Montag, 22. Mai 2017

29. Mai: Die Externsteine - ein astronomisches Monument

In der Volkssternwarte Paderborn Schloß Neuhaus gibt es am 29. Mai um 19:30 Uhr wieder einen interessanten Vortrag. Wolfgang Lippek, Autor des Buches "Drei vorgeschichtliche Anlagen im Bereich Lippe-Detmold", redet über:

Die Externsteine - ein astronomisches Monument

 In der Ankündigung des Vortrag heisst es dazu:

Die markante Felsformation der Externsteine bei Horn-Bad Meinberg ist nicht nur ein beliebtes Ausflugsziel und faszinierendes Naturdenkmal im Teutoburger Wald. Sie ist auch ein beeindruckendes Kulturdenkmal mit Jahrtausende alter Geschichte. Esoterikern dienen die Externsteine als An-ziehungspunkt, zur Zeit des Nationalsozialismus wurden sie für den „Germanenmythos“ vereinnahmt.

Wenig bekannt ist jedoch, dass Sie ein vorgeschichtliches Sonnenaufgangs-Observatorium bilden. In jahrelanger Arbeit wies Wolfgang Lippek diese mehr als 2.000 Jahre alte Funktion der Höhenkammer nach. Auch darüber hinaus sorgt unser Zentralgestirn für zahlreiche weitere Lichtphänomene in verschiedenen Bereichen der aus Sandstein bestehenden Gesteinsformation.


Der Eintritt von 4 Euro kommt wie immer der Arbeit der Volkssternwarte zugute. 

Sonntag, 21. Mai 2017

22. - 28. Mai: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche ist Neumond, die (kurzen) Nächte eignen sich daher gut zur Beobachtung auch lichtschwächerer Objekte am Himmel. Von den hellen Planeten ist die Venus weiterhin Morgenstern, Jupiter ist am Abend in Richtung Süden das auffälligste Objekt am Himmel. Mars wird in der Abenddämmerung immer schwieriger zu finden, er geht bereits vor 23 Uhr im Westen unter. Umgekehrt geht Saturn schon bald nach 23 Uhr im Osten auf. Die Internationale Raumstation (ISS) kann bei vielen Überflügen beobachtet werden.

Am Montag, den 22. Mai, geht die Sonne um 5:22 Uhr auf und um 21:22 Uhr unter. Der helle Tag dauert jetzt also schon 16 Stunden. Es sind ja auch nur noch vier Wochen bis zum Sommeranfang, dem längsten hellen Tag des Jahres. So richtig dunkel wird es in der Nacht nicht mehr, die Sonne sinkt keine 18° Grad mehr unter den Horizont. Die  schmale Mond steht heute tief im Osten etwas rechts von der Venus. Die ISS fliegt heute um 2:09 Uhr und um 3:45 Uhr sehr hoch über unsere Stadt hinweg.

Am Dienstag, den 23. Mai, ist der Mond wohl das letzte Mal am Morgen zu sehen, er geht um 4:29 Uhr auf, bis er über die Egge gestiegen ist, dürfte es jedoch in der Dämmerung schon zu hell geworden sein. Vorher in der Nacht  ist die ISS um 1:16 Uhr in 74° Grad Höhe, um 2:53 Uhr in 84° Graf Höhe und um 4:29 Uhr nocheinmal in 35° Grad Höhe bei ihrem Überflug zu beobachten. Am Abend fliegt sie zwischen 22:46 Uhr und 22:51 Uhr recht flach (maximal 18° Grad Höhe) im Südosten über unseren Himmel hinweg. Bei Jupiter stehen am Abend zwei Monde rechts, zwei Monde links.

Am Mittwoch, den 24. Mai, kann die ISS bei Überflügen um 0:24 Uhr (56° Grad Höhe), um 2:01 Uhr (90° Grad Höhe, also direkt über unserer Stadt) und um 3:37 Uhr (49° Grad Höhe) beobachtet werden. Abends dann noch einmal zwischen 23:29 Uhr und 23:36 Uhr in maximal 43° Grad Höhe,

Am Himmelfahrtstag, Donnerstag, den 25. Mai, fliegt die ISS in der Frühe um 1:09 Uhr in 88° Grad Höhe, also praktisch direkt über unsere Stadt hinweg. Weitere Beobachtungen sind möglich um 2:45 Uhr (66° Grad Höhe) und 4:21 Uhr (21° Grad Höhe). Am Abend erreicht der Mond exakt um 21:44 Uhr seine Neumondposition. Zwischen 22:37 Uhr und 22:43 Uhr ist die ISS in maximal 30° Grad Höhe über dem Südhorizont zu erkennen. Bei Jupiter stehen heute Abend alle vier Monde auf der östlichen Seite.

Am Freitag, den 26. Mai, ist die ISS in der Frühe um 0:17 Uhr (79° Grad Höhe), 1:53 Uhr (80° Grad Höhe) und 3:29 Uhr (30° Grad Höhe) zu sehen. Am Abend ist sie zwischen 23:21 Uhr und 23:28 Uhr in maximal 65° Grad Höhe zu sehen.

Am Samstag, den 27. Mai, kann man am Abend wahrscheinlich das erste Mal wieder nach Neumond eine schmale Mondsichel erkennen. Er ist dann zu 6 Prozent beleuchtet und geht um 23:13 Uhr unter. Trotz schmaler Sichel können wir, da er maximale Libration in Breite zeigt, auch seinen Nordpol sehen. Die ISS kann am Morgen um 1:01 Uhr (88° Grad Höhe), 2:37 Uhr (43° Grad Höhe) und vielleicht noch um 4:13 Uhr (12° Grad Höhe) beobachtet werden, am Abend dann zwischen 22:29 Uhr und 22:38 Uhr in maximal 48° Grad Höhe. Um 0:09 Uhr (am Sonntag!) fliegt die ISS dann ein weiteres Mal genau über unsere Stadt hinweg.

Am Sonntag, den 28. Mai, geht der zu 14 Prozent beleuchtete Mond gegen Mitternacht im Westen unter. Die ISS kann Sonntagfrüh noch um 1:45 Uhr in 59° Grad Höhe bei ihrem Überflug beobachtet werden. Ab etwa 1:00 Uhr wandert Jupitermond Io vor derPlanetenscheibe entlang. Europa wird durch den Planeten selbst verdeckt, so dass nur die Jupitermonde Ganymed und Kallisto westlich von Jupiter zu sehen sein werden. Am Abend ist sie zwischen 23:13 Uhr und 23:21 Uhr zu sehen, aus dem Westen kommend steigt sie schnell bis auf 83° Grad hoch über unsere Köpfen hinauf und fliegt dann schnell genau nach Osten zum Horizont weiter.

Sonntag, 14. Mai 2017

15. - 21. Mai: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche ist der abnehmende Mond nur noch in der zweiten Nachthälfte zu sehen. Von den hellen Planeten ist die Venus ab ca. 4:30 Uhr als Morgenstern sichtbar. Mars kann am Abend nach Sonnenuntergang bis ca. 22:45 Uhr noch im Westen gefunden werden. Jupiter geht morgens gegen 4:00 Uhr im Südwesten unter. Saturn geht gegen Mitternacht im Südosten auf.

Am Montag, den 15. Mai, fliegt die ISS zwischen 3:23 Uhr und 3:28 Uhr in maximal 41° Grad Höhe über unseren Himmel hinweg. Hoch über Mond und Saturn fliegt sie genau an Altair, dem hellsten Stern des Adlers, entlang. Die Sonne geht um 5:32 Uhr auf und um 21:11 Uhr unter. Der helle Tag ist also noch einmal gut zwanzig Minuten länger als noch vor einer Woche. Bei Jupiter stehen heute Abend alle vier Monde westlich (rechts) des Planeten.Um 23:03 Uhr gibt es über dem aufgehenden schwan im Nordosten (Azimut 39° Grad) in 35° Grad Höhe einen hellen Iridiumflare (-4mag).

Am Dienstag, den 16. Mai, fliegt die ISS sehr hoch über unsere Stadt hinweg, in 78° Grad Höhe brührt sie fasst die helle Wega, dichtt beim Zenit. Ab 4:05 Uhr steigt sie aus Westen kommend am Himmel auf und verschwindet acht Minuten später am Osthorizont.

Am Mittwoch, den 17. Mai, fliegt die ISS zwischen 3:15 Uhr und 3:21 Uhr in maximal 62° Grad Höhe über unseren Himmel hinweg.

Am Donnerstag, den 18. Mai, fliegt die ISS vier Sekunden vor 4:00 Uhr exakt über unsere Stadt hinweg. Sie erscheint knapp vier Minuten vorher im Westen und verschwindet vier Minuten später im Osten in Richtung Dämmerung. Wenn Saturn gegen Mitternacht aufgeht, steht er dicht beim Stern 58 Oph., dieser Stern ist 4,8mag hell. Der Abstand beträgt nur ca. 2/3 des Monddurchmessers. Bei Jupiter stehen heute Abend alle vier Monde östlich (links) des Planeten.

Am Freitag, den 19. Mai, erreicht der Mond ziemlich genau zum Zeitpunkt seines Aufgehens im Südosten um 2:45 Uhr auch genau das Letzte Viertel. Zwischen 3:06 Uhr und 3:13 Uhr fliegt die ISS in maximal 82° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel. Zwischen 4:40 Uhr und 4:48 Uhr erscheint sie noch einmal, um 4:44 Uhr fliegt sie ganz dicht an der Wega vorüber.

Am Samstag, den 20. Mai, fliegt die ISS zwischen 3:48 Uhr und 3:56 Uhr noch einmal praktisch genau über unsere Stadt hinweg. Der Mond zeigt morgens maximalöe Libration in Länge, der dunkle Krater Grimaldi steht weit ab vom Rand. Abends gibt es um 22:48 Uhr einen mit -7mag sehr hellen Iridiumflare im Nordosten über den aufgehenden Sterbildern leier und Schwan in 41° grad Höhe (Azimut 42° Grad)

Am Sonntag, den 21. Mai, fliegt die ISS bereits eine Stunde früher (zwischen 2:57 Uhr und 3:04 Uhr) direkt über unsere Stadt hinweg. Anschließend kann sie noch einmal zwischen  4:33 Uhr und 4:41 Uhr bei einem Überflug mit maximal 56° Grad Höhe beobachtet werden.

Sonntag, 7. Mai 2017

8. - 14. Mai 2017: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche ist Vollmond, die ohnehin nur noch kurzen Nächte werden zusätzlich durch das Licht des vollen Mondes erhellt. Die Venus ist strahlender Morgenstern, sie geht ca. 4:30 Uhr im Südosten auf. Mars ist am Abend bis ca. 23 Uhr im Westen zu sehen. Jupiter erreicht um diese Zeit seine höchste Position im Süden, er geht gegen 4:30 Uhr im Südwesten unter. Saturn geht um Mitternacht im Südosten auf, er bleibt jedoch meist relativ dicht über dem Horizont, seine maximale Höhe liegt bei ca. 16° Grad über dem Horizont. Die ISS kann in der zweiten Wochenhälfte bei morgendlichen Überflügen vor Sonnenaufgang gesichtet werden.

Am Montag, den 8. Mai, geht die Sonne um 5:43 Uhr auf und um 21:01 Uhr unter, der helle Tag dauert deutlich länger als 15 Stunden. Der noch nicht ganz volle Monde geht um 18:19 Uhr auf.

Am Dienstag, den 9. Mai, geht gegen 1:30 Uhr Kleinplanet Vesta (8mag) nur 16' Bogenminuten nördlich an lambda Cancri (5,9mag) vorüber. Am Abend geht Mars (1,6mag) nur 13' Bogenminuten nördlich an theta Tauri (4,3mag)vorbei. Beide Ereignisse lassen sich gut mit einem Fernglas beobachten. Um 23:26 Uhr kommt es im Nordosten (30° Grad Azimut) in 22° Grad Höhe zu einem mit -4mag hellem Iridiumflare. Um 23:43 Uhr beginnt eine Bedeckung von Jupitermond Ganymed.

Am Mittwoch, den 10. Mai,  kann die ISS zwischen 4:30 Uhr bis 4:35 Uhr am Südosthimmel bei ihrem Überflug gesehen werden, sie fliegt in etwa von Saturn zur Venus. Am Abend erreicht der Mond um 23:43 Uhr die exakte Vollmondposition. Er steht dann im Sternbild Waage, seine höchste Position über dem Horizont erreicht er jedoch erst deutlich nach Mitternacht, auch dann steht er jedoch nur 24° Grad über dem Horizont. Bei Jupiter stehen am Abend zwei Monde links, zwei Monde rechts, wobei Io und Kallisto aufeinander zulaufen und um 23:09 Uhr ihre Plätze praktisch tauschen.

Am Donnerstag, den 11. Mai, zeigt der Mond am Abend maximale Libration in Breite, wir können auf seinen Südpol schauen. Er geht um 21:29 Uhr auf, ist immer noch zu 99 Prozent beleuchtet.

Am Freitag, den 12. Mai, erscheint um 4:21 Uhr die ISS am Morgenhimmel in der Nähe des Mondes und fliegt dann in wenigen Minuten bis 4:28 Uhr Richtung Osten der Sonne entgegen. Am Abend geht der Mond um 22:29 Uhr auf, auch heute ist er noch zu 96 Prozent beleuchtet, er nähert sich nachts langsam dem Planeten Saturn an.

