser Mond ist der einzige Himmelskörper mit Ausnahme der Erde, der bereits von Menschen betreten wurde. Was hat es mit Sonnen- und Mondfinsternissen auf sich - und was mit der ständig wechselnden Phasengestalt des Erdtrabanten? Der dritte Vortrag geht nicht nur ausführlich auf diese Fragen ein, sondern beschreibt auch die ungeheuren Anstrengungen, die den bemannten Flug zum Mond erst möglich machten.

Der Eintritt von 3 Euro (pro Kind) kommt der Arbeit der Sternwarte zugute. Beginn ist 18:30 Uhr. 

Ich wünsche dem Kindern viel Glück, dass der Himmel am Montag klar ist, damit sie sich den Mond auch richtig durch unsere Fernrohre auf der Sternwarte anschauen können. Am Sonntag ist Vollmond, am Montagabend wird er also schon wieder etwas am Abnehmen sein. Mondaufgang ist um 17:33 Uhr. nach Ende des Kurses wird er also noch relativ niedrig im Osten über dem Horizont stehen. Er wird wahrscheinlich ungefähr so aussehen, wie ich ihn mal im August, einen  Tag nach Vollmond aufgenommen habe:

Mond am 30. August 2017. (siehe auch meinen dortigen Blogeintrag).

29. November: Mond

Gestern Abend, am 29. November, schien der helle Mond gut durch die Wolken hindurch, so dass mir wieder ein Bild gelang. Die angekündigten Sternbedeckungen waren jedoch leider nicht zu sehen, dafür waren bei uns die Wolken zu stark.

Hier der Mond um 20:28 Uhr. Die Mondscheibe ist zu 80 Prozent beleuchtet. Und die Libration in Länge beträgt -7,3° Grad, was bedeutet, dass das Mare Crisium relativ dicht zum Mondrand steht.

Mond am 29.11.2017 um 20:28 Uhr

Sonntag, 26. November 2017

27. November - 3. Dezember: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche haben wir Vollmond, sein helles Licht bestimmt die Nächte. Der Mars (ab 4:00 Uhr) und Jupiter (ab 6:30 Uhr) können a Morgenhimmel im Osten gefunden werden. Uranus und Neptun mit einem Fernglas oder Fernrohr am Abendhimmel. Die ISS kann bei abendlichen Überflügen beobachtet werden.

Am Montag, den 27. November, geht die Sonne um 8:04 Uhr auf und um 16:21 Uhr unter. Der helle Tag dauert jetzt nur noch etwas über acht Stunden. Um 19:30 Uhr gibt es an der Sternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus einen Vortrag zum Thema Meteorite.

Am Dienstag, den 28. November, kann abends beim Mond der "goldene Henkel" beobachtet werden. Außerdem kommt es gegen 20:20 Uhr zu einer Bedeckung eines mit nur 6,8mag schwach leuchtenden Sternchens. Zwei weitere Sternbedeckungen folgen um 21:33 Uhr und um 22:42 Uhr. Die ISS kann gegen 18:17 Uhr ganz kurz und tief im Süden in maximal 12° Grad Höhe gesichtet werden.

Am Mittwoch, den 29. November, zeigt der Mond maximale Libration in Länge, das Mare Crisium steht nah am Mondrand. Um 17:56 Uhr kommt es genau im Süden in 32° Grad Höhe zu einem sehr hellen Iridiumflare von -6mag. Zwischen 18:07 Uhr und 18:10 Uhr kann die ISS im Süden in immerhin schon maximal 23° Grad Höhe gesichtet werden. Auch heute kommt es wieder zu zwei Sternbedeckungen durch den Mond, um 20:58 Uhr und um 23:40 Uhr.

Am Donnerstag, den 30. November, wird in den frühen Morgenstunden die Reihe der Sternbedeckungen durch den Mond fortgesetzt, um 1:29 Uhr und um 2:06 Uhr. Am Abend geht Kleinplanet Juno (10,8mag) nur 11`Bogenminuten südlich an Stern SAO 162827 (5,6mag) vorüber.

Am Freitag, den 1. Dezember, zeigt der veränderliche Stern Algol am Morgen um 4:17 Uhr ein helligkeitsminimum. Der Mond zeigt am Abend maximale Libration in Breite, so dass wir auf seinen Nordpol schauen können. Die ISS fliegt zwischen 17:14 und 17:20 Uhr in nur maximal 15° Grad Höhe über den Abendhimmel dem aufgehenden Mond im Osten entgegen.

Am Samstag, den 2. Dezember, stehen am Morgen bei Jupiter alle vier Monde auf der gleichen Seite. Am Abend erreicht die ISS bei ihrem Überflug zwischen 17:58 Uhr und 18:23 Uhr immerhin schon eine maximal Höhe von 37° Grad im Süden.

Am Sonntag, den 3. Dezember, Erster Advent, haben wir die längste Vollmondnacht des Jahres. Die exakte Vollmondposition wird bereits um 16:47 Uhr erreicht. Zwischen 17:05 Uhr und 17:12 Uhr fliegt die ISS inmmaximal 26° Grad Höhe von West nach Ost über unseren Südhimmel hinweg. Um 18:41 Uhr steigt sie noch einmal im Westen im Sternbild Adler empor, verschwindet nach drei Minuten jedoch bereits im Erdschatten in etwa 56° Grad Höhe.

Dienstag, 21. November 2017

27. November: "Meteorite - Zeugen aus der Urzeit unseres Sonnensystems"

Am Montag, den 27. November, gibt es um 19:30 Uhr an der Volkssternwarte in Paderborn wieder einen spannenden Vortrag. Der Referent, Klaus Becker, ist Vorsitzender der Volkssternwarte Ennepetal und beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit dem Thema Meteorite.

In der Ankündigung auf der Webseite der Sternwarte heißt es dazu:

Sternschnuppen sind eines der bekanntesten Himmelsphänomene. Selbstverständlich fallen dort keine Sterne, sondern „nur“ Stein- oder Metallbrocken vom Himmel. Solche Meteorite stellen die ursprünglichste Materie aus der Anfangszeit unseres Sonnensystems dar, welche wir auf der Erde praktisch „frei Haus“ geliefert bekommen.

In seinem Vortrag erläutert Klaus Becker die Entstehung dieser Objekte und stellt die Folgen eines Meteoritenfalls anhand des Tscheljabinsk-Ereignisses vom Februar 2013 vor, das von vielen Überwachungskameras dokumentiert wurde. Ausführlich geht er auf die verschiedenen Arten von Meteoriten ein und gibt Hinweise, wie man sie finden und erkennen kann. Welche Informationen geben uns diese Milliarden Jahre alten Boten aus dem All?
 


Der Eintritt kommt wie immer der Arbeit der Sternwarte zugute.

Samstag, 18. November 2017

20. - 26. November 2017: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche bestimmt wieder der zunehmende Mond den Abendhimmel. Von den großen Planeten sind morgens (ab ca. 4:30 Uhr) der Mars und ab ca. 6:30 Uhr Jupiter im Osten zu sehen. Die Venus am Morgen ist bestenfalls nur noch recht kurz direkt vor Sonnenaufgang zu sehen. Saturn oder vielleicht auch Merkur am Abend sind nur noch etwas für Spezialisten. Die ISS ist in dieser Woche nicht bei nächtlichen Überflügen zu sehen.

Am Montag, den 20. November, geht die Sonne um 7:52 Uhr auf und um 16:28 Uhr unter, damit ist der helle Tag 20 Minuten kürzer als noch vor einer Woche. Die schmale, nur zu 5 Prozent beleuchtete Mondsichel kann vielleicht schon am Abendhimmel gefunden werden, sie steht nicht weit von Saturn entfernt. Um 18:30 Uhr findet an der Sternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus der zweite Teil des Kurses "Astronomie für Kinder" statt. Heute geht es um Planeten und Monde.

Am Dienstag, den 21. November, geht die zu 9 Prozent beleuchtete Mondsichel um 18:53 Uhr unter, heute Abend sollte sie schon gut gefunden werden können. Um 18:26 uhr gibt es in südsüdöstlicher Richtung  (Azimut 162° Grad) in 37° Grad Höhe einen Iridiumflare mit -4mag Helligkeit.