Am Samstag, den 13. Mai, zieht am Abend Jupitermond Io ab 21:43 Uhr vor der Jupiterscheibe vorüber. Da auch Mond Europa nach Sonnenuntergang vom Planetenschatten verfinstert wird (bis 22:54 Uhr), sind für eine gute Stunde nur die Monde Kalliso und Ganymed zu sehen. Der Mond geht um 23:24 Uhr auf. Er ist heute zu 92 Prozent beleuchtet und steht oberhalb des Planeten Saturn. Die ISS fliegt am frühen Morgen zwischen 4:14 Uhr und 4:20 Uhr in maximal 56° Grad Höhe über den Morgenhimmel.

Am Sonntag, den 14. Mai, geht in der Frühe um 4 Uhr Planet Neptun (7,9mag) nur 9' Bogenminuten südlich am Stern 81 Aquarii (6,4mag) vorüber. Im Fernglas lässt sich auch Neptun finden. Die ISS ist bereits vorher zwischen 3:22 Uhr und 3:27 Uhr in maximal 40° Grad Höhe am Morgenhimmel entlang. Am Abend endet um 21:52 Uhr eine Verfinsterung von Jupitermond Io zu Ende. Der Mond geht erst kurz nach Mitternacht (also am Montag) auf.

Samstag, 29. April 2017

1. - 7. Mai: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche bestimmt der immer stärker zunehmende Mond den Abend- und Nachthimmel. Die Venus geht gegen 5:00 Uhr als strahlender Morgenstern auf, am Abend kann Mars noch gegen 23 Uhr im Westen gefunden werden. Jupiter erreicht kurz vor Mitternacht seine höchste Position im Süden, Saturn geht noch vor 1:00 Uhr im Südosten auf. Die ISS kann diese Woche nicht bei nächtlichen Überflüge beobachtet werden.

Am Montag, den 1. Mai, geht die Sonne um 5:56 Uhr auf und um 20:49 Uhr unter. Kleinplanet Vesta (7,9mag) ist zu Monatsbeginn im Sternbild Krebs am Abend noch gut zu beobachten.

Am Dienstag, den 2. Mai, kommt ist am Abend Jupitermond Ganymed hinter dem Planeten bedeckt, um 22:34 Uhr tritt er hinter Jupiter wieder hervor, wird aber ab 22:43 Uhr schon wieder von Jupiters Schatten verfinstert.

Am Mittwoch, den 3. Mai, zeigt der veränderliche Stern Algol um 0:21 Uhr ein Helligkeitsminimum. Der Mond erreicht exakt um 4:47 Uhr das Erste Viertel. Zu dieser Zeit steht er bei uns jedoch schon unter dem Horizont, er geht um 2:58 Uhr unter. Am Abend zeigt er maximale Libration in Länge, das Mare Crisium steht fernab vom Mondrand.

Am Donnerstag, den 4. Mai, beginnt um 21:49 Uhr ein Durchgang von Europa vor der Jupiterscheibe, ab 23:04 Uhr wandert auch der Schatten Europas über den Planeten hinweg. Ansonsten findet man alle Jupitermonde auf der gleichen Seite stehend. Um 19 Uhr ist wieder Astrotreff an der Sternwarte des Evangelischen Gymnasium inLippstadt, Beckumer Straße 61, 59555 Lippstadt.

Am Freitag, den 5. Mai, kommt es in der ersten Nachthälfte nach dem gestern begonnen Durchgang von Europa vor der Jupiterscheibe (bis 0:14 Uhr), ab 1:30 Uhr zu einem Durchgang von Io vor dem Planeten.Außerdem bedeckt der Mond ab ca. 1:24 Uhr den Stern 49 Leo (5,7mag).  Am Abend stehen dann bei Jupiter zunächst zwei Monde rechts, zwei Monde links. Ab 22:40 Uhr wird Mond Io von Jupiter bedeckt.

Am Samstag, den 6. Mai, fehlt bei Jupiter zunächst Mond Io,um 22:07 Uhr tritt er wieder dneben dem Planeten in Erscheinung, im Fernrohr kann bis 22:46 Uhr noch der Schatten von Io auf der Planetenscheibe beobachtet werden.

Am Sonntag, den 7. Mai, geht der Mond um 4:48 Uhr unter. Nach seinem Aufgang um 17:14 Uhr ist er am Abend dann zu über 90 Prozent beleuchtet. Er steht heute dicht (2° Grad Abstand)  oberhalb von Jupiter.




Sonntag, 23. April 2017

24. - 30. April 2017: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche haben wir Neumond, die Nächte eignen sich gut zur Beobachtung von "deep-sky"-Objekten am Himmel. Von den großen Planeten ist die Venus als Morgenstern vor Sonnenaufgang im Osten zu sehen, Saturn geht gegen 1:00 Uhr im Südosten auf, Jupiter ist fast die ganze Nacht zu sehen, Mars geht gegen 23 Uhr im Südwesten unter. Die ISS ist in dieser Woche nicht am Himmel zu beobachten.

Am Montag, den 24. April, geht in den Morgenstunden gegen 2 Uhr Kleinplanet Vesta  (7,9mag) nur 6' Bogenminuten nördlich an Stern 4 Cancr (6,2mag) vorüber. Die Sonne geht um 6:09 Uhr auf und um 20:37 Uhr unter, der helle Tag dauert also wieder fast eine halbe Stunde länger als noch vor einer Woche. Am Abend stehen alle vier Jupitermonde auf der gleichen Seite. Unterhalb der Deichsel des Großen Wagens kommt es um 21:20 Uhrzu einem sehr hellen Iridiumflare von -8mag.

Am Dienstag, den 25. April, beginnt um 20:57 Uhr eine Verfinsterung von Jupitermond Ganymed. Um 22:49 Uhr kommt es im Nordosten, am Kopf des Drachen, oberhalb der hellen Wega zu einem iridiumflare von -4mag.

Am Mittwoch, den 26. April, erreicht der Mond exakt um 14:16 Uhr seine Neumond-Position. Am Abend stehen bei Jupiter zwei Monde links, zwei Monde rechts.

Am Donnerstag, den 27. April, kann man zum ersten Mal nach Neumond am Abend wieder die Mondsichel sehen, sie ist jedoch nur zu 3 Prozent beleuchtet und geht um 21:57 Uhr unter.

Am Freitag, den 28. April, bedeckt der Mond den Stern Aldebaran. Die Bedeckung beginnt um 20:17 Uhr, da steht die Sonne noch über dem Horizont, und endet um 21:07 Uhr, kurz nach Sonnenuntergang. Von daher dürfte sie nur schwer, und wenn dann nur mit einem guten Fernglas zu beobachten sein. der Mond ist dann zu 8 Prozent beleuchtet. Monuntergang ist um 23:15 Uhr.

Am Samstag, den 29. April, geht der Mond erst nach Mitternacht um 0:26 Uhr unter. Die Mondsichel ist am Abend zu 25 Prozent beleuchtet. Um 22:34 Uhr kommt es erneut beim Kopf des Sternbilds Drache zu einem sehr hellen Iridiumflare von -7mag.

Am Sonntag, den 30. April, erstrahlt die Venus als Morgenstern im "größten Glanz" mit einer Helligkeit von -4,7mag. Kurz nach Sonnenuntergang kommt es um 20:53 Uhr unterhalb des Großen Wagens genau im Osten in 74° Grad Höhe zu einem mit -8mag sehr hellem Iridiumflare. Um 23:25 Uhr kommt es zur Bedeckung eines kleinen Sternchens (6,2mag) durch den Mond.

Sonntag, 16. April 2017

17. - 23. April: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche erreicht der Mond das Letzte Viertel, seine Aufgänge erfolgen immer später am Morgen. Von den hellen Planeten ist Mars am Abend bis gegen 23 Uhr im Westen zu finden, Jupiter ist praktisch die ganze Nacht über zu sehen. Saturn geht um ca. 1:30 Uhr im Südosten auf und die Venus leuchtet als Morgenstern ab ca. 5:30 Uhr. Die Internationale Raumstation ist in dieser Woche nicht bei nächtlichen Überflügen zu sehen.

Am Ostermontag, den 17. April, geht die Sonne um 6:24 Uhr auf und um 20:26 Uhr unter, der helle Tag dauert jetzt also schon länger als 14 Stunden. Am Abend stehen bei Jupiter die Monde Ganymed und Europa dicht beieiander.

Am Dienstag, den 18. April, ist um 21:47 Uhr exakt an der Spitze der Deichsel des Großen Wagen ein mit -5mag recht heller Iridiumflare zu beobachten.  Um 23:01 Uhr beginnt eine Bedeckung von Jupitermond Europa, außerdem ziehen Ganymed und Io aneinander vorüber.

Am Mittwoch, den 19. April, erreicht der Mond exakt um 11:57 Uhr das Letzte Viertel. Am Abend ist  um 21:41 Uhr nocheinmal an der Spitze der Deichsel des Großen Wagen ein Iridiumflare zu beobachten, diesmal mit -8mag sogar extrem hell. Um 23:06 Uhr gibt es im Nordosten, in 25° Grad Höhe zwischen den aufgehenden Sternbildern Schwan und Leier einen weiteren sehr hellen (-7mag) Iridiumflare.

Am Donnerstag, den 20. April, beginnt um 22:01 Uhr ein Durchgang von Jupitermond Io vor der Planetenscheibe, ab 22:19 Uhr ist auch der Schatten von Io auf der Planetenoberfläche zu sehen.

Am Freitag, den 21. April, kann man beim aufgehenden Mond in aller Frühe das "Erdlicht" scheinen sehen. Außerdem zeigt er maximale Libration in Länge, der Krater Grimaldi steht fernab vom Mondrand. Um 23:06 Uhr gibt es im Nordosten, in 29° Grad Höhe zwischen den aufgehenden Sternbildern Schwan und Leier einen -3mag Iridiumflare.

Am Samstag, den 22. April,  stehen am Abend bei Jupiter zwei Monde links, zwei Monde rechts. Um 23:01 Uhr gibt es erneut im Nordosten, in 30° Grad Höhe zwischen den aufgehenden Sternbildern Schwan und Leier einen sehr hellen, -7mag, Iridiumflare. Achtung Ergänzung: Planetenwanderung in Bad Lippspringe, Astronomie für Kinder, Jugendliche, deren Groß-/Eltern und Interessierte, witterungsangepasste Kleidung mitbringen, bei guter Sicht mit Teleskopbeobachtung
Dauer: ca. 3,5 Std. Beginn 18 Uhr
Weglänge: ca. 6 km
Kosten: 1,- €/pro Person (Der Beitrag dient dem Erhalt des Planetenweges)
Leitung: Arnold Hoppe, Planetariumsgesellschaft OWL e.V.
Veranstalter: Planetariumsgesellschaft OWL e.V.
Ort: Arminiuspark an der Sonne,
Beginn 18 Uhr

Am Sonntag, den 23. April, gibt es am Vormittag in Bad Lippspringe ein Matinee des Filmclubs. Von 11:00 bis 12:30 Uhr werden im Odin-Filmtheater erstklassige Kurzfilme von Amateuren gezeigt, darunter auch "Farbenrausch in Lappland" meines Freundes Manfred Friedrich. Am Abend tauschen gegen 23 Uhr die Jupitermonde Io und Europa die Plätze, Io steht dabei etwa einen halben Jupiter radius südlich von Europa.

Sonntag, 9. April 2017

10. - 16. April: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche haben wir Vollmond. Von den großen Planeten ist die Venus am frühen Morgen zu sehen, sie geht um ca. 5:30 Uhr im Osten auf,  Saturn geht bereits bald nach 2:00 Uhr in der Frühe im Südosten auf. Mars ist am Abend noch bis gegen 23 Uhr im Westen zu sehen, Jupiter leuchtet die ganze Nacht. Die ISS verabschiedet sich in dieser Woche von ihrer abendlichen Sichtbarkeitsperiode.
Hoch im Norden, vom Sternbild Kleine Bärin in das Sternbild Drache ziehend, kann in dieser Woche mit einem guten Fernglas (oder länger belichteten empfindlichen Fotokameras) der Komet 41P/Tuttle-Giacobini-Kresak beobachtet werden. Am 14. April erreicht er sein Perihel, d.h. den sonnennächsten Punkt auf seiner Bahn. Er hat etwa eine helligkeit von 7mag - 8mag, sit also gerade so für das bloße Auge nicht zu finden. da er der Erde sehr nach kommt, erscheint er als relative großer diffuser Fleck am Himmel, man braucht also dunkle Standorte zur Beobachtung, am besten noch bevor am Abend der Mond aufgegangen ist.

Am Montag, den 10. April, geht die Sonne um 6:39 Uhr auf und um 20:14 Uhr unter. Die ISS zieht zwischen 20:54 Uhr und 21:00 Uhr in maximal 46° Grad über unseren Abendhimmel im Süden hinweg. Der Mond steht Abends dicht bei Jupiter, um 23 Uhr ist der Abstand mit nur 1,4° Grad am geringsten. Um 22:17 Uhr gibt es, nicht weit von der Deichsel des Großen Wagen und oberhalb des Sternbilds Bärenhüter einen mit -8mag sehr hellen Iridiumflare zu beobachten (Höhe 44° Grad, Azimut 66° Grad).