Am Mittwoch, den 22. November, geht der Mond um 19:42 Uhr unter. Da er im Sternbild Schütze steht, steigt er tagsüber kaum über 15° Grad am Himmel hinauf.

Am Donnerstag, den 23. November, geht der Mond um 20:27 Uhr unter, er ist heute Abend zu 22 Prozent beleuchtet.

Am Freitag, den 24. November,  kommt es um 17:53 Uhr zu einer Sternbedeckung durch den Mond. Ein 6,4mag schwaches Sternchen verschwindet am dunklen Mondrand, zur Beobachtung ist ein Fernglas unerlässlich. Der Mond ist jetzt in das Sternbild Steinbock gewandert und geht um 21:36 Uhr unter.

Am Samstag, den 25. November, geht Mond erst um 22:40 Uhr unter, um 21:18 Uhr wird der Stern 45 Cap (5,9mag) von ihm bedeckt.

Am Sonntag, den 26. November, erreicht der Mond um 18:03 Uhr exakt das Erste Viertel, er geht um 23:46 Uhr unter.








Sonntag, 12. November 2017

13. - 19. November: Der Himmel über Bad Lippspringe

Meistens ist der Himmel ja bewölkt, "typisch" für unseren November. Doch wenn es mal aufklaren sollte, hier wieder meine Beobachtungstips für diese Woche: Die Nächte eignen sich gut zur Beobachtung des dunklen Sternenhimmels, denn diese Woche haben wir Neumond. Von den großen Planeten sind Venus und Jupiter am Morgen vor Sonnenaufgang zu sehen. Mars, allerdings nicht ganz so hell,  steigt bereits ab ca. 4:30 Uhr im Osten über die Egge. Am Abend können, jedoch nur mit optischen Hilfsmitteln, Uranus und Neptun beobachtet werden. Die ISS kann zu Beginn der Woche noch bei morgendlichen Überflügen gesehen werden.

Am Montag, den 13. November, geht die Sonne um 7:41 Uhr auf und um 16:37 Uhr unter, der helle Tag ist inzwischen kürzer als neun Stunden. Zwischen 6:36 Uhr und 6:42 Uhr kann die ISS in maximal 26° Grad Höhe bei einem Überflug gesehen werden. Dann sollten auch schon Jupiter und Venus über die Eggegestiegen sein, sie stehen heute früh sehr eng beieinander. Ihr Abstand ist geringer als ein Vollmondduchmesser, ein sicher lohnenswerter Anblick! Die Sternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus bleibt heute für den Publikumsverkehr geschlossen, da die Mitglieder über die Tätigkeit und das Programm im kommenden Jahr beraten wollen.

Am Dienstag, den 14. November, kann die ISS zwischen 5:46 Uhr und 5:50 Uhr im Südosten bei einem Überflug in maximal 36° Grad Höhe gesichtet werden. Der zu 17 Prozent beleuchtete Mond geht gegen 3 Uhr über der Egge auf.

Am Mittwoch, den 15. November, kann die ISS zwischen 6:29 Uhr und 6:35 Uhr in nur noch maximal 14° Grad Höhe bei ihrem Überflug gesichtet werden. Um 18:53 Uhr gibt es im Sternbild Fische (Höhe 40° Grad, Azimut 150° Grad (SSO)) einen mit -2mag etwa Jupiter hellen Iridiumflare.

Am Donnerstag, den 16. November, kann die ISS ein letztes Mal zwischen 5:38 Uhr im Süden bis 5:42 Uhr im Südosten in maximal 19° Grad Höhe bei einem morgendlichen Überflug gesichtet werden. Zu dieser Zeit wird auch die nur noch zu 5 Prozent beleuchtete Mondsichel über der Egge im Osten aufgehen. Der veränderliche Stern Algol erreicht um 19:23 Uhr ein Helligkeitminimum.

Am Freitag, den 17. November, gesellt sich der Mond zu Jupiter und Venus, aber ob er mit einer nur zu 2 Prozent beleuchteten Sichel in der Morgendämmerung noch wahrzunehmen sei wird? In dieser Nacht erreicht der Sternschnuppenstrom der Leoniden sein Maximum. Durch den Neumond sind die Beobachtungsbedingungen für die Leoniden gut, es wird jedoch für dieses Jahr keine große Aktivität vorher gesagt.

Am Samstag, den 18. November, erreicht der Mond exakt um 12:42 Uhr seine Neumond-Position. Dadurch ist er weder am Morgen zuvor noch am Abend danach zu beobachten.

Am Sonntag, den 19. November, wird der Mond wahrscheinlich auch noch nicht gesichtet werden können, bei Untergang um 17:34 Uhr wäre seine Sichel nur zu 2 Prozent beleuchtet. Am Abend geht Kleinplanet Iris (7,4mag) nur 4' Bogenminuten östlich am Stern SAO 92666 (6,7mag) vorüber.




Mittwoch, 8. November 2017

7. November: Polarlichter über Deutschland und Schweden

Am Abend des 7. Novembers gab es über Nordeuropa ein starkes Polarlicht. Bei uns in Ostwestfalen war der Himmel leider bewölkt, wir haben davon bei uns nichts mitbekommen.

Anders sah es jedoch in Norddeutschland an der Ostseeküste aus, dort konnte man von vielen orten aus das Polarlicht wahrnehmen. Mit den bloßen Augen zwar meist nur als leichte (weiße) Aufhellung eines schmalen Himmelsstreifen in Richtung Norden, auf längerbelichteten Fotos war jedoch das typische grünliche Leuchten der Polarlichter schnell sichtbar.

Bilder dazu findet man im "Polarlichtforum" des Arbeitskreis Meteore, der sich nicht nur mit Meteoren, sondern auch mit der Beobachtung und Auswertung von Meteoren, Halos, Polarlichtern, Leuchtenden Nachtwolken und anderen Erscheinungen der Erdatmosphäre beschäftigt.

Eine Nichte von mir arbeitet zur Zeit in Stockholm, sie hatte einen noch besseren Blick auf die Polarlichter und hat mir ein paar Bilder geschickt, die ich hier gerne zeige. Sie konnte das intensive grün auch mit den eigenen Augen sehen und schrieb mir sogar, "ein paar Sekunden hat man auch rötliches gesehen." 


Polarlicht am 7. November in Stockholm (c) J. Dzieran

Polarlicht am 7. November in Stockholm(c) J. Dzieran

Polarlicht am 7. November in Stockholm (c) J. Dzieran

Polarlicht am 7. November in Stockholm (c) J. Dzieran

Polarlicht am 7. November in Stockholm (c) J. Dzieran

Polarlicht am 7. November in Stockholm (c) J. Dzieran


(Ein Klick auf eines der Bilder öffnet eine etwas größere Ansicht.)

Deutlich kann man erkennen, dass das Polarlicht selbst nicht einfach nur ein heller grüner Streifen ist, sondern in sich vielerlei Strukturen hat, die man vielleicht mit Worten wie Strahlen, Aufhellungen, oder Vorhängen beschreiben kann. Auch von Stockholm aus musste man, genau wie an der Ostsee, nach Norden gucken, um diese Erscheinungen zu sehen. Deshalb wird Polarlicht ja auch "Nordlicht" genannt.

Herzlichen Dank an Johanna! 

Dienstag, 7. November 2017

Am 7. Dezember: Briefmarken zur Astrophysik

Am 7. Dezember erscheinen zwei neue Briefmarken der Deutschen Post, auf denen es um Themen aus der Astrophysik geht.

In der Briefmarke zu 45 Cent (Postkartenporto) wird der Satellit Gaia gezeigt, auf der zu 70 Cent (Standardbriefporto) geht es um die Entdeckung der Gravitationswellen.