Am Dienstag, den 11. April, ist Vollmond, der erste Vollmond nach Frühlingsanfang, deshalb feiern wir am auf diesen Vollmond folgenden Sonntag das Osterfest. Die exakte Vollmondposition wird zwar schon am Vormittag um 8:08 Uhr erreicht, wenn der Mond unter dem Horizont steht, aber wenn er abends kurz nach Sonnenuntergang im Osten aufgeht, ist er immer noch zu 100 Prozent beleuchtet. Er ist jetzt schon deutlich an Jupiter vorbeigezogen, der nach Sonnenuntergang schon deutlich über dem Horizont im Osten erscheint. Die ISS ist heute Abend zwischen 21:38 Uhr und 21:43 Uhr im Südwesten in maximal 19° Grad Höhe über dem Horizont zu sehen. Um 23:16 Uhr gibt es in 9° Grad Höhe flach über dem Horizont im Nordosten, dicht beim Stern Deneb im Schwan einen -6mag hellen Iridiumflare.

Am Mittwoch, den 12. April,  gibt es um 23:19 Uhr noch einmal tief im Nordosten, heute sehr dicht an Deneb, einen hellen Iridiumflare von -6mag. Um 23:22 Uhr erreicht der veränderliche Stern Algol im Perseus ein Helligkeitsminimum. In Bad Lippspringe wird heute Vormittag die Landesgartenschau eröffnet. Ob wohl die Sonne scheinen wird?

Am Donnerstag, den 13. April, kann zwischen 21:32 Uhr und 21:35 Uhr ein letztes Mal die ISS in jedoch nur noch 10° Grad Höhe über dem Horizont im Südwesten beobachtet werden. Um 22:27 Uhr endet ein Durchgang von Io vor der Scheibe des Jupiters. Der Mond zeigt heute maximale Libration in Breite, wir können seinen Südpol sehen.

Am Karfreitag, den 14. April,gibt es um 22:02 Uhr an ähnlicher Position wie am Montag (Höhe 50° Grad, Azimut 70° Grad) einen mit -8mag sehr hellen Iridiumflare zu beobachten. Der Mond geht heute erst um 23:37 Uhr auf, deshalb kann vorher nach Sonnenuntergang vielleicht im Westen das Zodiakallicht beobachtet werden.

Am Samstag, den 15. April, stehen bei Jupiter am Abend zwei Monde links, zwei Monde rechts. Da der Mond erst nach Mitternacht aufgeht, kann bis dahin der Abend schon wieder zur deep-sky-Beobachtung genutzt werden.

Am Ostersonntag, den 16. April,  kann man am Abend bei Jupiter bald nach Sonnenuntergang beobachten, wie die Monde Europa und Io dicht beieinander stehen, bzw. aneinander vorbei ziehen.

Ich wünsche allen Lerserinnen und Lesern meines Blogs ein gesegnetes und fröhliches Osterfest!

Samstag, 1. April 2017

3. - 9. April: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche bestimmt der immer voller werdende Mond den Abendhimmel. Die ISS fliegt mehrmals genau über unsere Stadt hinweg. Merkur ist abends nur noch schwierig und knapp über dem Horizont im Westen zu finden. Die Venus verbessert ihre Sichtbarkeit am frühen Morgen (ab etwa eine Stunde vor Sonnenaufgang) ein wenig. Mars ist Abends bis etwa 23 Uhr zu sehen. Jupiter erreicht diese Woche seine Oppositionsstellung und ist die ganze Nacht über zu sehen. Saturn geht um ca. 2:30 Uhr im Südosten auf.

Am Montag, den 3. April, geht die Sonne um 6:55 Uhr auf und um 20:02 Uhr unter. Der helle Tag dauert jetzt schon etwas länger als 13 Stunden. Der Mond erreicht exakt um 20:40 Uhr das Erste Viertel. er steht im Sternbild Zwillinge. Er geht erst am Dienstag um 3:31 Uhr unter. Die ISS ist heute Abend gleich zweimal zu sehen. Zwischen 20:32 Uhr und 20:40 Uhr fliegt sie in maximal 66° Grad Höhe über unseren gesamten Himmel oberhalb des Mondes entlang. Beim zweiten Mal steigt sie um 22:10 Uhr direkt im Westen hoch hinauf, fliegt fast exakt durch den Zenit (88° Grad Höhe), also direkt über unsere Stadt hinweg, und verschwindet dann dort oben um 22:12 Uhr und 43Sekunden im Schatten der Erde. An der Sternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus gibt es heute um 19:30 Uhr einen Vortrag zum Thema "Exoplaneten".

Am Dienstag, den 4. April, fliegt die ISS zwischen 21:16 Uhr und 21:22 Uhr ein weiteres Mal exakt über Bad Lippspringe hinweg. Bei Jupiter stehen heute Abend alle vier Monde auf der gleichen Seite.

Am Mittwoch, den 5. April, steigt die ISS um 22:00 Uhr im Westen vom Horizont kommend auf und fliegt dann bis in eine maximale Höhe von 74° Grad im Süden bevor sie kurz danach im Erdschatten verschwindet. Jupiter geht heute Abend nur 10' Bogenminuten entfernt an theta Virgo vorüber. Mond Io wird ab 21:13 Uhr von Jupiters Schatten verfinstert und bleibt bis 23:26 Uhr unsichtbar.

Am Donnerstag, den 6. April, fliegt die ISS zwischen 21:08 Uhr und 21:14 Uhr ein weiteres Mal (fast, max. Höhe 86° Grad) ) exakt über unsere Stadt hinweg. der Mond zeigt heute maximale Libration, das Mare Crisium steht weit ab vom Rand. Um 22:19 Uhr kommt es zu einer Bedeckung des 6,7mag Sterns 21 Leonis. Später in der Nacht ist der "Goldene Henkel" zu sehen.

Am Freitag, den 7. April,  fliegt die ISS zwischen 21:52 Uhr und 21:56 Uhr in maximal 52° Grad Höhe über unseren Himmel hinweg. Sie fliegt dicht am Mond vorbei und verschwindet dort dann auch schnell im Erdschatten. Bei Jupiter wandert ab 20:34 Uhr der Schatten von Mond Ganymed über die Planetenscheibe (bis 22:58 Uhr), der Mond selbst zieht ab 20:45 Uhr vor dem Planeten vorüber (bis 22:46 Uhr). Um 23:39 Uhr erreicht Jupiter seine exakte Oppositionsstellung. Er zeigt einen Durchmesser von 44,21'' Bogensekunden und eine Helligkeit von -2,5mag. Später in der Nacht, am Samstag gegen 3 Uhr früh zieht Kleinplanet Vesta (7,7mag) nur 6' Bogenminuten nördlich an 76 Geminorum (5,4mag) vorüber.

Am Samstag, den 8. April, fliegt die ISS zwischen 21 Uhr und 21:05 Uhr über unseren Abendhimmel hinweg von West nach Ost in maximal 69° Grad Höhe. Dicht bei Jupiter verschwindet sie dann kurz vor Erreichen des Horizonts im Erdschatten.

Am Sonntag, den 9. April, fliegt die ISS zwischen 21:43 Uhr und 21:48 Uhr über unseren Südwesthimmel hinweg. Sie erreicht dabei nur noch eine Höhe von ca. 33° Grad über dem Horizont. Am Abend stehen bei Jupiter zwei Monde rechts, zwei Monde links.

Donnerstag, 30. März 2017

30.03.2017: Mond und eine ISS hinter Wolken

Heute Abend hatte ich endlich wieder einmal etwas Zeit, einen Blick in den Abendhimmel zu werfen. An den schönen, klaren Abenden in der letzten Woche war mir das leider gesundheitlich nicht vergönnt. So ist das ja oft im Leben, Murphy ....

Zunächst habe ich die schmale, nur zu zehn Prozent beleuchtete Mondsichel fotografiert:

Mond am 30. März 2017

Und dann sollte ja auch noch die ISS kruz vor 21 Uhr vorbei kommen. Zwar nicht besonders hoch, maximal nur in 23° Grad Höhe, aber doch über eine ganz ordentliche Strecke vom Südwesten bis hin zum Osten sollte sie unseren Himmel überfliegen.

Leider gab es in dieser Richtung aber auch einige Wolken am Himmel:

ISS am 30. März 2017 über Bad Lippspringe
Die Leuchtspur der ISS sieht sehr unregelmäßig aus, je nach Dicke der Wolken. WEer genau hinschaut, kann sogar noch hinter den Zweigen des Busches ein wenig von der Leuchtspur der ISS erkennen. Naja, vielleicht habe ich an einem anderen Tag etwas mehr Glück.

Dienstag, 28. März 2017

3. April: Exoplaneten - die Jagd nach der zweiten Erde

Am Montag, den 3. April gibt esum 19:30 Uhr an der Volkssternwarte Schloß Neuhaus wieder einen interessanten Vortrag. Gerhard Beer spricht über

Exoplaneten - die Jagd nach der zweiten Erde

In der Ankündigung der Sternwarte heisst es dazu:


Die Frage, ob wir alleine im All sind oder ob Leben auf anderen Planeten existiert, beschäftigt viele Menschen. In den vergangenen 30 Jahren wurden bereits mehr als 3.500 Exoplaneten entdeckt, die um ferne Sterne kreisen.

Jetzt geht es darum eine zweite Erde zu entdecken oder gar - möglicherweise intelligentes - Leben. Der Nobelpreis wäre dem Entdecker sicher. Doch wie groß ist die Chance dazu? Exoplaneten kann man bis auf ganz wenige Ausnahmen bislang nicht direkt beobachten, auch wenn kein Gebiet der Astronomie in den letzten zwei Jahrzehnten einen größeren Aufschwung genommen hat als die Suche nach Exoplaneten. Entscheidend war die Entwicklung von immer besseren Geräten wie Teleskopen, Satelliten und Spektralanalysegeräten, die Untersuchungen möglich machten, die vorher undenkbar waren. Neue Entwicklungen wie das 40-Meter-Teleskop E-ELT oder das zukünftige „James Webb“-Weltraumteleskop könnten der Wissenschaft weitere wertvolle Erkenntnisse liefern. Zumeist findet man Exoplaneten jedoch indirekt über die Wechselwirkung mit ihrem Zentralgestirn.

Der Referent stellt in seinem Vortrag den aktuellen Stand bei der Suche nach einer „zweiten Erde“ vor und führt leicht verständlich in dieses faszinierende Feld der Astronomie ein.


Wie immer kommt der Eintritt der Arbeit der Sternwarte zugute.

Sonntag, 26. März 2017

27. März - 2. April: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche ist am Dienstag Neumond, danach ist die zunehmende Mondsichel von Tag zu Tag besser am Abendhimmel zu sehen. Von den Planeten kann Merkur gleich nach Sonnenuntergang bis kurz nach 21 Uhr gesehen werden. Mars geht im Westen gegen 23 Uhr unter. Jupiter erreicht nächste Woche seine Oppositionsstellung und ist praktisch die ganze Nacht über zu sehen. Saturn geht bald nach 3:00 Uhr am Morgenhimmel auf. Die Venus wird Morgenstern, ist aber zur Zeit noch nur wenig auffällig. Die ISS beginnt in dieser Woche wieder mit einer abendlichen Sichtbarkeitsperiode.

Am Montag, den 27. März, geht die Sonne um 7:11 Uhr auf und um 19:50 Uhr unter. Der helle Tag dauert jetzt also schon mehr als 12 1/2 Stunden. Durch den Wechsel zur Sommerzeit ist es jetzt am Morgen zunächst wieder länger dunkel als noch in der Vorwoche, aber abends dann länger hell. Bei Jupiter stehen am Abend alle vier Monde auf der westlichen Seite, Ganymed und Io stehen dicht nebeneinander.

Am Dienstag, den 28. März, ist exakt um 4:57 Uhr Neumond. Um 21 Uhr kann die ISS erstmalig wieder tief im Süden gesehen werden, unterhalb des Sternbilds Großer Hund erreicht sie jedoch nureine maximal Höhe von 16° Grad über dem Horizont. Kleinplanet Vesta (7,6mag) steht in der Nähe des Stern psilon Gemini (4,2mag), etwas unterhalb von Kastor. Ab 22:09 Uhr wandert der Schatten von Io über die Jupiterscheibe.

Am Mittwoch, den 29. März, zeigt sich zum ersten Mal nach Neumond die schmale nur zu 4 Prozent beleuchtete Mondsichel am Abend. Etwa auf gleicher Höhe wie der westlichere Merkur (ca. 8° Grad Abstand), geht der Mond um 21:43 Uhr unter. Um 21:41 Uhr steigt die ISS im Südwesten in zwei Minuten auf 38° Grad Höhe, bevor sie im Süden im Erdschatten verschwindet. Kallisto geht dicht an Jupiter vorüber, ab 22:30 Uhr stehen alle vier Monde dann auf der östlichen Seite.

Am Donnerstag, den 30. März, hat der Mond am Abend schon fast die Höhe des Mars erreicht. Er ist jetzt zu 10 Prozent beleuchtet und geht gegen 23 Uhr unter. Auf seiner eigentlich im Schatten liegenden Seite ist das "Erdlicht" zu sehen. Zwischen 20:52 Uhr und 20:55 Uhr fliegt die ISS in maximal 27° Grad Höhe über unseren Nachthimmel hinweg. Bei Jupiter stehen heute Abend zwei Monde rechts, zwei Monde links.