Neue Briefmarken vom 7. Dezember 2017 
Gestaltung Postwertzeichen:
Andrea Voß-Acker, Wuppertal
Gaia-Satellit © ESA / ATG medialab / ESO / S. Brunier
Gravitationswellen © S. Ossokine, A. Buonanno (AEI), SXS, W. Benger (AHM)
Werte: 45/70 Cent


Damit werden zwei herausragende Leistungen der Wissenschaft gewürdigt, an der auch deutsche Forscher maßgeblich beteiligt waren. Auf der Webseite des Bundesfinanzministeriums (ja, die sind für Briefmarken zuständig!) heißt es dazu:

"Die Astrophysik beschäftigt sich mit der physikalischen Beschaffenheit von Himmelskörpern. Sie ist, wie die gesamte Astronomie, keine experimentierende, sondern eine beobachtende Wissenschaft, die von der Theoriebildung lebt. Dass Albert Einstein (1879–1955) einer der größten Wissenschaftler aller Zeiten war, ist unumstritten. Auch über 60 Jahre nach seinem Tod macht der geniale Physiker noch Schlagzeilen. Über Jahrzehnte war es nicht möglich, eine seiner zentralen Theorien zu beweisen. Einstein hatte die Existenz von Gravitationswellen schon 1915 in seiner Allgemeinen Relativitätstheorie vermutet. Heute wissen wir: Einstein hatte – wieder einmal – recht. 


Das Weltall einmal komplett zu durchmessen und zu kartieren scheint bei der Größe des Universums ein Ding der Unmöglichkeit. Dennoch dringen Wissenschaftler der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) mit Hilfe von Satelliten und leistungsstarker Kameras immer weiter in die Tiefen des Alls vor. Der ESA-Satellit Gaia verfügt über eine solche Kamera: Mit einer Milliarde Pixel kann sie ein Haar aus 1000 Kilometern Entfernung erkennen. 106 Detektoren können Position, Bewegungen sowie Helligkeit und Farben der Sterne exakt bestimmen. Ende 2013 startete Gaia von Weltraumbahnhof Kourou (Französisch-Guayana). Schon jetzt hat Gaia die umfangreichste Karte unserer Galaxie erstellt. 2019 wird die Gaia-Mission voraussichtlich enden. Die Publikation des Sternenkatalogs soll 2022 erfolgen.
Wenn im Weltall Massen beschleunigt werden, breiten sich periodische Verzerrungen des Raums in Wellen aus. Sind die Massen groß genug, etwa bei der Verschmelzung superschwerer Schwarzer Löcher, können diese Gravitationswellen auf der Erde gemessen werden. Sie lassen sich während ihrer Ausbreitung an Stauchungen und Streckungen des Raums erkennen. Wissenschaftler verkündeten Anfang 2016, dass sie mit dem in den USA befindlichen Gravitationswellendetektor LIGO (Laser Interferometer Gravitational-Wave Observatory) erstmals Gravitationswellen nachweisen konnten. "

Montag, 6. November 2017

6./7. November: Zweimal Mond in einer Nacht

Als ich heute Abend von einer Sitzung nach Hause kam, stand der abnehmende Mond gerade zwischen zwei Wolkenbändern, so dass ich schnell dieses Foto schießen konnte:

Abnehmender Mond am 6. November gegen 21:45 Uhr
Das Mare Crisium ist schon stark verfinstert, obwohl der Mond noch zu 90 Prozent beleuchtet ist. In der letzten Nacht hätte ich mich noch mehr über den freien Blick zum Mond gefreut. Doch da war es die ganze Zeit bedeckt. Ich hatte mir zwar extra für 3:30 Uhr den Wecker gestellt, in der Hoffnung die Bedeckung des Aldebarans durch den Mond beobachten zu können. Doch da gab es nur eine geschlossene Wolkendecke. Schade! Aber umso mehr freue ich mich heute über diesen schönen Blick auf meinen alten Freund!

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Am frühen Morgen des 7. November konnte ich ein weiteres Foto des Mondes machen, Schon beim Aufstehen bemerkte ich, dass der Himmel halbwegs klar war, also schnell vor dem Frühstück noch einmal raus und dieses Foto hier gemacht. Deshalb habe ich auch die Überschrift dieses Blogeintrags noch einmal geändert. Um den Vergleich mit dem Bild von gestern Abend hinzubekommen, habe ich es etwas gedreht. Deutlich erkennt man, das Mare Crisium ist jetzt praktisch vollkommen in der Mondnacht verschwunden.

Mond am 7. November gegen 6:15 Uhr
Zwischen beiden Bildern liegen ca. 8 1/2 Stunden, da wandert auch die Tag-/Nacht-Grenze auf dem Mond ein ganz erhebliches Stück weiter. Noch waren heute früh 87 Prozent des Mondes beleuchtet, aber die drei Prozent weniger zu gestern Abend machen doch schon einen deutlichen Unterschied aus.

Samstag, 4. November 2017

6. - 12. November: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche zieht sich der abnehmende Mond allmählich vom Abendhimmel zurück. Von den hellen Planeten sind nur wenige zu sehen: Die Morgensichtbarkeit der Venus verkürzt sich auf eine Stunde vor Sonnenaufgang, Mars geht schon bald nach 4 Uhr morgens auf. Abends ist Saturn nur noch kurz nach Sonnenuntergang tief im Südwesten zu finden. Die ISS kann bei morgendlichen Überflügen gesichtet werden.

Am Montag, den 6. November, geht die Sonne um 7:28 Uhr auf und um 16:48 Uhr unter, der "helle" Tag dauert also nur noch 9 Stunden und 20 Minuten.  Direkt nach Sonnenuntergang gibt es um 16:50 Uhr in 76° Grad Höhe und bei Azimut 61° Grad (ONO) einen extrem hellen Iridiumflare von -8,5mag. In der Frühe zwischen 3:53 Uhr und 4:34 Uhr bedeckt der Mond den hellen Stern Aldebaran. Besonders faszinierend wird das Ende der Bedeckung sein, wenn Aldebaran hinter dem dunklen Mondrand plötzlich wieder auftaucht, quasi wieder "angeknipst" wird. Zwischen 6:15 Uhr und 6:20 Uhr fliegt die ISS hoch über unseren Köpfen, fast exakt über Bad Lippspringe hinweg. Sie steigt zunächst genau in den Hyaden auf, die zuvor in der Nacht vom Mond teilweise bedeckt worden sind. Der noch zu 90 Prozent beleuchtete Mond geht am Abend  gegen 19 Uhr auf. Bereits um 18:30 Uhr beginnt an der Sternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus der erste Teil des Kursus "Astronomie für Kinder".

Am Dienstag, den 7. November, wird von 0:28 Uhr bis 1:34 Uhr der 4,3mag Stern 119 Tauri vom Mond bedeckt. Um 5:25 Uhr tritt genau im Süden in 77° Grad Höhe die ISS aus dem Erdschatten heraus und fliegt in den kommenden vier Minuten schnell dem Osten entgegen. Der Mond geht abends um 19:49 Uhr auf.

Am Mittwoch, den 8. November, fliegt die ISS zwischen 6:09 Uhr und 6:13 Uhr exakt über unsere Stadt hinweg. Der zu 72 Prozent beleuchtete Mond geht um 20:52 Uhr im Sternbild Zwillinge auf.

Am Donnerstag, den 9. November, endet um 6:14 Uhr die Bedeckung von 81 Gem, einem Stern von 4,9mag, durch den Mond. Zwischen 6:50 Uhr und 6:58 Uhr fliegt die ISS in maximal 63° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel, deutlich oberhalb des Mondes, hinweg. Am Abend geht der Mond um 22:01 Uhr im Sternbild Krebs auf.

Am Freitag, den 10. November,  fliegt die ISS zwischen 6:00 Uhr und 6:06 Uhr in maximal 75° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel hinweg. Am Abend erreicht der Mond exakt um 21:36 Uhr das Letzte Viertel, er geht jedoch erst gute zwei Stunden später im Osten im Sternbild Löwe auf.

Am Samstag, den 11. November, fliegt die ISS am Morgen zwischen 6:42 Uhr und 6:49 Uhr in nur noch maximal 41° Grad Höhe, deutlich unterhalb des Mondes, über unseren Morgenhimmel entlang. Der Mond geht abends erst nach Mitternacht auf.

Am Sonntag, den 12. November, fliegt die ISS zwischen 5:52 Uhr und 5:58 Uhr knapp unterhalb des Mondes an unseren Morgenhimmel vorüber. Wenn Sie morgens früh die Venus sehen, halten sieauch mal Ausschau nach Jupiter, dieser steht nur 1° Grad unterhalb der Venus, am Montagmorgen werden die beiden Planeten noch dichter beieinander stehen. Und am Abend? Schauen Sie einmal ganz hoch in den Himmel und versuchen Sie die Andromedagalaxie zu finden, um 21:30 Uhr steht sie fast 80° Grad hoch genau im Süden.

4. November: Vollmond

Heute früh war Vollmond. Auf dem Bild von heute Abend kann an erkennen, dass dies schon gut 12 Stunden her ist, denn am westlichen (rechten) Mondrand kann man schon wieder einzelne Krater erkennen, hier sind also die Schatten lang, und nich mehr der ganze Mond ist sichtbar, wie es ja zum richtigen Vollmondzeitpunkt der Fall ist.

Leider stand der Mond zum Zeitpunkt der Aufnahme noch recht tief über dem Horizont, dadurch war die Luft sehr flimmerig. Mir sind sicherlich schon bessere, schärfere Mondfotos gelungen.

Trotzdem hier das Foto denn jetzt ist es draußen schon wieder völlig bedeckt, Regen soll kommen:

Vollmond am Abend des 4. November 2017

Dienstag, 31. Oktober 2017

Ab 6. November: "Astronomie für Kinder" - ein Kurs der Volkssternwarte

Die Volkssternwarte Paderborn in Schloß Neuhaus veranstaltet auch in diesem Jahr wieder einen besonderen Astronomiekurs für Kinder. Dieser findet an vier Abenden statt:, jeweils Montags um 18:30 Uhr.

Die vierteilige Veranstaltungsreihe „Astronomie für Kinder“ von Sigrid Haak richtet sich gezielt an Acht- bis 14-jährige, die mehr über „Sonne, Mond & Sterne“ erfahren möchten. Alle Kursteile sind in sich abgeschlossen und können auch einzeln besucht werden.

Da die Plätze beschränkt sind, bittet die Sternwarte um Voranmeldung unter Tel.: 05254/932042)

Die Kosten betragen pro Abend 3 Euro pro Kind.

Am 6. November geht es um "die Eroberung des Weltalls",
Lange schon schauen die Menschen zum Himmel und staunen über seine fantastischen Phänomene. Inzwischen kann die Astronomie viele davon er-klären, was unser Bild vom Universum nachhaltig gewandelt hat. Im letzten Jahrhundert ging die Menschheit noch einen Schritt weiter und flog erstmals selbst ins All, statt es nur von der Erde aus zu betrachten. Den langen Weg von den Anfängen der Sternenkunde bis zum Raumfahrtzeitalter beschreibt diese Veranstaltung.
Am 20. November geht es um "Planeten und Monde",
„Planeten und Monde“ stehen auf dem Programm des zweiten Kursteils. Warum gibt es seit August 2006 nur noch acht Planeten und wie sehen diese fremden Welten aus? Was unterscheidet unsere Erde von den anderen „Wandelsternen“? Wie entstanden die Ringe des Saturn - und bringen Kometen wirklich Unglück?

Am 4. Dezember geht es um "Der Mond - unser kosmischer Nachbar, 
Unser Mond ist der einzige Himmelskörper mit Ausnahme der Erde, der bereits von Menschen betreten wurde. Was hat es mit Sonnen- und Mondfinsternissen auf sich - und was mit der ständig wechselnden Phasengestalt des Erdtrabanten? Der dritte Vortrag geht nicht nur ausführlich auf diese Fragen ein, sondern beschreibt auch die ungeheuren Anstrengungen, die den bemannten Flug zum Mond erst möglich machten.

Am 18. Dezember geht es um "Sterne, Nebel und Schwarze Löcher".
Mit einem Teleskop kann man neben verschiedenen Arten von Sternen auch weitere Objekte erkennen, die in den Weiten des Alls beheimatet sind. Doch was hat es mit den spektakulären Gasnebeln, fernen Milchstraßensystemen oder den berühmten „Schwarzen Löchern“ auf sich?



Sonntag, 29. Oktober 2017

30. Oktober - 5.November: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche haben wir Vollmond. Von den großenPlaneten kann bald nach Sonnenuntergang der Saturn noch tief im Südwesten gefunden werden, er geht jedoch schon vor 19 Uhr unter. Am Morgenhimmel kann ab ca. 4:30 Uhr der Mars und ab etwa 6:15 Uhr die Venus tief im Südosten gefunden werden. Die ISS kann bei ordentlichen Überflügen gesichtet werden.

Am Montag, den 30. Oktober, geht die Sonne um 7:16 Uhr auf und um 17:00 Uhr unter, der helle Tag ist also jetzt deutlich kürzer als zehn Stunden. Die ISS fliegt zwischen 5:55 Uhr und 6:01 Uhr in jedoch nur 12° Grad Höhe über den morgendlichen Südosthimmel hinweg.

Am Reformationstag, den 31. Oktober, fliegt die ISS am Morgen zwischen 6:38 Uhr und 6:45 Uhr in maximal 31° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel hinweg. Am Abend zeigt der Mond maximale Libration in Länge, das Mare Crisium steht nah am Rand. Er ist heute zu 86 Prozent beleuchtet. Um 21:30 Uhr erreicht er eine maximale Höhe von 32° Grad über dem Horizont.

Am Mittwoch, den 1. November, fliegt die ISS zwischen 5:47 Uhr  und 5:52 Uhr in maximal 21° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel hinweg. Um 17:21 Uhr gibt es hoch im Nordosten (Höhe 70° Grad, Azimut 39° Grad) einen mit -8mag sehr hellen Iridiumflare. Und um 18:57 Uhr noch einmal ein weiterer sehr heller Iridiumflare (auch -8mag), mit 42° Grad Höhe nicht mehr ganz so hoch, und etwas nördlicher (Azimut 21° Grad).

Am Donnerstag, den 2. November, erreicht die ISS zwischen 6:30 Uhr und 6:37 Uhr schon 49° Grad Höhe über dem Horizont am Südhimmel.

Am Freitag, den 3. November, steht Kleinplanet Nysa (9,6mag) um 7:30 Uhr in Opposition zur Sonne. Die ISS ist bereits vorher zwischen 5:39 Uhr und 5:45 Uhr in maximal 35° Grad Höhe am Morgenhimmel zu sehen.

Am Samstag, den 4. November, ist exakt um 6:23 Uhr Vollmond. Er steht dann noch 6° Grad hoch (oder besser tief) im Westen. Außerdem zeigt er maximale Libration in Breite, so dass wir auf seinen Nordpol schauen können. Die ISS fliegt zwischen 6:22 Uhr und 6:30 Uhr in maximal 72° Grad Höhe über den Morgenhimmel hinweg. Dabei fliegt sie scheinbar zunächst genau über Castor in den Zwillingen und dann über Arkturus im Bootes hinweg.

Am Sonntag, den 5. November,  tritt um 5:32 Uhr die ISS östlich vom Orion aus dem Erdschatten heraus und fliegt dann bis 5:37 Uhr schnell in maximal  55° Grad Höhe über unseren Südosthimmel hinweg. Um 18:12 Uhr kommt es in Richtung NNO (Azimut  30° Grad) in 58° Grad Höhe zu einem sehr hellen iridiumflare von -7,5mag. Am Abend und in der Nacht zieht der Mond über die Hyaden hinweg. Um 19:55 Uhr wird dabei gamma Tauri bedeckt, um 20:48 Uhr taucht dieser Stern wieder hinter dem dunklen Mondrand auf. Der Mond ist in dieser Nacht noch zu ca. 96 Prozent beleuchtet, also fast voll. Um die Sterne der Hyaden neben dem Mond zu sehen, ist sicherlich ein Fernglas notwendig. Wer länger aufbleiben kann, hat dann die Möglichkeit am Montag von 3:50 Uhr bis 4:35 Uhr auch die Bedeckung von Aldebaran zu beobachten.