Am Freitag, den 31. März, ist die Mondsichel zu 18 Prozent beleuchtet, der Mond zieht jetzt auf die Hyaden im Stier zu und geht erst nach Mitternacht unter. Die ISS steigt um 21:33 Uhr im Südwesten auf, fliegt durch den Orion bis auf maximal 60° Grad Höhe, bevor sie um 21:37 Uhr im Erdschatten verschwindet.

Am Samstag, den 1. April, geht die Venus um etwa 6 Uhr, also eine Stunde vor der Sonne auf   Die ISS fliegt zwischen 20:41 Uhr und 20.48 Uhr in maximal 44° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg. Um 22:19 fliegt sie ein zweites Mal im Südwesten hoch, dicht am Mond vorbei, verschwindet aber nach kurzer Zeit schon im Erdschatten.

Am Sonntag, den 2. April,  steht am Abend der Mond oberhalb von Orion, er ist zu knapp 40 Prozent beleuchtet. Zwischen 21:24 und 21:30 Uhr fliegt die ISS in maximal 80° Grad Höhe über unsere Stadt hinweg. Ab 23:19 Uhr wandert der Schatten von Europa über die Jupiterscheibe, ab 23:37 zieht der Planet selbst hinter seinem Schatten vor Jupiter vorüber.

Sonntag, 19. März 2017

20. - 26. März: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche wird die Mondsichel am Morgenhimmel immer schmaler. Die ISS beendet in dieser Woche ihre morgendliche Sichtbarkeitperiode. Die Venus kann nur noch von Spezialisten gefunden werden. Sie zeigt in diesen Tagen jedoch einen besonders seltenen Effekt. Da ihre scheinbare Bahn deutlich nördlicher als die der Sonne erfolgt, geht sie (kurz) vor der Sonne auf, ist also Morgenstern, und erst (kurz) nach der Sonne unter, ist also gleichzeitig Abendstern. Merkur kann am Abendhimmel nach Sonnenuntergang tief im Westen gefunden werden. Zu Anfang der Woche geht er ca. eine Stunde nach der Sonne unter, zum Ende der Woche fast zwei Stunden später. Mars ist im Südwesten bis kurz vor 22 Uhr zu sehen. Jupiter steht kurz vor seiner Opposition und geht ca. 21 Uhr auf, Saturn geht ca. 3:30 Uhr über der Egge im Südosten auf.

Am Montag, den 20. März, ist Frühlingsanfang. Die Sonne überschreitet auf ihrer scheinbaren Bahn den Erdäquator, auf der Nordhalbkugel der Erde sind ab jetzt die Tage länger als die Nächte. So die übliche Redeweise, die nur annähernd stimmt. Denn wenn die Sonne untergegangen ist, beginnt ja noch nicht gleich die dunkle Nacht, sondern erst die Dämmerung. Und dann gibt es ja auch noch die Frage, wann genau ist Sonnenaufgang und wann ihr Untergang? Für mich geht die Sonne auf, wenn ich (im Osten) ihren ersten Sonnenstrahl entdecken kann. Der kommt dann natürlich nur von dem Teil, der gerade über den Horizont schaut, der größte Tel der Sonne befindet sich da noch unter dem Horizont. Das ist eine praktische Sichtweise, für eine allgemeine Zeitangabe jedoch recht ungeeignet, denn dann müsste ich hier genau berechnen, wann die ersten Sonnenstrahlen hinter dem Haus meines Nachbarn sichtbar werden. Daher verwende ich hier in meinem Blog die bei heavens-above berechneten Zeiten. Diese beziehen sich auf den mathematischen Horizont, nicht den realen. Sie berücksichtigen aber auch genau meine oben beschriebene anschauliche Sichtweise des ersten Sonnenstrahls, d.h. hier ist die tatsächliche Sonne zum "Sonnenaufgang" noch zum größten Tel unter dem Horizont. Dadurch entsteht jedoch der Effekt, das der "helle" Tag heute schon etwas länger als 12 Stunden dauert. Sonnenaufgang nach dieser Berechnungsweise ist um 6:27 Uhr und Sonnenuntergang um 18:38 Uhr. Für den Sonnenmittelpunkt würden die Zeiten aber genau stimmen, da wäre Sonnenaufgang um 6:32 Uhr und Sonnenuntergang um 18:32 Uhr. Der Mnd erreicht heute um 16:58 Uhr das Letzte Viertel, er ist jedoch nur noch in der zweiten Nachthälfte bzw. am Morgenhimmel zu sehen. Heute ist er um 1:43 Uhr aufgegangen, er steht bereits östlich von Saturn im Sternbild Schütze. Der veränderliche Stern Algol zeigt um 23:48 uhr heute wieder ein helligkeitsminimum. Um 19:30 Uhr gibt es heute an der Sternwarte Schloß Neuhaus einen Einführungsvortrag zum Thema "Astronomie aktuell: Welcher Stern ist das?"


Am Dienstag, den 21. März, geht der Mond um 2:35 Uhr auf. Zwischen 4:37 Uhr und 4:41 Uhr fliegt die ISS tief im Südosten, knapp über dem Mond entlang. Um 21:53 Uhr gibt es tief im Nordnordosten (Azimut 30°, Höhe 9°) einen Iridiumflare von -6mag. Bei Jupiter steht heute Abend zunächst der Mond Io direkt vor der Jupiterscheibe, so dass zunächst (bis 21:50 Uhr) nur drei Monde zu sehen sind.

Am Mittwoch, den 22. März, geht der Mond um 3:21 Uhr auf und ist nur noch zu ca. 36 Prozent beleuchtet. Um 5:20 Uhr ist die ISS für vielleicht drei Minuten tief im Südwesten zu sehen.Bei klarer Sicht nach Westen kann am Abend auch das Zodiakalllicht beobachtet werden. Merkur sollte da mitten drin stehen.

Am Donnerstag, den 23. März, geht der Mond im Sternbild Steinbock um 4:03 Uhr auf. Er zeigt maximale Libration in Länger, der Krater Grimaldi steht fernab vom Rand. Kurz vor 20 Uhr zeigt der veränderliche Stern Algol (beta Perseus) erneut ein Helligkeitsminimum.

Am Freitag, den 24. März, geht der Mond um 4:40 Uhr auf. Auf der Sternwarte in Schloß Neuhaus gibt es heute endlich - ab 19 Uhr - die "Nacht der Teleskope",die Wettervorhersage ist vielversprechend. Hoffen wir, dass es bei klarem Himmel bleibt!

Am Samstag, den 25. März, geht der Mond um 5:12 Uhr auf. Die Venus erreicht heute ihre "untere Konjunktion mit der Sonne, zieht also zwischen der Erde und der Sonne hindurch. Wäre sie nicht soweit nördlich (siehe oben), würde heute genau der Wechsel vom Abend- zum Morgenstern erfolgen. Heute findet in Deutschland der "Tag der Astronomie statt". Deshalb führt die Planetariumsgesellschaft OWL bei sonnigem Wetter ab 17 Uhr im Arminiuspark in Bad Lipsppringe eine öffentliche Sonnenbeobachtung mit Spezialteleskopen durch. Anschließend ab 18 Uhr gibt es eine geführte Planetenwanderung (bei jedem Wetter) auf dem Planetenweg. Start und Ziel ist die Sonne im Arminiuspark, anschließend Teleskopbeobachtung bei guter Sicht.

Am Sonntag, den 26. März,geht der Mond um 6:42 Uhr auf. Achtung! Heute beginnt die Sommerzeit. Um 2:00 Uhr springen die Uhren gleich auf 3:00 Uhr, uns "fehlt" also eine Stunde. Eigentlich wäre der Mond erst um 5:42 Uhr aufgegangen. Am Abend zieht beim Jupiteraufgang der Mond Europa vor derPlanetescheibe vorüber. Bis 23:11 Uhr MESZ ist Europas Schatten auf Jupiter zu sehen, um 23:42 Uhr MESZ endet der Durchgang.




Donnerstag, 16. März 2017

20. März bis 24. März: Vortrag an der Sternwarte Schloß Neuhaus und "Nacht der Teleskope"

Am Montag, den 20. März, lädt die Volkssternwarte in Schloß Neuhaus um 19:30 Uhr zu einem Vortrag ein. Mein Sternfreund Ferry Dörfel spricht über

"Astronomie aktuell - Welcher Stern ist das?"


In der Ankündigung der Sternwarte heisst es dazu:

Weißt Du, wie viel Sternlein stehen? Jedenfalls genug, um einen Laien zu verwirren. Der Frühlingssternhimmel hält zahlreiche Beobachtungshighlights für den Betrachter bereit. Im Sternbild Jungfrau trifft man auf etwa eine gewaltige Anhäufung von fernen Galaxien. Mit einem mittelgroßen Fernrohr lassen sich einige Dutzend dieser Sterneninseln als verwaschene Nebelfleckchen ausmachen. Bereits mit dem bloßen Auge kann in der Jungfrau zudem derzeit der Planet Jupiter, der größte unsere Sonnensystes, verfolgt werden. Im Teleskop zeigt er Wolkenstrukturen
und seine vier hellsten Monde. Der Referent gibt in diesem Vortrag Tipps zur Orientierung am Sternenhimmel, damit der gestirnte Himmel für den Sternenfreund nicht nur ein Gewimmel von Lichtpünktchen bleibt, sondern er sich dort zurechtfinden kann. Er stellt Hilfsmittel von der klassischen Sternkarte bis zu heutigen Smartphone-Apps sowie optische Instrumente wie Ferngläser und Teleskope vor. Zudem zeigt er die unterschiedlichen Bauformen von Fernrohren sowie ihre Vor- und Nachteile auf.


 Bei klarem Himmel findet an einem der folgenden Abende (Dienstag, Mittwoch, Donnerstag oder Freitag) an der Sternwarte dann die

Nacht der Teleskope


statt. Ab 19:30 Uhr. Dazu gibt es auf der Webseite der Sternwarte den folgenden Hinweis:

An einem sternklaren Abend im Veranstaltungszeitraum sind interessierte Sternfreunde in die Sternwarte im Schloßpark eingeladen, um mit mobilen Teleskopen den Himmel zu beobachten. Die Veranstaltung bietet Fernrohrbesitzern die Möglichkeit, unter Anleitung durch erfahrene Amateurastronomen Tipps & Tricks auszutauschen. Ebenso können sich Interessenten über Teleskope und Feldstecher informieren und diese in der Praxis testen. Zahlreiche Highlights des Winterhimmels bieten sich zur Betrachtung an.

Da der Beobachtungsabend nur bei klarem Himmel stattfinden kann, weist am Veranstaltungstag ab ca. 17.00 Uhr ein Ansagedienst der Sternwarte (Tel. 05254/9318272) auf die Veranstaltung hin. Interessenten können sich zudem auf der Internetseite der Sternwarte registrieren, um per E-Mail über das Stattfinden informiert zu werden. Hier Anmelden.

Teilnehmer, die eigene Fernrohre mitbringen, treffen sich am Beobachtungstag um 19:00 Uhr auf dem „Parkplatz Schloß- u. Auenpark“. Von dort aus werden sie mit eigenen PKW zur Sternwarte geführt. Treffpunkt für alle Teilnehmer, die kein eigenes Teleskop dabei haben, ist die Sternwarte.


Der Eintritt der Veranstaltungen kommt der Sternwarte zugute.

Sonntag, 12. März 2017

13. - 19. März: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche zieht sich der Mond täglich um eine gute Stunde mehr vom Abendhimmel zurück. Dort sind noch die Venus (bis  20 Uhr) und Mars (bis 22 Uhr) im Südwesten zu sehen. Jupiter geht gegen 21 Uhr im Osten über der Egge auf, Saturn kann ab ca. 3:00 Uhr im Südosten gefunden werden. Merkur beginnt eine neue Periode der Abendsichtbarkeit und bei klarem Himmel und freier Sicht nach Westen vielleicht schon nach Sonnenuntergang gefunden werden.

Am Montag, den 13. März, geht die Sonne um 6:43 Uhr auf und um 18:26 Uhr unter, der Aufgang findet also 16 Minuten früher als noch vor einer Woche und der Untergang 12 Minuten später als noch vor einer Woche statt. Der helle Tag dauert also fast eine halbe Stunde länger. Am Sonntag war Vollmond, auch heute ist der Mond (Aufgang um 19:29 Uhr) noch zu 98 Prozent beleuchtet. Bei Jupiter sind direkt nach seinem Aufgang nur die Monde Europa und Kallisto zu sehen, eine Bedeckung von Ganymed endet um 22:18 Uhr und von Io um 22:47 Uhr. Die ISS fliegt heute früh zwischen 5:08 Uhr und 5:13 Uhr (fast) genau über unsere Stadt hinweg.

Am Dienstag, den 14. März, ist die ISS heute früh zwischen 5:51 Uhr im Westen und 5:57 Uhr im Osten bis in maximal 80° Grad Höhe hoch über unserer Stadt zu sehen. Abends geht der Mond um 20:36 Uhr auf. Er steht heute dicht bei Jupiter. Um 22:06 Uhr und um 23:07 Uhr enden zwei Sternbedeckungen von Sternen mit 5.8 bzw. 5,9mag. Später in der Nacht (um 4:32 Uhr am Mittwoch) endet eine Sternbedeckung, der  4,7mag helle Stern 74 Vir taucht wieder hinter dem dunklen Mondrand auf.