Sonntag, 22. Oktober 2017

23. - 29. Oktober: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche bestimmt der immer weiter zunehmende Mond den Abendhimmel. Die Venus ist ab ca. 6:30 Uhr Morgenstern, auch Mars kann am ab ca. 5:30 Uhr Morgenhimmel gefunden werden. Abends ist Saturn noch bis kurz vor 21 Uhr im Südwesten zu finden. Uranus und Neptun (bis ca. 4:00 Uhr) können mit Fernglas oder Fernrohr fast die ganze Nacht über beobachtet werden. Die ISS ist in dieser Woche nicht bei nächtlichen Überflügen zu sehen.

Am Montag, den 23. Oktober, geht die Sonne um 8:03 Uhr auf und um 18:14 Uhr unter. Der helle Tag ist also gerade noch etwas über 10 Stunden lang. Der zu 15 Prozent beleuchtete Mond geht um 20:35 Uhr unter.

Am Dienstag, den 24. Oktober, steht der Mond nur in 3 Grad Abstand in der Nähe von Saturn. Er geht um 21:15 Uhr unter. Der veränderliche Stern Algol erreicht um 22:41 Uhr ein Helligkeitsminimum. Am Morgen gibt es um 6:48 Uhr, im Nordosten (Azimut 64° Grad), allerdings in nur 10° Grad Höhe, im Sternbild Bootes einen mit -6mag sehr hellen Iridiumflare.

Am Mittwoch, den 25. Oktober, geht der Mond um 21:59 Uhr unter, er steht im Sternbild Schütze, d.h. er bleibt den ganzen Abend nur wenig (maximal 17 Grad) über dem Horizont.

Am Donnerstag, den 26. Oktober, geht der Mond um 22:51 Uhr unter.

Am Freitag, den 27. Oktober, geht der Mond um 23:48 Uhr unter, er hat fast das Erste Viertel erreicht.

Am Samstag, den 28. Oktober, erreicht der Mond um 0:22 Uhr das Erste Viertel, dann ist er bei uns jedoch schon untergegangen. Heute Abend geht er dann erst nach Mitternacht unter, gegen 21:15 Uhr kommt es zur Bedeckung eines 6,9mag schwachen Sternchens.

Am Sonntag, den 29. Oktober, endet die Sommerzeit, wir kehren zur für unsere Zeitzone normalen Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) zurück. Die Stunde von 2:00 bis 3:00 Uhr morgens findet zweimal statt, wir können also scheinbar eine Stunde länger schlafen. Dadurch verfrüht sich dann der Sonnenauf und -untergang. Heute geht die Sonne um 7:14 Uhr auf, aber auch schon um 17:02 Uhr unter. Die Venus (-3,9mag) geht am frühen Morgen gegen 7 Uhr in nur einem halben Monddurchmesser Abstand (14 Bogensekunden) an einem 4,4mag Stern in der Jungfrau vorüber. Bereits um 2:00A Uhr erreicht Kleinplanet Pallas seine Oppositionsstellung zur Sonne. Pallas ist dann 8,2mag hell und steht im Sternbild Eridanus, jedoch maximal nur in 16° Grad Höhe.

Samstag, 21. Oktober 2017

21. Oktober 2017: Mitgliederversammlung der VdS

Heute mal etwas "astronomisches" aus Heidelberg und nicht Bad Lippspringe. Ich bin zur Mitgliederversammlung der VdS, der "Vereinigung der Sternfreunde" gereist. Das ist Deutschlands größter Amateurastronomenverein mit rund 4000 Mitgliedern.

In diesem Jahr findet gerade die 33. Mitgliederversammlung in Heidelberg im "Haus der Astronomie" statt.

Heute, am Samstag, gab es zunächst viele sehr interessante Vorträge zu hören. Über das Gaia-Projekt, die Vermessung der genauen Positionen Eigenbewegung von Millionen, nein, Milliarden Sternen. Über historisches, z.B. Argelanders Fernrohr der berühmten "Bonner Durchmusterung", über Kooperation von Profi- und Amateurastronomen in der Spektroskopie von Sternen, über Sternbedeckungen und die Sonnenfinsternis in den USA. Über die verbesserte Zusammenarbeit von Sternwarten, Planetarien und regionalen astronomischen Vereinen.

In der Mitgliederversammlung wurde dann ein neuer Vorstand gewählt. Otto Guthier kandidierte nach 25 Jahren nicht mehr zum Vorsitzenden, "es werde Zeit, die Arbeit in jüngere Hände zu legen". Und mit Sven Melchert hat er sicherlich einen guten Nachfolger gefunden. Dieser betonte, die VdS muss gerade online viel sichtbarer werden als bisher. Ich denke, eine gute Wahl.

Ein Fotoalbum mit vielen schönen Fotos veröffentlicht von Michael Schumann gibt es auf flickr.

Hier noch zwei Fotos von mir:

Ds Haus der Astronomie auf dem Heidelberger Königstuhl

Sven Melchert bedankt sich mit Blumen bei Otto Guthier für die langjährige Vorstandsarbeit

Morgen, am Sonntag wird das Treffen noch mit einer Führung über die Heidelberger Sternwarte, das Max-Plank-Institut für Astronomie und einer Planetariumsshow fortgesetzt.



Donnerstag, 19. Oktober 2017

19. Oktober: Uranus in Opposition

Heute hat der Planet Uranus seine Oppositionsstellung erreicht. Er steht, von der Erde aus gesehen, genau gegenüber (in Opposition) zur Sonne. Analog zur Vollmondstellung bedeutet dies, er geht auf, wenn die Sonne untergeht, und er geht unter, wenn die Sonne aufgeht. Hervorragende Bedingungen also, diesen Planeten zu beobachten.

Wir finden ihn am Abend also im Osten, dort wo wir am Morgen in den letzten Tagen Venus, Mars und auch unseren Mond beobachtet haben. Uranus ist jedoch kein einfaches Beobachtungsziel, ist er doch aus unserem Ort heraus zu lichtschwach, um mit dem bloßen Auge gesehen zu werden. man braucht also schon ein Fernglas, oder eben eine Fotokamera, deren Chip empfindlicher als unser Auge ist.

Hier zuerst ein Übersichtsfoto, das nur sehr wenig Sterne mehr zeigt, als mit bloßem Auge zu sehen sind:

Blick nach Osten, am 19.10.2017 gegen 21:00 Uhr

Sicherlich haben sie die Bäume aus den Fotos der letzten Tage wieder erkannt. Etwas links von der Bildmitte findet man das Sternbild Widder, das im wesentlich aus drei helleren Sternen besteht. Zwei Sterne, Hamal (2,0mag) und Sheratan (2,6mag), auf fast gleicher Höhe und ein dritter Stern (4,5mag), etwa um 45° Grad nach unten rechts hin "abgeknickt". Wenn wir von hier aus noch etwas weiter nach rechts (also Richtung "Westen") sehen, gibt es einen weiteren Stern (3,8mag), der jedoch schon zum Sternbild Fische gehört, der aber auch etwa so hell ist wie diese drei Widdersterne.

Diese Sterne finden sich auch auf dem folgenden Bild wieder, das etwas stärker in die Bildmitte hinein zoomt. Sie können uns den Weg zu Uranus weisen.

Uranus am 19.10.2017 in Opposition


Uranus fällt im Fernglas oder Fernrohr auch durch seine leicht bläuliche Farbe auf.

Unten im Bild kann man auch noch die Blinkspur eines Flugzeugs erkennen.

Ganz links am Bildrand, unterhalb von Hamal, ist mir auch noch der Kleinplanet Iris (7,1mag) in die Lappen gegangen. Iris war der 7. Kleinplanet und wurde am 13. August 1847, also vor 170 Jahren, von einem englischen Astronomen entdeckt. Iris braucht 3,69 Jahre für eine Umkreisung der Sonne.

19. Oktober: Venus im Morgenrot

Heute ein weiteres Bild vom Morgenhimmel, diesmal ohne Mond. Dieser war zwar zum Zeitpunkt des Fotos theoretisch schon aufgegangen. Doch nur noch 14 Stunden vor dem exakten Neumondzeitpunkt  ist er - wie erwartet - nicht mehr  am Himmel zu sehen.

Das Foto wurde um 7:30 Uhr aufgenommen, der Mond sollte zu dieser Zeit dann auch schon über der Egge stehen, wenn auch von meiner Position aus - ähnlich wie die Venus in den vergangenen Tagen, doch noch sehr horizontnah hinter den Zweigen der Bäume.

Außer der Venus waren zu diesem Zeitpunkt für das bloße Auge schon alle anderen Sterne am Himmel verblasst. Dafür war - sicherlich noch eine Folge des Saharastaubs der vergangenen Tage, das Morgenrot besonders rötlich zu sehen. Und die Venus als Morgenstern darüber, für mich ein wunderschöner Anblick:

Morgenstern über dem Morgenrot

Spezialisten mit anderer Ausrüstung werden den Mond sicherlich auch jetzt noch fotografieren können, ich schaffe es jedoch nicht. Nach meinem Wissen wurde ein "Weltrekord" in der Mondsichelfotografie im Jahr 2007 aufgestellt. Einen Bericht über diese Aktion gibt es auf dieser Webseite. Hier wurde die Sichel nur 2-3 Stunden nach Neumond fotografiert.

Mittwoch, 18. Oktober 2017

18. Oktober: Noch einmal Mond und Planeten

Heute hat sich der Saharastaub von gestern weitgehend verflüchtigt, zum Horizont hingab es eine einigermaßen freie Sicht. Trotzdem war es spannend, würde man die schmale, nur noch zu drei Prozent beleuchtete Mondsichel heute noch einmal sehen können?

Zunächst entdeckte ich nur die Venus, doch der Mond war heute früh nicht weit von ihr entfernt und war dann durch die Bäume hindurch doch noch gut zu erkennen.

Hier ein Foto von heute früh:

Mondsichel und Venus hinter dem Baum, Mars weiter oben und rechts, 18.10.2017, 6:53 Uhr

Erneut kann man beim Mond das Erdlicht gut erkennen. Die Venus steht etwa drei Grad rechts vom Mond und ein Grad oberhalb von ihm. Mars ist deutlich weiter oben. Dicht unterhalb von Mars kann man, in nur einem Monddurchmesser Abstand, den Stern Zavija (beta Virgo) mit einer Helligkeit von 3,3mag erkennen. Wenn das schöne Wetter anhält, kann man morgen und übermorgen gut beobachten, wie sich die Position von Mars relativ zu diesem Stern ändern wird.

Hier noch ein Foto des Mondes, aufgenommen durch mein Spektiv mit 25facher Vergrößerung: 
Mondsichel am 18.10.2017 um 7 Uhr
Die Mondsichel ist nur noch zu drei Prozent beleuchtet, Einzelheite sind auf diesem Bild mehr zu erahnen als zu erkennen.

Morgen, am Donnerstag, den 19.10.2017 ist Neumond. Dieser findet exakt um 21:12 Uhr statt, vom Moment des Fotos sind also noch gut 38 Stunden bis dahin. Eine noch schmalere Mondsichel zu fotografieren wird mit meinen Mittel kaum möglich sein. Morgen früh zur gleichen Zeit wäre der Mond nur noch zu einem Prozent beleuchtet, mathematisch würde er um 7:09 Uhr aufgehen, das wären nur noch 47 Minuten vor Sonnenaufgang, bzw. 14 Stunden bis zum exakten Neumondzeitpunkt. Bis der Mond über die Egge gestiegen ist, so dass ich ihn theoretisch sehen könnte, ist die Morgendämmerung schon so weit fortgeschritten, das man dann den zu erwartenden "Hauch" von Mondsichel doch nicht mehr erkennen kann.

Dienstag, 17. Oktober 2017

17. Oktober: Saharastaub dämpft Sonnenstrahlen

Heute ist der Himmel schon bald nach den ersten Morgenstunden merkwürdig eingetrübt. Zunächst dachte ich an Morgendunst, als die Sonne sehr rötlich immer höher stieg. Doch irgendwie schien sie nicht die Kraft zu haben, diesen "Nebel" wegzupusten. Und in der Tat war es kein Nebel, was heute den Blick auf die Sonne trübte, es war Saharastaub und Staub von den aktuellen Waldbränden in Portugal!

Auch am Abend ging die Sonne wieder sehr rötlich gefärbt unter:

Sonne kurz vor dem Untergang am 17.10.2017 um 18 Uhr

Lag der Ertrag meiner Sonnenkollektoren vorgestern noch bei 43 kWh und gestern bei 36 kWh, waren es heute nur noch 17 kWh.

Mehr Informationen zu diesem Wetterphänomen gibt es beim Wetterkanal.

Eine aktuelle Vorhersagekarte für Saharastaub in Europa findet man auf der griechischen SKIRON-Webseite.

Saharastaub-Ereignisse werden besonders oft im Frühjahr und im Herbst gemessen. Hier hat insbesondere das Schweizer Amt für Meterologie langjährige Erfahrung mit seiner Meßstation am Jungfraujoch

17. Oktober: Der Mond bei Mars und Venus

Auch heute früh war es wieder klar, vielleicht die längste Schönwetterperiode dieses Herbst und Sommers?

Der Mond ist jetzt deutlich an den Mars und die Venus heran gekommen. Heute früh stand er knapp oberhalb des Mars. Die Venus versucht, sich auf dem nachfolgenden Bild noch hinter dem Baum zu verstecken:

Blick nach Osten am Morgen des 17. Oktober 2017

Auf dem obigen Foto kann man beim Mond deutlich das "Erdlicht" erkennen. Mit bloßem Auge ist es nicht ganz so auffällig, in einem Fernglas jedoch sofort zu ekennen. Auch die Nachtseite, also die dunkle Seite des Mondes ist nicht vollkommen dunkel, sondern leicht aufgehellt. Denn überall dort, wo wir hinschauen können kann man natürlich auch umgekehrt uns sehen. Und so scheint über dem dunklen Nacht-Teil des Mondes unsere Erde zu stehen. Diese erscheint am Mondhimmel etwa viermal größer als der Mond am Erdhimmel. Und bringt dadurch natürlcih auch etwas Licht in die ansonsten stockfinstere Mondnacht, das "Erdlicht" eben. Hier einmal auf einem etwas länger belichtetem Mondfoto:

Auch im Erdlicht lassen sich auf der Mondoberfläche verschiedene Gebiete unterscheiden.

Und hier noch ein weiteres Bild der heute früh nur noch zu 7 Prozent beleuchteten Mondsichel:

Mondsichel am 17. Oktober um 6:30 Uhr

Montag, 16. Oktober 2017

16. Oktober 2017: Mond am Morgenhimmel

Auch heute war die Nacht wieder klar. Die immer schmaler werdende Mondsichel leuchtete wieder sehr schön am Morgenhimmel. Unverkennbar stand sie heute früh deutlich niedriger und östlicher als noch gestern um diese Zeit. Morgen früh wird sie sich noch weiter an Mars und Venus angenähert haben, aber ob dann der Himmel immer noch klar ist?

Mond und Venus (hinter dem Baum links von der Mitte). Mars unterhalb der Bildmitte ist zwar deutlich lichtschwächer als die Venus, aber trotzdem besser zu erkennen.

Mondsichel am 16. Oktober 2017 um 6:30 Uhr

Sonntag, 15. Oktober 2017

16. - 22. Oktober: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche haben wir Neumond, die Nächte eignen sich gut zur "deep-sky"-Beobachtung, wenn denn das Wetter mitspielt. Von den großen Planeten ist Saturn am Abend bis gegen 21 Uhr zu beobachten. Er zeigt zur Zeit seine größtmögliche Ringöffnung von knapp 27° Grad.  Die Venus ist Eiterhin heller Morgenstern, sie geht jedoch erst gegen 6 Uhr auf. Auch Mars kann am Morgenhimmel gefunden werden. Die ISS ist in dieser Woche nicht am Nachthimmel zu beobachten.