Am Mittwoch, den 15. März, fliegt die ISS zwischen 5:00 Uhr und 5:05 Uhr ein weiteres Mal in dieser Woche fast exakt über Bad Lippspringe hinweg. Um 6:36 Uhr, also direkt vor Sonnenaufgang, kommt es in der Nähe des Polarsterns zu einem mit -8mag sehr hellem Iridiumflare. Am Abend ist um 21:41 Uhr Mondaufgang.

Am Donnerstag, den 16. März, erreicht die ISS am Morgen zwischen 5:43 Uhr und 5:50 Uhr eine maximal Höhe von 59° Grad am Südhimmel. Am Abend geht Kleinplanet Ceres (9,1mag) nur 4' Bogenminuten südlich an 38 Arietis (5,2mag) vorüber.Nachts geht der Mond erst um 22:45 Uhr auf, vorher kann man schon ein wenig "deep-sky"-Beobachtung betreiben.

Am Freitag, den 17. März, zieht die ISS zwischen 4:52 Uhr und 4:57 Uhr in maximal 75° Grad Höhe ihre Bahn über unseren Morgenhimmel. Der Mond geht erst kurz vor Mitternacht, um 23:47 Uhr auf.

Am Samstag, den 18. März, geht der Mond erst nach Mitternacht auf, er zeigt heute maximale Libration in Breite, wir können seinen Südpol sehen.. Die ISS zieht am Morgen zwischen 5:34 Uhr und 5:41 Uhr in maximal 38° Grad Höhe ihre Bahn. Heute Abend stehen Merkur und Venus um 19 Uhr etwa 8° Grad voneinander entfernt am Abendhimmel.

Am Sonntag, den 19. März, taucht die ISS um 4:44 Uhr dicht bei Arkturus aus dem Erdschatten auf und fliegt dann in wenigen Minuten schnell Richtung Osten der Sonne entgegen. Um 6:12 Uhr kommt es erneut in der Nähe des Polarsterns zu einem mit -7mag sehr hellem Iridiumflare.

Donnerstag, 9. März 2017

9. März: Mond über der Stadt

Zwischen den Wolken war heute Abend immer wieder mal für kurze Momente der Mond zu sehen. Hier ein Foto, wieder mit meinem Spektiv entstanden:

Mond am 9. März 2017
 Nicht mehr lange und wir haben Vollmond. Der kleine, hell strahlende Krater am linken Rand, an der Schattengrenze des Mondes, heisst Aristarchus, benannt nach einem griechischen Astronomen, der ca. von 310 bis 230 v. Chr. in Samos gelebt hat. Aristarchus hatte als Erster Mensch die Theorie aufgestellt, dass die Erde um die Sonne kreist. Er hatte auch erste - und gar nicht so schlechte - Entfernungsberechnungen für den Mond und die Sonne angestellt. Der Krater hat einen Durchmesser von 41 Kilometern.

Sonntag, 5. März 2017

5. März: Erstes Viertel

Heute erreichte der Mond exakt um 12:32 Uhr das Erste Viertel. Heute Abend war er dann schon zu 54 Prozent beleuchtet. Gleichzeitig steht der Mond heute auf seiner elliptischen Umlaufbahn der Erde besonders nahe. Der scheinbare Monddurchmesser beträgt heute Abend 32,22' Bogenminuten, zum Vergleich: am 20. März, zum Letzten Viertel, hat er nur einen Durchmesser von 29,73' Bogenminuten. Das sind also heute gut 8 Prozent mehr. Heute Abend haben wir sogar das größte Erste Viertel des ganzen Jahres. Hätten wir Vollmond würden einige Presseorgane sicherlich wieder vom "Supermond" schwadronieren. So können wir dieses Wissen ganz für uns behalten und es einfach nur genießen.

Hier ein Foto von heute Abend:

Größtes Erstes Viertel des Jahres - der Mond am 5. März 2017
 Leider machten durchziehende Wolken es nicht einfach, den Mond zu fotografieren.

Außerdem kann man erkennen, das wir zur Zeit eine ausgeprägte Libration in Breite haben. Wir können auf den Nordpol des Mondes schauen.

6. - 12. März: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche kann die ISS bei morgendlichen Überflügen beobachtet werden. Der immer voller werdende Mond bestimmt zunehmend den Nachthimmel. Die Venus bewegt sich weiter zur Sonne hin und geht immer früher unter, noch leuchtet sie bis ca. 20:30 Uhr als Abendstern. Mars ist bis ca. 22 Uhr zu sehen. Jupiter ist fast die ganze Nacht über zu sehen, er geht bald nach 21 Uhr im Osten auf. Saturn kann ab ca. 3:30 Uhr im Osten gefunden werden.

Am Montag, den 6. März, geht die Sonne um 6:59 Uhr auf und um 18:14 Uhr unter. Der helle Tag dauert jetzt also deutlich länger als 11 Stunden, es ist ja auch schon bald Frühlingsanfang. Die ISS fliegt zwischen 6:22 Uhr und 6:29 Uhr in maximal 48° Grad Höhe von West nach Ost über unseren Morgenhimmel hinweg. Der Mond ist heute zu 65 Prozent beleuchtet, er steht zwischen den Sternbildern Stier und Zwillinge oberhalb des Orion. Um 19:30 Uhr gbt es an der Sternwarte in Schloß Neuhaus einen Vortrag zum Thema "CCD-Astronomie am südlichen Sternenhimmel"

Am Dienstag, den 7. März, fliegt die ISS zwischen 5:32 Uhr und 5:37 Uhr über unseren Südosthimmel hinweg. Kleinplanet Daphne (9,6mag) erreicht seine Oppositionsstellung.

Am Mittwoch, den 8. März, erreicht die ISS zwischen 6:14 Uhr im Westen aufsteigend und ihrem Verschwinden im Osten um 6:22 Uhr eine Höhe von 70° Grad am Morgenhimmel. Der Mond ist heute Abend bereits zu 84 Prozent beleuchtet und weiter gewandert in das Sternbild Krebs. Um 20:18 Uhr kommt es zur Bedeckung eines Sterns der Helligkeit 6,1mag, um 23:54 Uhr wird ein noch schwächeres Sternchen von 6,9 mag bedeckt.

Am Donnerstag, den 9. März, tritt die ISS um 5:24 Uhr oberhalb von Jupiter aus dem Erdschatten heraus und kann bis 5:31 Uhr bei ihrem Überflug beobachtet werden.Um 18:40 Uhr gibt es genau im Süden oberhalb der Sternbilds Orion einen Iridiumflare der Helligkeit -4maag.

Am Freitag, den 10. März, fliegt die ISS zwischen 6:07 Uhr und 6:14 Uhr fast genau über unsere Stadt hinweg. Am Abend steht der bereits zu 96 Prozent beleuchtete, fast volle Mond dicht bei Regulus, dem hellsten Stern des Löwen. Heute Nacht kann man daher gut die Eigenbewegung des Mondes im Vergleich zum Sternenhimmel, im Vergleich mit Regulus, beobachten. Der Mond bewegt sich in jeder Stunde etwa eine Strecke von seinem eigenen Durchmesser nach Osten, nach "links". Der kleinste Abstand wird gegen 22 Uhr erreicht, das sind dann nur 1,1° Grad, also etwa zwei Monddurchmesser. Außerdem zeigt der Mond in dieser Nacht maximale Libration in Länge, das Mare Crisium steht randfern.

Am Samstag, den 11. März, erreicht die ISS zwischen 5:15 Uhr und 5:22 Uhr eine Höhe von 75° Grad über dem Horizont.

Am Sonntag, den 12. März, fliegt die ISS zwischen 5:59 Uhr und 6:06 Uhr exakt über unsere Stadt hinweg. Heute ist (exakt um 15: 54 Uhr) Vollmond. Er geht um 18:21 Uhr auf, praktisch zeitgleich mit dem Sonnenuntergang.



Freitag, 3. März 2017

6. März: Vortrag "CCD-Astronomie am südlichen Sternenhimmel"

Am Montag, den 6. März gibt es an der Volkssternwarte Paderborn in Schloß Neuhaus um 19:30 Uhr mal wieder einen besonderen Vortrag. Dr. Bernd Müller berichtet über "CCD-Astronomie am südlichen Sternenhimmel.

In der Ankündigung dazu heisst es auf der Webseite der Sternwarte:

Immer mehr Amateurastronomen zieht es nach Namibia, um im Süden  Afrikas, in einem Land mit deutscher Kolonialgeschichte und exzellenten Beobachtungsbedingungen, Objekte am Sternenhimmel zu beobachten und zu fotografieren, die in unseren Breiten nicht sichtbar sind.

Dr. Bernd Müller erläutert in seinem Vortrag anhand von Beispielaufnahmen die Möglichkeiten der CCD-Fotografie von Objekten auf der südlichen Hemisphäre. Dabei werden eingangs die örtlichen Gegebenheiten einer Astrofarm in Namibia, der südliche Sternenhimmel, Umweltbedingungen und meteorologische Besonderheiten angesprochen. Darüber hinaus stellt der Referent verschiedene Aufnahmeverfahren anhand eigener Bilder vor. Schwerpunkt ist das Umfeld für die Erstellung von Aufnahmeserien, inklusive der hierfür erforderlichen Objektauswahl und Planung der Aufnahmezeiten. Diese können im Anschluss am Computer zu einem Bild zusammengefügt werden. Für die verschiedenen Adaptionen der CCD-Kamera an Fotoobjektive und Fernrohre werden sinnvolle typische Objekte des südlichen Sternenhimmels als Anregung für eigene Versuche gezeigt. Tipps für Astroreisen nach Namibia unter Berücksichtigung der Fluggepäckbeschränkungen und klimatischer Gegebenheiten ergänzen den Vortrag.

Der Eintritt kommt wie immer der Arbeit der Sternwarte zugute.

Sonntag, 26. Februar 2017

27. Februar - 5. März: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche bestimmt die täglich zunehmende Mondsichel den Abendhimmel über unserer Stadt. Venus ist noch strahlender Abendstern (bis gegen 20:30 Uhr), sie geht jedoch jeden Abend schon ca. 4 Minuten früher unter. Mars kann bis ca. 21:30 Uhr im Westen beobachtet werden. Kurz nach dieser Zeit geht dann im Osten bereits Jupiter auf. Saturn erscheint am Morgenhimmel im Osten ab ca. 3:45 Uhr. Der Planet Uranus kann Anfang der Woche leicht dicht neben Mars gefunden werden. Die ISS kann zum Ende der Woche bei morgendlichen Überflügen gesichtet werden.

Am Montag (Rosenmontag), den 27. Februar, geht die Sonne um 7:14 Uhr auf und um 18:01 Uhr unter, der helle Tag ist also wieder 27 Minuten länger als noch vor einer Woche. Um 19:23 Uhr kommt es im Sternbild Zwillinge zu einem mit -8mag extrem hellen Iridiumflare. Heute Abend sind Mars und Uranus, der für das bloße Auge nicht sichbar ist, nur 45' Bogenminuten voneinander entfernt. Wer mit einem Fernglas Mars anvisiert, sollte dann automatisch auch Uranus mit im Blickfeld haben, Uranus befindet sich gut eineinhalb Monddurchmesser entfernt links unterhalb von Mars.

Am Dienstag, den 28. Februar, kann im Westen die nur zu 5 Prozent beleuchtete Mondsichel beobachtet werden, der Mond geht um 20:28 Uhr unter. Er steht deutlich tiefer als die Venus und wird in der noch hellen Dämmerung nicht leicht zu finden sein. Um 18:34 Uhr kommt es in Richtung Nordnordost, umweit vom Polarstern in 61° Grad Höhe zu einem -5mag hellem Iridiumflare. Um 22:03 Uhr zeigt der veränderliche Stern Algol ein Helligkeitsminimum.

Am Mittwoch (Aschermittwoch), den 1. März, geht der zu 13 Prozent beleuchtete Mond um 21:45 Uhr bereits deutlich nach der Venus im Westen unter. Das Mare Crisium ist auf Grund der Libration randnah. Bei Jupiter stehen heute Abend alle vier Monde auf der gleichen (östlichen) Seite.

Am Donnerstag, den 2. März, geht der nun schon deutlich an Venus und Mars vorbei gezogenen Mond um 23:00 Uhr im Westen unter. Ab 23:42 Uhr (bis 2:12 Uhr) wandert der Schatten von Jupitermond Ganymed über den Planeten, Ganymed selbst zieht ab 3:09 Uhr vor dem Planeten vorüber.

Am Freitag, den 3. März, kann die ISS zwischen 5:46 Uhr und 5:52 Uhr erstmalig flach am Südosthimmel gesichtetwerden. Sie erreicht eine maximale Höhe von 11° Grad über dem Horizont. Um 5:48:30 Uhr fliegt sie dabei unterhalb des Planeten Saturn vorbei. Um 22:46 Uhr bedeckt der Mond einen 6,2mag hellen Stern. Der Mond geht erst kurz nach Mitternacht unter. Kleinplanet Amphitrite (9,2mag) erreicht heute sene Oppositionsstellung im Sternbild Löwe.

Am Samstag, den 4. März, steht der Mond abends bei den Hyaden. Um 19:54 wird der Stern 48 Tauri (6,4mag) vom Mond bedeckt, und um 21:56 Uhr der hellere Stern gamma Tauri (3,9mag). Hier kann vielleicht sogar wieder der Austritt am hellen Rand des Mondes um 22:52 Uhr beobachtet werden. In den USA kann später in der Nacht sogar eine Bedeckung des hellen Sterns Aldebaran beobachtet werden.