Am Montag, den 16. Oktober,  geht die Sonne um 7:51 Uhr auf und um 18:29 Uhr unter, der helle Tag ist also 27 Minuten kürzer als noch vor einer Woche. Um 19:30 Uhr hält Heinz-Bernd Eggenstein an der Sternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus einen Vortrag über veränderliche Sterne: "Veränderliche - den Pulsschlag ferner Sonnen messen".

Am Dienstag, den 17. Oktober, zeigt der abnehmende Mond maximale Libration, Krater Grimaldi steht nah am Rand. Die nur noch zu 7 Prozent beleuchtete schmale Mondsichel geht um 5 Uhr kurz vor Mars und Venus im Osten auf.

Am Mittwoch, den 18. Oktober, geht am frühen Morgen der Mond etwa zeitgleich gegen 6 Uhr zusammen mit der Venus auf, sie stehen nur ca. 3 Grad voneinander entfernt. Mars steht heute früh nur einen Vollmonddurchmesser (30' Bogenminuten) entfernt vom Stern beta in der Jungfrau (3,8mag). Und Kleinplanet Massalia (10,0mag) geht nur in 5' Bogenminuten Abstand an Stern 140 Tour (6,9mag) vorüber.

Am Donnerstag, den 19. Oktober, ist exakt um 21:12 Uhr Neumond. Uranus (6,0mag) steht heute in Opposition zur Sonne und ist die ganze Nacht über zu beobachten. Mit dem bloßen Auge ist er jedoch nur an besonders dunklen Stellen mit ausgezeichnetem Nachthimmel zu sehen, bei uns wird man sicherlich ein Fernglas brauchen.

Am Freitag, den 20. Oktober, finden nach meiner Recherche in den verschiedenen astronomischen Jahrbüchern so gar keine besonderen Ereignisse statt. Da können wir dann einfach mal den Nachthimmel so genießen.

Am Samstag, den 21. Oktober, ist die schmale Mondsichel (nur 2 Prozent sind beleuchtet) wohl noch nicht in der Abenddämmerung zu finden, sie geht um 19:30 Uhr unter.

Am Sonntag, den 22. Oktober, zeigt der veränderliche Stern Algol um 1:52 Uhr ein Helligkeitsminimum. Am Abend geht die jetzt zu 6 Prozent beleuchtete Mondsichel um 20:02 Uhr unter, tief im Südwesten könnte sie nach Sonnenuntergang gefunden werden.

15. Oktober: Der abnehmende Mond, Venus, Mars und ein Löwe

Auch heute früh war der Himmel wieder klar, deshalb leich noch einmal ein Foto des abnehmenden Mondes. Aufgenommen um 6:33 Uhr:

Mondsichel am 15. Oktober um 6:30 Uhr
Und hier noch ein Bild aus meinem Dachfenster heraus Richtung Osten fotografiert. Bei einer Belichtungszeit von einer Sekunde ist der Mond natürlich stark überbelichtet. Dafür kann man aber die Venus erkennen, die gerade aufgegangen unten durch den Baum in der Mitte scheint und auch der Mars, etwas weiter rechts, gerade oberhalb dieses Baumes ist zu sehen. Die hellen Sterne des Sternbilds Löwe lassen sich links neben und unterhalb des Mondes ebenfalls gut erkennen. Der kleine Streifen rechts neben dem Mond stammt von einem Flugzeug.

Morgenhimmel Richtung Osten, mit Venus, Mars, dem Löwen, Mond und Flugzeug

Samstag, 14. Oktober 2017

14. Oktober: Der Mond am Morgenhimmel

heute früh, bevor ich frische Brötchen vom Bäcker holte, habe ich schnell noch einmal unseren Mond fotografiert. Die abnehmende Sichel strahlte wunderschön in der Morgendämmerung vom Himmel.

In der Mitte dicht am Terminator, der Tag/Nacht-Grenze auf dem Mond kann man sehr gut den großen Krater Kopernikus erkennen. Darüber sind noch ein paar Bergspitzen erkenen die gerade noch von der untergehenden Sonne beleuchtet werden.

Der Mond am 14.10.2017 gegen 7 Uhr früh.

Auf der nachfolgenden Aufnahme ist der Mond überbelichtet. Dadurch kann man jedoch auf der rechten Seite des Fotos noch zwei Sterne des Sternbilds Krebs erkennen.  Der linke der beiden Sterne (63 Cnc) wurde bis kurz vor 6 Uhr noch vom Mond bedeckt, da habe ich jedoch noch selig geschlafen.

Der Mond mit zwei Sternen im Sternbild Krebs (rechts oben)
Die beiden Sterne im Krebs haben eine Helligkeit von 5,2mag bzw. 5,8mag, sind also in dunklen Nächten durchaus noch mit dem bloßen Auge zu sehen. Sie stehen ungefähr 150 Lichtjahre von uns entfernt.

Dienstag, 10. Oktober 2017

16. Oktober: Vortrag "Veränderliche - den Pulsschlag ferner Sonnen messen"

Am Montag, den 16. Oktober, gibt es wieder einen Vortrag an der Volkssternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus. Mein Freund Heinz-Bernd Eggenstein referiert über veränderliche Sterne. In der Ankündigung der Sternwarte heisst es dazu:

Während uns die Objekte des Sonnensystems ständig neue Konstellationen und Erscheinungen bieten, galten „Fixsterne“ lange als Inbegriff ewiger Beständigkeit. Doch beobachtet man Sterne über einen längeren Zeitraum, erkennt man bei vielen überraschend vielfältige Veränderungen ihrer Helligkeit.

Diese können sich in Sekundenbruchteilen oder ausgedehnt über mehrere Jahrzehnte abspielen. Sie können regelmäßig oder unregelmäßig sein, schwach oder stark ausgeprägt. Ebenso vielfältig sind die astrophysikalischen Vorgänge, die diese Veränderungen verursachen. Das Beobachten veränderlicher Sterne ist ein spannender und im wahrsten Sinne des Wortes abwechslungsreicher Zweig der Astronomie, der sich zunehmender Beliebtheit bei Amateuren erfreut und sogar einen nützlichen Beitrag der Sternfreunde zur professionellen Wissenschaft liefern kann.

Die nötige Ausrüstung für einen praktischen Einstieg in diese Thematik haben viele, die sich mit der Fotografie beschäftigen, ohnehin zu Hause: Bereits mit einem einfachen Stativ, einer Spiegelreflexkamera und einem Teleobjektiv kann man Messungen an Sternen vornehmen, die man anschließend mit kostenlos erhältlicher Software auswerten kann. Daher eignet sich dieses Thema auch gut für den praktischen Physik- und Astronomie-Unterricht an Schulen.


Der Eintritt kommt wie immer der Arbeit der Volkssternwarte zugute. 

Sonntag, 8. Oktober 2017

9. - 15. Oktober 2017: der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche zieht sich der Mond vom Abendhimmel zurück, die Möglichkeiten auch schwächere "deep-sky"-Objekte am Himmel zu beobachten werden wieder besser. Von den großem Planeten kann Saturn am frühen Abend noch beobachtet werden, die Venus ist strahlender Morgenstern, Auch der deutlich lichtschwächere Mars (1,8mag) kann am Morgenhimmel gefunden werden. Mit einem Fernglas können die Planeten  Uranus und Neptun fast die ganze Nacht über gefunden werden. Die ISS kann bei abendlichen Überflügen beobachtet werden.

Am Montag, den 9. Oktober, geht die Sonne um 7:39 Uhr auf und um 18:44 Uhr unter, der helle Tag ist jetzt also nur noch knapp 11 Stunden lang. Zwischen 20:23 Uhr und 20:27 Uhr fliegt die ISS von Westen kommend in maximal  48° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg, in südöstlicher Richtung verschwindet sie dann im Erdschatten. Der abnehmende Mond geht um 21:18 Uhr auf, er ist jedoch noch zu 79 Prozent beleuchtet. Er steht im Sternbild Stier nahe bei Aldebaran.