Am Sonntag, den 5. März, zwischen 5:38 Uhr und 5:44 Uhr erreicht die ISS bei ihrem heutigen morgendlichen Überflug schon eine beachtliche Höhe von maximal 20° Grad über dem Südosthorizont. Der Mond erreicht heute das Erste Viertel, mathematisch exakt bereits um 12:32 Uhr.

Dienstag, 21. Februar 2017

21. Februar: Venus, strahlender Abendstern

Heute Abend strahlte wieder die Venus unübertroffen hell im Westen am Himmel.

Schon mit einem einfachen Fernglas mit 7-facher Vergrößerung kann man erkennen, dass sie zur Zeit eine ausgeprägte Sichelgestalt zeigt. Dies liegt daran, dass die Venusbahn um die Sonne sich zwischen der Erde und der Sonne befindet. Wenn sich die Venus dabei im "unteren" Teil ihrer Bahn befindet, also auch praktisch zwischen Erde und Sonne steht, zeigt sie eine Sichelgestalt ähnlich wie der Mond. Steht sie irgendwann genau exakt zwischen Erde und Sonne haben wir "Neu-Venus", dann schauen wir nur auf ihre unbeleuchtete Rückseite. Vor fünf und 13 Jahren hatten wir dabei sogar so viel Glück, dass die Venus exakt vor der Sonne entlang lief. Der nächste solche Venustransit findet jedoch erst wieder 2117 statt.

Die Venussichel wird in den kommenden Tagen und Wochen immer schmaler werden - so wie der Abstand von Venus und Sonne am Himmel auch immer kleiner wird. Noch steht die Venus östlich der Sonne, eilt ihr also hinterher. Die Venus bleibt also nur noch kurze Zeit "Abendstern". Am 25. März hat sie ihre "untere Konjunktion" mit der Sonne, anschließend wächst ihre Sichelgestalt wieder an, dann steht sie jedoch westlich der Sonne, eilt ihr also voraus und wird dann im April / Mai zum strahlenden Morgenstern.

Am 3. Juni erreicht die Venus dann wieder den größtmöglichen scheinbaren Abstand von der Sonne am Himmel, wir haben dann ungefähr "Viertel-Venus". Am 9. Januar 2018 steht die Venus dann, von der Erde aus gesehen, genau hinter der Sonne. Wir haben dann eine "Vollvenus", diese bleibt uns jedoch verborgen, da so dicht bei der Sonne natürlich selbst die helle Venus von der Sonne vollkommen überstrahlt wird.

Hier noch ein Bild von heute Abend, die Venus bei 25facher Vergrößerung:

Venus am 21. Februar 2017 um 19:28 MEZ.

Sonntag, 19. Februar 2017

20. - 26. Februar: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche geht es auf Neumond zu, die Nächte eignen sich daher gut zur Beobachtung schwächster Objekte am Sternenhimmel, zur sogenannten "deep-sky"-Beobachtung. Noch ist die Venus strahlender Abendstern, aufmerksame Beobachter erkennen jedoch, das sie ihre Bahnrichtung wieder geändert hat und der Abstand zur Sonne sich verringert. Lange wird sie also nicht mehr so strahlen wie jetzt. Mars und Uranus können noch abends im Südwesten beobachtet werden. Schon im Fernglas zeigt die Venus zur Zeit eine ausgeprägte Sichelgestalt. Jupiter geht ca. 23:00 Uhr im Osten auf auf und Saturn nach 4:300 Uhr im Südosten. Die ISS ist in dieser Woche bei nächtlichen Überflügen nicht zu beobachten.

Am Montag, den 20. Februar, geht die Sonne um 7:29 Uhr auf und um 17:49 Uhr unter. Der helle Tag ist damit wieder fast eine halbe Stunde länger als noch vor einer Woche. Die nur noch zu 36 Prozent beleuchtete Mondsichel geht erst kurz nach 3:00 Uhr über der Egge auf. Um 19:14 Uhr gibt es zwischen den Sternbildern Kleiner und Großer Wagen einen mit -8mag sehr hellen Iridiumflare, Höhe 47° Grad, Azimut 18° Grad. Der ursprünglich für heute an der Sternwarte Schloß Neuhaus vorgesehene Vortrag zur Kernfusion findet übrigens nicht statt. Bei klarem Himmel besteht jedoch die Möglichkeit zur Beobachtung.

Am Dienstag, den 21. Februar, steht am Morgen der Mond nur gut 4° Grad nordöstlich von Saturn entfernt. Am Abend kann bei klarer Sicht nach Westen etwa eine Stunde nach Sonnenuntergang vielleicht das Zodiakallicht beobachtet werden. Der Himmel darf jedoch durch keinerlei künstliche Lichtquellen aufgehellt sein.

Am Mittwoch, den 22. Februar, kann am Morgen um 6:28 Uhr ebenfalls ein mit -8mag sehr heller Iridiumflare in Richtung Südsüdost beobachtet wreden, Höhe 36° Grad, Azimut 162° Grad.

Am Donnerstag, den 23. Februar, gibt es um 19:38 Uhr unterhalb des Sternbilds Zwillinge einen mit -5mag recht hellem Iridiumflare, Höhe 50° Grad, Azimut 138° Grad. Am Morgen gegen 7 Uhr geht Saturn (0,6mag) nur 24' Bogenminuten südlich an Stern 58 Ophiuchi (4,9mag) vorüber.

Am Freitag, den 24. Februar, geh die nur noch zu 6 Prozent beleuchtete Mondsichel um ca. 6:15 Uhr über der Egge auf. Ob sie noch in der Dämmerung gefunden werden kann? Am Abend geht Mars (1,3mag) nur 16' Bogenminuten nördlich an Zeta Piscium (5,6mag) vorüber.

Am Samstag, den 25. Februar, wandert in der Frühe ab 0:38 Uhr zuerst der Schatten, dann ab 1:32 Uhr der Mond Io selbst vor der Planetenscheibe vorüber. Am Abend zeigt Jupiter nach seinem Aufgang im Osten wieder nur drei Monde. Io wird jetzt bis 0:49 Uhr am Sonntag vom Planeten bedeckt.

Am Sonntag, den 26. Februar, ist offiziell um 15:58 Uhr Neumond. Auf der Südhalbkugel der Erde, zunächst in Chile und Argentinien, später dann in Angola kommt es heute zu einer ringförmigen Sonnenfinsternis. Leider so weit weg von uns, dass es hier nicht einmal zu einer klitzekleinen partiellen Finsternis reicht.

Sonntag, 12. Februar 2017

13. - 19. Februar: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche zieht sich der Mond vom Abendhimmel zurück und die Bedingungen für "deep-sky"-Beobachtungen verbessern sich von Nacht zu Nacht. Von den großen Planeten sind Venus und Mars bis ca. 21:30 Uhr im Südwesten am Abendhimmel zu sehen. Der Aufgang von Jupiter im Osten verfrüht sich auf ca. 23 Uhr. Gegen 5 Uhr früh geht auch Saturn im Südosten auf. Die ISS ist zu Beginn der Woche noch bei abendlichen Überflügen zu beobachten.

Am Montag, den 13. Februar, geht die Sonne um 7:43 Uhr auf und um 17:36 Uhr unter. Der helle Tag dauert also wieder 24 Minuten länger als noch vor einer Woche, jetzt sind es schon fast zehn Stunden. Die ISS fliegt zwischen 18:18 Uhr und 18:26 Uhr etwas oberhalb an Venus und Mars vorüber, im Süden erreicht sie noch ein Höhe von 43° Grad, im Osten fliegt sie dicht an Sirius vorbei, bevor sie knapp über dem Horizont im Erdschatten verschwindet. Um 19:48 Uhr gibt es einen mit -5mag recht hellem Iridiumflare im Nordnordosten (Azimut 17°) in 43° Grad Höhe, zwischen Kleinem und Großen Wagen zu beobachten. Der Mond geht am Abend um 20:39 Uhr auf und ist noch zu 92 Prozent beleuchtet.

Am Dienstag, den 14. Februar, gibt es in der Frühe um 5:25 Uhr, nicht weit von Mond und Jupiter entfernt - etwas östlich von den beiden - einen mit -8mag sehr hellen Iridiumflare. Die ISS fliegt zwischen 19:02 Uhr und 19:08 Uhr in nur maximal 18° Grad Höhe tief im Südwesten über den Himmel entlang.Der Mond geht um 21:46 Uhr auf, er nähert sich in dieser Nacht dem Planeten Jupiter.

Am Mittwoch, den 15. Februar, kommt es in der Frühe zu zwei Sternbedeckungen durch den Mond. da der Mond abnimmt, kann nur das Wiederauftauchen der Sterne am dunklen Mondrand beobachtet werden. Dies ist um 3:00 Uhr und um 5:15 Uhr der Fall. Die ISS ist heute ein letztes Mal zwischen 18:08 Uhr bis 18:17 Uhr bei ihrem Abendüberflug in maximal 27° Grad Höhe am südlichen Himmel zu beobachten. Der Mond geht um 22:52 Uhr auf, er ist jetzt bereits an Jupiter vorbei gezogen und ist heute Abend zu 76 Prozent beleuchtet.

Am Donnerstag, den 16. Februar, kann bei klarer Sicht zum Westhorizont und ohne "Lichtverschmutzung" nach Sonnenuntergang bis gegen 19 Uhr im Westen das Zodiakallicht beobachtet werden. Kleinplanet Amphitrite (9,3mag) geht nur 2' Bogenminuten entfernt an Stern SAO 118735 (5,9mag) vorüber. Der Mond geht heute Abend erst um Mitternacht auf.

Am Freitag, den 17. Februar, steht die Venus als Abendstern im "größten Glanz", sie erreicht eine Helligkeit von -4,8mag.

Am Samstag, den 18. Februar, ist um 1:00 Uhr Mondaufgang. Am Abend erreicht er um 20:33 Uhr das Letzte Viertel, dann steht er bei uns jedoch unterhalb des Horizonts im Sternbild Skorpion. Kleinplanet (14)  Irene erreicht seine Oppositionsstellung und hat eine Helligkeit von 9,0mag im Sternbild Löwe.

Am Sonntag, den 19. Februar, geht der Mond um 2:00 Uhr auf. Er ist nur noch zu 45 Prozent beleuchtet, auf seiner dunklen Seite schimmert vielleicht schon wieder das "Erdlicht". Heute zeigt er auch maximale Libration in Breite, so dass wir auf seinen Südpol schauen können.

Samstag, 11. Februar 2017

11. Februar 2017: Halbschatten-Mondfinsternis

In der Nacht vom 10. zum 11. Februar war eine "Halbschatten-Mondfinsternis" angekündigt. Also keine totale Mondfinsternis, wie zuletzt am 28. September 2015, in welcher der Mond tief in den Schatten der Erde eintaucht und "blutrot" wird.  Der Mond taucht bei einer Halbschattenfinsternis nicht in den eigentlichen Kernschatten der Erde ein, wird also nicht wirklich verfinstert, sondern eben nur in den "Halbschatten". Da in diesem Bereich immer auch noch Sonnenlicht auf den Mond fällt, ist diese längst nicht so spektakulär wie eine totale Mondfinsternis.

Wie immer musste natürlich auch das Wetter mitspielen. und tagsüber sah es gar nicht gut aus, eine dichte Hochnebeldecke verhinderte jeden Blick auf die Sonne und - nach Sonnenuntergang - auch auf den Mond oder gar Sterne.

Nach 23 Uhr gab es jedoch erste "Lücken" in dieser Suppe und der helle Vollmond konnte zumindest durch die Wolken scheinen. Sterne konnte ich um diese Uhrzeit nicht wahrnehmen. Der Beginn der Halbschattenfinsternis sollte um 23:32 Uhr sein, das Kosmos Himmelsjahr 2017 schreibt aber zutreffend: "Ein- und Austritt des Mondes in beziehungsweise aus dem Halbschatten der Erde bleiben grundsätzlich unbeobachtbar." Und so war es auch:

Vollmond am 10. Februar 2017 um 23:37 MEZ, nch ist von der Halbschattenfinsternis nichts zu merken.
Die Mitte der Finsternis war für 1:44 Uhr am 11. Februar angekündigt. Der nördliche Rand des Mondes sollte fast den Kernschatten berühren, hier sollte man dann doch eine deutliche Abschattung beobachten können.

Hier ein Foto von mir von 1:33 Uhr:

Vollmond kurz vor dem Maximum der Halbschattenfinsternis um 1:33 Uhr am 11.2.2017
Diese Verfinsterung war in der Tat deutlich zu sehen. Ein Foto allein mag vielleicht kein 100 prozentiger Beweis sein, denn natürlich kann eine solche Abschattung auch mal durch Dunst, Hochnebel oder Wolken verursacht werden. Und es zogen am Himmel ja auch immer wieder Hochnebelschwaden durch. Doch beim persönlichen Beobachten kann man ziehende Wolken natürlich schnell und leicht von dieser realen Verfinsterung auf der Mondoberfläche unterscheiden.