Am Dienstag, den 10. Oktober, geht der Mond um 22:04 Uhr auf, er steht oberhalb des Sternbilds Orion. Die ISS kann zwischen 19:31 Uhr und 19:37 Uhr bei ihrem Überflug beobachtet werden. beim Aufstieg im Westen fliegt sie um 19:32:30 Uhr exakt vor dem hellen Stern Arkturus im Sternbild Bootes (Bärenführer) vorüber. Um 20:27 Uhr kommt es in nördlicher Richtung (Azimut 10° Grad, Höhe 36° Grad) zu einem mit -5mag sehr hellem Iridiumflare.

Am Mittwoch, den 11. Oktober, geht der Mond erst um 23 Uhr auf, heute steht er bereits im Sternbild Zwillinge. Um 6:00 Uhr kommt es in SSW-Richtung (Azimut 196° Grad, Höhe 46° Grad), an der "Schulter" von Orion, zu einem mit -8mag extrem hellen Iridiumflare. Die ISS kann noch einmal zwischen 20:16 Uhr und 20:20 Uhr bei einem Überflug beobachtet werden, sie erreicht jedoch nur noch eine maximale Höhe von 30° Grad über dem Horizont. Um 20:21 Uhr kommt es noch einmal in nördlicher Richtung (Azimut 11° Grad, Höhe 37° Grad) zu einem extrem hellen Iridiumflare von -7mag.

Am Donnerstag, den 12. Oktober, erreicht der Mond exakt um 14:26 Uhr das Letzte Viertel, theoretisch geht er dann gerade unter, wird aber wegen des hellen Tageslichts nicht zu sehen sein. Abends geht er erst um Mitternacht auf. Die ISS fliegt zwischen 19:23 Uhr und 19:30 Uhr noch einmal in maximal 43° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg.

Am Freitag, den 13. Oktober, fliegt die ISS zwischen 20:07 Uhr und 20:12 in nur noch maximal 18° Grad Höhe über unseren Südwest-Horizont hinweg.

Am Samstag, den 14. Oktober, ist die ISS ein letztes Mal am Abendhimmel zwischen 19:15 Uhr und 19:23 Uhr tief über dem Horizont bei ihrem Überflug zu beobachten.

Am Sonntag, den 15. Oktober, geht die weiter abnehmende Mondsichel erst gegen 2:30 Uhr auf. Sie nähert sich Regulus, dem hellsten Stern des Löwen.


Donnerstag, 5. Oktober 2017

5. Oktober: Vollmond

Tagsüber hat es hier kräftig gestürmt,  das Landesgartenschaugelände musste geschlossen werden, weiter nördlich gab es in Deutschland sogar Ausnahmezustand und sogar Tote zu beklagen.

Doch nach dem Sturm kehrte Ruhe ein - und heute Abend ließ sich zeitweise sogar der Mond am Himmel blicken.

Hier zwei Fotos, entstanden kurz nach Mondaufgang, als er noch recht tief im Osten stand.

Vollmond am Donnerstag, den 5. Oktober

Blick Richtung Osten
Wie friedlich kann doch manchmal unsere Welt sein!

Sonntag, 1. Oktober 2017

2. - 8. Oktober 2017: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche haben wir Vollmond. Sein helles Licht überstrahlt viele schwächere Sterne am Nachthimmel. Von den großen Planeten ist die Venus im Osten als Morgenstern gut zu beobachten. Saturn kann am Abend noch bis gegen 21:30 Uhr tief im Westen gefunden werden. Die ISS kann bei abendlichen Überflügen beobachtet werden.

Am Montag, den 2. Oktober, zeigt der veränderliche Stern Algol im Perseus gleich nach Mitternacht um 0:11 Uhr ein Helligkeitsminimum. Die Venus (-4mag) geht nur 4 1/2' Bogenminutensüdlich an chi Leonis (4,7mag) vorüber. Die Sonne geht um 7:27 Uhr auf und um 19:00 Uhr unter, damit ist der helle Tag einmal mehr 27 Minuten kürzer als noch vor einer Woche. der Mond ist heute Abend bereits zu 90 Prozent beleuchtet. Um 19:11 Uhr gibt es im Sternbild "Kleiner Wagen" in der Nähe des Polarsterns einen mit -8mag sehr, sehr hellen Iridiumflare. Die ISS zieht zwischen 20:00 Uhr und 20:06 Uhr in maximal 63° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg.

Am Dienstag, den 3. Oktober, kommt es gegen 2:00 Uhr fast zu einer Sternbedeckung eines 7mag schwach leuchtenden Sternchens durch den Mond. Um 20:44 Uhr steigt die ISS schnell aus westlicher Richtung am Himmel hinauf und fliegt exakt durch den Zenit über unsere Stadt hinweg, um 20:49 Uhr verschwindet sie hoch am Himmel im Erdschatten. Um 21:11 Uhr gibt es genau in nördlicher Richtung in 22° Grad Höhe einen mit -7mag sehr hellen Iridiumflare.

Am Mittwoch, den 4. Oktober, kommt es gegen 0:20 Uhr zu einer Sternbedeckung eines mit 5mag  leuchtenden Sternchens (chi Aquarii) durch den Mond. Außerdem zeigt der Mond maximale Libration in Länge, das Mare Crisium steht nah am Rand. Der veränderliche Stern Algol zeigt heute um 20:11 Uhr erneut ein Helligkeitsminimum. Zwischen 19:52 Uhr und 19:58 Uhr fliegt die ISS sehr hoch(max. 82° Grad)  am Abendhimmel über uns hinweg, unterwegs kommt sie scheinbar den Sternen Wega in der Leier und Deneb im Schwan sehr nahe. Um 21:05 Uhr gibt es erneut genau in nördlicher Richtung in 24° Grad Höhe einen mit -6mag sehr hellen Iridiumflare.

Am Donnerstag, den 5. Oktober, ist exakt um 20:40 Uhr Vollmond. Am frühen Morgen zieht die Venus nur mit 22' Bogenminuten Abstand an Mars (1,8mag) vorbei. In nur etwas größerem Abstand (28' Bogenminuten) von ihr befindet sich sigma Leonis (4,1mag). Zwischen 20:36 Uhr und 20:41 Uhr fliegt die ISS ein weiteres Mal in dieser Woche (fast) genau über unsere Stadt hinweg.

Am Freitag, den 6. Oktober, fliegt die ISS zwischen 19:44 Uhr und 19:49 Uhr ein drittes Mal in dieser Woche exakt über unsere Stadt hinweg. Um 20:46 Uhr gibt es in nördlicher Richtung in 35° Grad Höhe einen mit -7mag sehr hellen Iridiumflare.

Am Samstag, den 7. Oktober, steht Mars im Aphel seiner Bahn um die Sonne, also am weitest entferntesten Punkt. Die ISS fliegt heute in maximal 72° Grad Höhe zwischen 20:28 Uhr und 20:32 Uhr über unseren Abendhimmel hinweg.

Am Sonntag, den 8. Oktober, zeigt der Mond maximale Libration in Breite, so dass wir seinen Nordpol sehen können. Er geht um 20:39 Uhr auf und ist noch zu 88 Prozent beleuchtet.  Der Sternschnuppenschwarm der Draconiden hat heute sein Maximum, wegen des hellen Mondes dürften aber nur wenige Sternschnuppen zu sehen sein. Die ISS fliegt heute zwischen 19:35 Uhr und 19:42 Uhr in maximal 85° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg.

Dienstag, 26. September 2017

26. September: der Mond am Abend

Der Himmel ist mal wieder reichlich bewölkt. Kurz vor Acht Uhr wollte ich gerne den Iridiumflare beim Polarstern beobachten, doch leider machten wir die Wolken einen Strich durch die Rechnung.

Doch vorhin konnte ich immerhin den tief stehenden Mond fotografieren. Eine etwas skurrile Situation, denn gleichzeitig hat es ein wenig geregnet. Vom Zimmerfenster aus hörte ih, wie die Regentropfen in den Garten fielen, doch gleichzeitg herrschte zum Südwesthorizont hin freie Sicht.

Hier mein Foto:

Mond am 26. September 2017