Das lange Aufbleiben hatte sich für mich also gelohnt. Ein weiteres astronomisches Highlight in diesem Jahr mehr.  Als nächstes wird es am 26. Februar eine ringförmige Sonnenfinsternis geben. Diese bleibt jedoch von der Nordhalbkugel der Erde aus unbeobachtbar, dazu müsste man nach Südamerika oder ins südliche Afrika reisen. Die nächste Mondfinsternis wird in Deutschland am 7. August sichtbar sein. Dann wird der Mond bei seinem Aufgang schon den Höhepunkt der Verfinsterung überschritten haben, maximal wird er zu ca. 25 Prozent in den Kernschatten der Erde eintauchen. Am 21. August gibt es dann noch eine totale Sonnenfinsternis, zu der muss man jedoch in die USA reisen, um sie beobachten zu können.

Sonntag, 5. Februar 2017

5. Februar: Sternbedeckungen durch den Mond und ein Überflug der ISS

Am Sonntag, den 5. Februar, sollte der Mond im Laufe des Abends über die Sternenansammlung der Hyaden hinweg ziehen und dabei auch mehrere Sterne bedecken. Die erste Sternbedeckung um 17:45 Uhr ließ sich in meinem Spektiv so gerade beobachten. Noch war der Himmel nicht wirklich dunkel.Und der bereits zu 67 Prozent beleuchtete Mond überstrahlt natürlich auch fast alles in seiner Nähe.

Trotzdem hatte ich mit der Beobachtung durch das eigene Auge Glück. Es ist schon toll, welchen Helligkeitsunterschied das menschliche Auge noch wahrnehmen kann. Die Bedeckung von Stern "71 tau" mit einer Helligkeit von 4,5mag am dunklen Mondrand liess sich durchaus im Spektiv beobachten.

Zuerst waren mir im Gesichtsfeld des Spektivs die beiden Sterne "Theta 1" und "Theta 2" ins Auge gefallen, sie sind ja auch mit 3,4 bzw. 3,8mag etwas heller als 71 tau. Diese beiden Sterne werden aber erst um 19 Uhr bedeckt.

Die Sternbedeckung zu fotografieren ist mir jedoch nicht gelungen. Der Chip meiner Kleinbildkamera konte 71 tau nicht sichtbar machen.

Hier zunächst ein Bild, was den Mond einigermaßen gut ausbelichtet hat, es ist mit 1/50 Sekunde entstanden.

Der Mond am 5. Februar um 17:44 Uhr
Theoretisch müsste 71 tau auch auf dem Foto erscheinen, doch selbst wenn ich die Belichtung bis zum Anschlag nachreguliere, ist er nicht zu sehen.

Kurtz danach habe ich ein weiteres Bild gemacht. Diesmal eine ganze Sekunde belichtet, mit ansonsten gleich Einstellungen.

Mond mit theta tauri
Auf diesem Bild kann man links die beiden Sterne Theta 1 und Theta 2 gut erkennen. Man sieht aber auch sofort, das der Mond stark überbelichtet ist und seine Helligkeit weit über ihn hinaus strahlt, da hat man keine Chance, den schwächeren Stern 71 tau an seinem Rand zu fotografieren.

Wie so oft in den letzten Tagen bewölkt es sich. ich glaube nicht, dass ich die Bedeckung von Theta 1 und Theta 2 noch beobachten kann.

***

Manchmal kommt es anders als man denkt.  Trotz starkem Dunst ist es mir gelungen, auch diese Bedeckung zu beobachten. Die Bedeckung von theta 2 konnte ich dabei sogar fotografisch festhalten:

Der Mond mit Theta 1 und Theta 2 um 18h 59min 46sec
Und einen Moment später:

Der Mond, nur noch mit Theta 1, um 18h 59min 55sec
Die angegebene Uhrzeit ist die Uhrzeit der Kamera, sie ging bei den Aufnahmen 45 Sekunden vor.

Eine gute Minute später war auch Theta 1 verschwunden. Doch das ist ein "langweiliges" Foto, weil es nur noch die überbelichtete Mondkante zeigt.

****
Zehn Minuten zuvor konnte ich auch noch den Überflug der ISS beobachten. Hier eine kleine Fotoserie:

Die ISS steigt um 18:53 Uhr im Westen auf ...
 

... fliegt anschließend an der Cassiopeia (rechts) vorbei zum Perseus ...


... vom Perseus zum Fuhrmann ...



... und verschwindet im Osten im Erdschatten bei den Zwillingen um 18:55 Uhr.

Das erste Bild zeigt dicht neben der benacbarten Birke auch die helle Venus und etwas östlich (rechts) von ihr über dem Baum den Planeten Mars.

Auf dem zweiten und dritten Bild sieht man einen Ausschnitt eines runden Kreises um den Mond, ein Halo.

Das vierte Bild zeigt, wie die ISS im Osten immer tiefer sinkt. Der kleine "Haken" zu Beginn ihrer Spur ist keine reale Bewegung der ISS, sondern wohl eher mein Druck auf den Auslöser der Kamera. oder ein letztes "Ruckeln", denn ich musste die Kamera auf meinem Stativ erst einmal richtig drehen und in Position bringen, um auch dieses Foto noch schießen zu können.

Auf allen Bildern wurde 30 Sekunden belichtet. Sie sind an meiner Canon 5DM2 mit einem 20mm Weitwinkel-Objektiv von Sigma entstanden, immer bei ISO200 und Blende f=2,5. Die meisten Sterne auf diesen Fotos waren für das bloße Auge auf Grund des Dunstes am Himmel und des hellen Mondlichts nicht zu erkennen.

6. - 12. Februar: Der Himmel über Bad Lippspringe

Der immer voller werdende Mond bestimmt in dieser Woche den Nachthimmel. Die ISS ist bei abendlichen Überflügen zu beobachten. Venus ist auch in dieser Woche strahlender Abendstern (Untergang gegen 21:30 Uhr), Mars ist ebenfalls (bis ca. 21:45)  am Abendhimmel zu sehen. Jupiter geht bereits vor Mitternacht im Osten auf und Saturn ist im Südosten ab ca. 5:30 Uhr zu beobachten.

Am Montag, den 6. Februar, geht die Sonne um 7:54 Uhr auf und um 17:23 Uhr unter, der helle Tag ist heute also schon wieder 26 Minuten länger als noch vor einer Woche.  Beim Mond ist am Abend der "Goldene Henkel" zu sehen. Zwischen 17:58 Uhr und 18:05 Uhr fliegt die ISS hoch (maximal 70° Grad) am Südhimmel vorüber. Um 19:35 Uhr steigt sie noch einmal im Westen empor, verschwindet dann jedoch schon nach drei Minuten im Sternbild Andromeda im Erdschatten. Um 19:30 Uhr gibt es an der Sternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus einen Vortrag zum Thema "Kernfusion".

Am Dienstag, den 7. Februar, kommt es gegen 18:16 Uhr zu einer Sternbedeckung durch den Mond, das Sternchen ist allerdings sehr lichtschwach, nur 7,5mag. Zwischen 18:42 Uhr und 18:47 Uhr fliegt die ISS genau über unsere Stadt hinweg.

Am Mittwoch, den 8. Februar,  steigt um 19:27 Uhr die ISS aus dem Westen kommend hoch am Himmel auf, um drei Minuten später in ca. 70° Grad Höhe zwischen Perseus und Fuhrmann im Erdschatten zu verschwinden. Der veränderliche Stern Algol zeigt um 20:17 Uhr ein Helligkeitsminimum.

Am Donnerstag, den 9. Februar, fliegt die ISS zwischen 18:34 Uhr und 18:40 Uhr sehr hoch am Himmel (in maximal 84° Grad Höhe) über unsere Köpfe hinweg.

Am Freitag, den 10. Februar,  steht der Mond 9° Grad westlich von Regulus. Die ISS fliegt ab 19:17 Uhr über unseren SüdwestHimmel hinweg und verschwindet gegen 19:22 Uhr im Sternbild Orion im Schatten der Erde. In der Nacht zu Samstag tritt der Mond in den "Halbschatten" der Erde ein, für eine totale Verfinsterung reicht es jedoch nicht. Die Verfinsterung beginnt zunächst unmerklich schon vor Mitternacht. Um 1:33 Uhr am Samstag morgen hat der Mond die Vollmondposition erreicht, dann ist auch die Verfinsterung  am weitesten fortgeschritten. Man merkt jedoch nur eine leichte Verdunkelung des Mondes, die im oberen Bereich stärker sein wird als im unteren teil des Mondes.

Am Samstag, den 11. Februar, geht am Morgen um 5:45 Uhr Kleinplanet Eunomia (9,3mag) nur 20' Bogenminuten nördlich an alpha Sextantis (4,5mag) vorbei. Zwischen 18:25 Uhr und 18:33 Uhr fliegt die ISS hoch (maximal 65° Grad) am Südhimmel vorüber.

Am Sonntag, den 12. Februar, fliegt die ISS zwischen 19:09 Uhr und 19:15 an unserem Himmel in maximal 30° Grad Höhe vorüber. Dabei fliegt sie fast genau über Venus und Mars hinweg. Der Mond geht um 19:29 Uhr auf, auch jetzt ist er noch zu 96 Prozent beleuchtet. Er zeigt maximale Libration in Länge, der Krater Grimaldi steht nah am Rand.


Freitag, 3. Februar 2017

2. Februar - Mond

Am 2. Februar war es nach Sonnenuntergang zunächst ebenfalls klar. Doch schnell zogen Wolken auf, so dass ich weder den Überflug der ISS, noch den Doppel-Iridiumflare beobachten konnte. Ein Foto des Mondes gelang mir dennoch:

Mond am 2. Februar 2017 um 17:18 MESZ
Im Vergleich zu gestern ist die Beleuchtung des Mondes von 23 auf 34 Prozent angestiegen, die Tag/Nacht-Grenze ist deutlich weiter gewandert. heute sind ganz Krater sichtbar, die gestern noch völlig im Schatten lagen.

Auch die Venus war zunächst noch zu sehen, natürlich schon deutlich weiter entfernt vom Mond als am Tag davor.

Mittwoch, 1. Februar 2017

1. Februar: Mond und Venus und mehr am Abendhimmel

Der neue Monat beginnt mit einen relativ klarem Abend, von Westen kommen jedoch Wolken auf, die sicherlich früher oder später den ganzen Himmel bedecken werden. Doch für ein Foto vom Mond und der Venus hat es bis 17:30 Uhr allemal gereicht. Und es blieb noch etwas länger klar, so dass ich sogar noch einen Iridiumflare und den Vorbeiflug der ISS dokumentieren konnte.

Hier der Mond, aufgenommen durch mein Spektiv mit einer Kleinbildkamera:

Mond am 1.2.2017
und hier ein Bild der Venus. Auch sie zeigt "Mondphasen":

Venus am 1.2.2017
Auch dieses Bild wurde mit meinem Spektiv aufgenommen. Während das Bild des Mondes mit geringster Vergrößerung (25x) aufgenommen wurde, habe ich für dieses Bild das Spektiv auf stärkste Vergrößerung (50x) eingestellt.

Als es etwas dunkler am Himmel wurde, tauchte dann auch der Mars zwischen Mond und Venus auf:

Mond, Mars und Venus am Abendhimmel des 1.2.2017
 Der Mond ist auf diesemzwei Sekunden lang belichtetem Bild schon deutlich überbelichtet. Die Venus deutlich rechts vom Mond ebenfalls, Mars dazwischen ist gut zu erkennen. Oben rechts in der Ecke fliegt auch gerade noch ein Flugzeug vorbei. Wenn man das Bild anklickt und es in groß auf dem Bildschirm erscheint kann man auch noch eine Reihe weiterer Sterne erkennen.

Die Wolken kamen unerbittlich von Westen an. Aber zuerst gelang es mir noch, ein Foto vom Iridiumflare um 18:47 Uhr in Richtung Nordosten zu machen:

Iridiumflare um 18:47 MESZ
 Für dieses Bild habe ich ein 20mm-Weitwinkelobjektiv an meiner Canon 5DM2 verwendet und mit 30 Sekunden Belichtungszeit bei ISO800 und Blende f=4,5 gearbeitet. der iridiumflare fand im Sternbild Giraffe, nicht weit vom großen und Kleinen Wagen entfernt statt. Der hellste Stern links vom Flare ist der Polarstern, die Deichselspitze des Kleinen Wagen, der vom Polarstern gerade ziemlich senkrecht darunter "hängt". Oberhalb des Polarsterns sieht man noch eine Linsenspiegelung, verursacht wahrscheinlich durch die Straßenlampe, deren Lichtschein man auch noch rechts unten hinter dem Baum erkennen kann. Der Baum rechts verdeckt auch Teile des Großen Wagen, der vorderste Deichselstern ist leider auch nicht mehr auf dem Bild.

Und kurz nach 19 Uhr flog auch noch die ISS vorbei. Sie steigt ja immer aus dem Westen kommend am Himmel auf, dort befanden sich jedoch schon dichtere Wolken. deshalb habe ich mit meinem Foto gewartet, bis die ISS praktisch aus diesem Wolkengebiet gerade heraus gekommen war:

ISS am 1.2.2017 um 19:11 Uhr.
Auch dieses Bild habe ich 30 Sekunden belichtet, diesmal jedoch nur noch bei ISO400, aber Blende f=2,5. Man kann deutlich erkennen, wie die ISS vor Erreichen des Sternbilds Orion in den Erdschatten eintaucht und die Helligkeit der Raumstation langsam abnimmt. Dies liegt daran, dass der Erdschatten auf Grund unserer Atmosphäre keine scharfe Schattengrenze hat sondern eher einen sehr "weichen" Rand.

Jetzt, kurz vor 20 Uhr ist der Himmel inzwischen ziemlich flächendeckend zugezogen. Naja, sonst hätte ich diesen Blogbeitrag nicht geschrieben, sondern sicherlich noch weiter beobachtet.

Sonntag, 29. Januar 2017

30. Januar - 5. Februar 2017: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche ist am Abend der von Tag zu Tag zunehmende Mond gut zu beobachten. Am Abendhimmel strahlt im Südwesten auch immer noch die Venus (bis ca. 21:30 Uhr) und etwas östlich und oberhalb von ihr zeigt sich auch der rötliche Mars (bis 21:45 Uhr). Jupiter geht ungefähr um Mitternacht über der Egge im Osten auf, Saturn erscheint ab ca. 5:30 Uhr am Morgen. Die ISS beginnt diese Woche wieder eine Periode der Sichtbarkeit am Abend.

Am Montag, den 30. Januar, geht die Sonne um 8:07 Uhr auf und um 17:10 Uhr unter. der helle Tag dauert jetzt also schon wieder länger als 9 Stunden. Die ISS erscheint kurz zwischen 19:15 und 19:18 Uhr tief am Südhimmel. Die schmale, nur zu 8 Prozent beleuchtete Mondsichel, geht um 20:14 Uhr unter.

Am Dienstag, den 31. Januar, steht der Mond unterhalb von Mars und Venus, er geht um 21:28 uhr unter. Die ISS ist zwiscen 18:24 Uhr und 18:28 Uhr tief am Südhimmel, noch unterhalb des gerade aufgegangenen Orion zu sehen. Um 18:53 Uhr kommt es zwischen den Sternbildern Großer Wagen und Giraffe zu einem sehr hellen iridiumflare von -6mag.

Am Mittwoch, den 1. Februar, ist der Mond bereits an Venus und Mars vorbei gezogen und geht um 22:42 Uhr unter. Um 18:47 Uhr kommt es an fast gleicher Stelle wie gestern erneut zu einem -6mag hellen Iridiumflare. Die ISS ist zwischen 19:08 Uhr und 19:11 Uhr zu sehen, in 42° Grad Höhe verschwindet kurz vor Erreichen des orion im Erdschatten.

Am Donnerstag, den 2. Februar, geht der Mond erst kurz vor Mitternacht unter. Zwischen 18:15 Uhr und 18:21 Uhr ist die ISS bei ihrem Überflug am Südhimmel mit maximal 30° Grad Höhe gut zu beobachten. Um 18:43 Uhr gibt es heute sogar einen -8mag hellen Iridiumflare hoch im Nordosten zwischen Wagen und Giraffe zu beobachten. Zwei Minuten vorher gibt es dort bereits einen allerdings mit 0mag weniger auffälligen Flare zu sehen. Um 20:14 Uhr bedeckt der Mond einen 4,7mag hellen Stern im Sternbild Fische. Kleinplanet Irene (9,2mag) geht heute Abend nur 25' Bogenminuten (etwas weniger als ein Vollmonddurchmesser) am Stern 41 Leonis Minoris (5mag) vorüber.

Am Freitag, den 3. Februar, steigt die ISS um 19:00 Uhr dicht bei der Venus im Südwesten am Himmel auf und ist bis ca. 19:04 Uhr bei ihrem Überflug bis in maximal 64° Grad Höhe zu beobachten.

Am Samstag, den 4. Februar,  erreicht der Mond um 5:19 Uhr das Erste Viertel, bei uns ist er jedoch schon um 1:12 Uhr unter dem Horizont verschwunden. Zwischen 18:07 Uhr und 18:14 Uhr kann die ISS gut bei ihrem Überflug, knapp unterhalb des Mondes beobachtet werden. Um 19:18 Uhr bedeckt der Mond einen 4,3mag hellen Stern im Sternbild Stier.

Am Sonntag, den 5. Februar, fliegt die ISS zwischen 18:50 Uhr und 18:55 Uhr mit maximal 83° Grad Höhe schon beinah durch unseren Zenit. Der Mond zieht am Abend vor den Hyaden vorüber und bedeckt dabei mehrere Sterne. Mit einem Fernglas sind diese Bedeckungen gut zu beobachten, zum Beispiel um 17:45 Uhr, um 18:58 Uhr und 18:59 Uhr verschwinden Sterne am dunklen Mondrand. Aldebaran wird um ca. 23:30 Uhr bei uns nur knapp verfehlt, um diese Bedeckung zu beobachten müsste man ganz nach Süddeutschland fahren.

Sonntag, 22. Januar 2017

23. - 29. Januar 2017: Der Sternenhimmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche haben wir Neumond, die Nächte eignen sich also sehr gut zur Beobachtung des Nachthimmels über unserer Stadt. Von den großen Planeten ist die Venus als strahlender Abendstern nach Sonnenuntergang im Südwesten nicht zu übersehen. Sie geht gegen 21 Uhr unter, etwas weiter östlich von ihr steht der jedoch deutlich lichtschwächere, rötliche Mars. Jupiter geht bald nach Mitternacht im Osten auf, Saturn wird ab ca. 6 Uhr sichtbar, Merkur geht um kurz nach 7:00 Uhr auf. Die ISS ist in dieser Woche nicht am Nachthimmel sichtbar.

Am Montag, den 23. Januar,  geht die Sonne um 8:16 Uhr auf und um 16:57 Uhr unter, man merkt jetzt schon deutlich, dass es am Nachmittag wieder länger hell bleibt. An der Sternwarte Paderborn Schloß Neuhaus halte ich um 19:30 Uhr einen Vortrag über die "Astronomischen Sternstunden" des letzten Jahres.
 
Am Dienstag, den 24. Januar, steht am frühen Morgen der abnehmende Mond nicht weit entfernt von Saturn. Der Mond ist nur noch zu 13 Prozent beleuchtet. Am Abend kann man vielleicht in absolut dunklen Gegenden nach Sonnenuntergang im Westen das Zodiakallicht sehen. Oberhalb des Großen Wagen kommt es um 19:27 Uhr zu einem sehr hellen Iridiumflare von -7mag.

Am Mittwoch, den 25. Januar, kann man am frühen Morgen (nach 7:30 Uhr) im Südosten wie an den Tagen vorher auch noch einmal nach Merkur Ausschau halten, seine Morgensichtbarkeitsperiode nähert sich jedoch langsam dem Ende. Um 19:00 Uhr treffen sich die "Astrofreunde in OWL" wieder zum Stammtisch treffen. Das Lokal ist das Bierhaus Verl-Inn, Hauptstr. 11 in 33415 Verl.
Diesmal sollen Astrofotos angeschaut werden. Beamer und Laptop stehen bereit. Jeder, der Bilder zeigen möchte, kann diese auch einem Stick mitbringen. Um 19:20 Uhr und 19:21 Uhr kommt es gleich zu zwei Iridiumflares Oberhalb des Großen Wagen. Der erste ist mit 0mag noch nicht sehr auffällig, der zweite mit -5mag jedoch ganz bestimmt.

Am Donnerstag, den 26. Januar, wandert in der erste Nachthälfte erst der Schatten von Io über Jupiters Planetenscheibe, später dann der von Ganymed. Die ganz schmale Mondsichel steht heute früh nicht weit entfernt von Merkur. Am Abend sind dann wieder gute Möglicheiten zur deep-sky-Beobachtung.Um 19 Uhr gibt es in Rietberg in Raum 1 der VHS im "SparkassenGiebel", Rathausstr. 1 einen Vortrag vom Kim Niehage und Arnold Hoppe mit dem Thema "Faszination Raumfahrt - Eine ganz außergewöhnliche Reise weg von der Erde." Mehr Informationen bei der VHS Rietberg.

Am Freitag, den 27. Januar, gibt es für den Abend so gar nichts besonderes. Genießen Sie einfach den Nachthimmel und seine Sternbilder.

Am Samstag, den 28. Januar, ist exakt um 1:07 Uhr Neumond.

Am Sonntag, den 29. Januar, kann vielleicht nach Sonnenuntergang die nur zu 3 Prozent beleuchtete schmale Mondsichel gefunden werden, sie geht gegen 19 Uhr unter. Der noch "dunkle" teil des Mondes wird durch das "Erdlicht" erhellt. 

Donnerstag, 19. Januar 2017

18. Januar: Vesta in Opposition

*** Post wurde am 19.1. um 22 Uhr ergänzt mit einer weiteren Beobachtung von Vesta - siehe unten ***
Heute erreicht der Asteroid Vesta seine Oppositionsstellung. Das bedeutet, er steht - aus Sicht der Erde betrachtet - genau gegenüber der Sonne. Wie beim Vollmond bedeutet dies, das Vesta bei Sonnenuntergang aufgeht und bei Sonnenaufgang untergeht.

Vesta am 18.1.2017 ( Canon 5D Mark II,
50mm 1:1.8 Objektiv,
15 Sekunden belichtet bei ISO 3200,
 ohne Nachführung)
Diese Opposition ist sehr gut zu beobachten, denn der Kleinplanet steht jetzt zur Mitternacht sehr hoch am Himmel. Am Abend des 18. Januar gelang mir dieses Foto. Ich habe mit 8 Sekunden bei ISO3200 eigentlich schon zu lang (oder zu empfindlich) belichtet, denn auf dem Foto sind schon viel zu viele Sterne zu sehen, so dass man Vesta in diesem Gewimmel erstmal suchen muss. Vesta hat eine Helligkeit von ca. 6,3mag und ist damit für das bloße Auge praktisch nicht mehr zu sehen. Meine Kamera zeigt auf diesem Foto jedoch Sterne bis zur Helligkeit von ca. 10-11mag.

Am oberen Bildrand ist Pollux aus dem Sternbild Zwillinge zu sehen. Am unteren Bildrand, etwas nach links erkennt man den Sternhaufen Praesepe (Krippe), von den Astrnomen auch mit der Katalognummer M44 gekennzeichnet. Vesta befindet sich ziemlich genau an der Grenze der Sternbilder Krebs und Zwillinge.

Wikipedia schreibt über die Entdeckungsgeschichte von Vesta:

"Vesta wurde am 29. März 1807 von Heinrich Wilhelm Olbers in Bremen als vierter Asteroid entdeckt. Nachdem Olbers 1802 bereits Pallas entdeckt und benannt hatte, übertrug er das Recht der Benennung diesmal an Carl Friedrich Gauß, der mit seiner neuen Methode der kleinsten Quadrate zur Bahnbestimmung entscheidend zur Sicherung der neu entdeckten Asteroiden beigetragen hatte. Gauß benannte den Himmelskörper nach Vesta, der römischen Göttin von Heim und Herd und Schwester von Ceres.[4]
Wie der 1801 entdeckte Zwergplanet Ceres und die 1802 sowie 1804 entdeckten Asteroiden Pallas und Juno wurde zunächst auch Vesta als Planet bezeichnet. Da bis zur Entdeckung von Astraea noch mehr als 38 Jahre vergehen sollten, änderte sich daran zunächst nichts. Erst als nach etwa 1850 die Zahl der zwischen den Umlaufbahnen der Planeten Mars und Jupiter gefundenen Himmelskörper rasch anstieg, setzen sich für diese Objekte die Bezeichnungen „Kleine Planeten“, „Kleinplaneten“, „Planetoiden“ oder „Asteroiden“ durch."

Im Jahr 2011 bekam Vesta Besuch von der NASA Raumsonde DAWN. Diese Raumsonde flog anschließend weiter zum Asteroiden Ceres und beobachtet diesen auch heute noch.

*** Ergänzung vom 19.1. 22 Uhr: ***

Vesta am 19.1.2017
Am 19.1. war es am Abend erneut klar, so dass ich ein zweites Foto machen konnte. Dieses Bild entstand mit den gleichen Einstellungen am Fotoapparat, jedoch zwei Stunden früher am Abend.
Wenn man die beiden Bilder vergleicht, kann man sofort erkennen, das Vesta ein kleines Stück nach "rechts", also in Richtung Westen, gewandert ist. Durch diese Bewegung wird klar, dass es sich nicht um einen  weit entfernten "Fixstern" handeln kann, sondern um ein Objekt unseres Sonnensystems. Vesta bewegt sich noch bis zum 9. März Richtung Westen in das Sternbild Zwillinge hinein. Diese Bewegung nennt man "gegenläufig", gehört jedoch zu jeder "Oppositionsschleife" von Planeten oder entsprechenden Objekten dazu. Dies liegt daran, dass die Erde praktisch den Kleinplaneten auf der "Innenbahn" überholt, dieser also gegenüber uns scheinbar am Himmel zurück bleibt. Erst ab März wird dann Vesta wieder "rechtläufig", also der "normale" Bewegungsrichtung nach Osten folgen.

Hier noch ein 1:1-Ausschnitt aus den beiden Bildern vom 18.1. und 19.1.. praktisch alle "Sterne" auf diesen beiden Bildern sind stabil am gleich Ort, nur Vesta "springt" hin und her.  Mit dieser "Blinktechnik" sind früher viele Kleinplaneten entdeckt worden. Damals natürlich noch nicht mit der heutigen Digitaltechnik, sondern durch Vergleich zweier identischer Fotoplatten.

Vesta am 18.1. und 19.1.